#FreeWordsTurkey

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Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels startet in Kooperation mit dem PEN-Zentrum Deutschland und Reporter ohne Grenzen eine Online-Petition für die Meinungsfreiheit in der Türkei.

Sie appellieren damit an Bundeskanzlerin Angela Merkel und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, „die Meinungs-, Informations- und Pressefreiheit in ihren Entscheidungen, Handlungen und Äußerungen kompromisslos und aktiv einzufordern und sie nicht zum Verhandlungsgegenstand zu machen“, so Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins. Seit dem Putschversuch im Juli 2016 geht die türkische Regierung vehement gegen regierungskritische Journalisten und Medien vor.  Die Pässe von Journalisten werden eingezogen, Autoren werden inhaftiert. Über 130 Medienhäuser wurden bereits geschlossen, darunter 29 Buchverlage, die zusätzlich enteignet wurden. Unter Publizisten und Verlegern herrschen Angst und Existenznot.

Journalisten, Autoren und Verleger, Bücher, Zeitungen und Zeitschriften leisten einen wichtigen Beitrag zu Demokratie und Freiheit. Beteiligt Euch daher mit Eurer Unterschrift und teilt die Aktion in den sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #FreeWordsTurkey!

Nachklapp: Nachwuchsparlament 2016

Dieses Jahr fand das Nachwuchsparlament vom 22.-24. Juni in Leipzig statt. 100 Nachwuchskräfte hatten die Möglichkeit unter dem Motto „Das Wort und sein Wert“ sich auszutauschen, zu diskutieren und Empfehlungen für die Hauptversammlung des Börsenvereins auszusprechen.

Los ging es bereits am Mittwochabend bei einem Get-Together im Westwerk:

Am Donnerstag begrüßte Monika Kolb (Bildungsdirektorin des Börsenvereins und Geschäftsführerin des mediacampus frankfurt) gemeinsam mit Verena Burkhardt (Leiterin Internat Leipzig) und Ramona Nicklaus (Nachwuchssprecherin) die Teilnehmer des Nachwuchsparlaments.

Die beiden Autorinnen Natalie Sontopski und Julia Hoffmann hielten die Key-Note zum Thema „Leben & Arbeiten in der digitalen Welt: Von Herausforderungen und Potentialen in Zeiten der Digitalisierung“.

Keynote

Es folgten Workshops der AGs zu vier verschiedenen Themen:

Social-Media-AG: „Mit Social-Media Bewerbungen zum Traumjob“

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E-Book-AG: „Dem Leser auf der Spur – Chancen von Reader Analytics“

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AG Meinungsfreiheit: „Meinungsfreiheit zum Dauerthema machen – Gestaltung eines Online-Blogs“

Meinungsfreiheit

AG Digital: „Der Wert digitaler Inhalte: Entwicklungen in der Buchbranche.“

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Das fantastische Wetter und der Sonnenschein luden ein, auf die Wiesen rund um das Gelände des Internats umzuziehen.

In der Parlamentssitzung stellten die AGs die Ergebnisse des Workshops vor. Danach wurden Empfehlungen an die Hauptversammlung gesammelt und formuliert.

In strahlendem Sonnenschein sind die Teilnehmer dann zu ihren Exkursionen aufgebrochen. Organisiert und begleitet wurden diese wie in den letzten Jahren vom Nachwuchsnetzwerk NaNe in Berlin.

Als TOP 9 der Tagesordnung (und damit früher als in den vergangenen Jahren) wurden die Empfehlungen am Freitag von der Nachwuchssprecherin Ramona Nicklaus und dem ehemaligen Nachwuchssprecher Tony Stubenrauch dem Vorstand und der Hauptversammlung vorgetragen. Dabei wurde unter anderem ein Azubi-Austausch zwischen Buchhandlungen und Verlagen, mehr Kooperationen zwischen Unternehmen und Hochschulen, angemessene Konditionen für den Branchennachwuchs und eine Stärkung der Aufmerksamkeit für die Branchenberufe gewünscht.

Nachfolgend wurde über die Satzungsänderungen abgestimmt: Das Nachwuchsparlament ist nun fest in der Satzung des Börsenvereins verankert! Ein toller Erfolg der Arbeit der letzten Jahre und ein schöner Abschluss des Nachwuchsparlaments 2016.

 

 

 

Wichtiges zum Nachwuchsparlament

Ihr seid zum ersten Mal beim Nachwuchsparlament dabei? Oder seid ihr schon „alte Hasen“, die aber trotzdem noch einmal nachlesen wollen, welche verschiedenen AGs es gibt und an welchen Themen sie arbeiten?

Hier gibt es den Überblick über alles Wissenswerte rund ums Nachwuchsparlament und die Buchtage 2016:

Programmablauf

Mittwoch, 22.06.2016
18:30 Uhr Get Together, Westwerk

Donnerstag, 23.06.2016
9:30 Uhr Begrüßung, Internat Leipzig
9:45 Uhr Key Note
10:30 Uhr Workshops Teil 1

  • Mit Social Media Bewerbungen zum Traumjob
  • Dem Leser auf der Spur – Chancen von Reader Analytics
  • Meinungsfreiheit zum Dauerthema machen – Gestaltung eines Onlineblogs
  • Der Wert digitaler Inhalte: Entwicklungen in der Buchbranche.

12:30 Uhr Mittagessen
13:30 Uhr Workshops Teil 2
14:30 Uhr Parlamentssitzung

  • u.a. Vorstellung der AGs,
  • Präsentation der Workshop-Ergebnisse,
  • Diskussion und Empfehlungen an die Hauptversammlung

16:30 Uhr Exkursionen
19:00 Uhr Mitgliederfest, Grassimuseum

Freitag, 24.06.2016
9:00 Uhr Hauptversammlung Börsenverein, Haus des Buches
13:00 Uhr Mittagessen
15:30 Uhr Ende der Hauptversammlung

AGs

Derzeit gibt es vier AGs, die Workshops während des Nachwuchsparlaments veranstalten:

FAQ Nachwuchsparlament 2016

Die FAQ_NWP2016 verraten Euch Wissenswertes rund ums Programm, die Veranstaltungsorte und das „Drum-Herum“ während des Nachwuchsparlaments und der Buchtage.

Und es gibt sie doch!

Von Catharina Schölzel

Eine eigene Buchhandlung mit 24 / 30 Jahren. Wer traut sich sowas? Zwei junge Buchhändlerinnen haben in Rüsselsheim ihre eigene Buchhandlung aufgemacht. Melanie Enders ist 24, Sara Vazquez 30 Jahre jung. Das sind sie, die jungen Leute, die sich so etwas heute trauen – es gibt sie als doch.

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© Enders/Vazquez

Auf der diesjährigen AkS-Tagung in Berlin habe ich die beiden kennengelernt und sie erzählten mir ihre Geschichte:

Kennengelernt haben sie sich im ehemaligen Bücherhaus Jansen in Rüsselsheim, in dem beide ihre Ausbildung gemacht haben; Sara von 2007-2010, Melanie von 2010-2013.

2014 musste das Bücherhaus aus Altersgründen, aber auch wegen des Strukturwandels der Stadt, schließen. Danach gab es ein ganzes Jahr lang keinen einzigen Buchladen mehr in Rüsselsheim (!). Bei 60.000 Einwohnern ein ganz schöner Hammer. Nachdem die beiden deshalb so oft von ehemaligen Kunden angesprochen wurden, ob sie nicht neu eröffnen möchten, war der Entschluss dann recht schnell gefasst. Wir machen das!

Aber wie stellt man das an? Melanie und Sara gingen das ganz entspannt an und holten sich Hilfe wo immer es ging. Das Buch von Herrn Bramann ackerten sie durch, bei der Wirtschaftsförderung der Stadt holten sie sich Unterstützung und bei Banken baten sie um Kredite. Die allerdings ließen sich nicht aus der Reserve locken und so dauerte die finanzielle Absicherung viel zu lange. Der Plan lautete nämlich den Laden zu Ostern 2015 zu eröffnen. Vier Wochen davor kam dann auch der Kredit. Auweia! Das hieß ranklotzen! Ihre Möbel kauften sie einer schließenden Buchhandlung in Neustadt bei Lübeck ab, ihr Warenwirtschaftssystem bekamen sie von Libri und ihre Nächte schlugen sie sich gefühlt nonstop in ihrem zukünftigen Laden um die Ohren.

Und es hat sich gelohnt! Von den ehemals 400 m² Verkaufsfläche des Bücherhaus Jansen haben sie sich auf 140 m² verkleinert und den Laden hell und frisch gestaltet. Ein Kaffeeecke mit Bildern von Mark Twain und Winnie Puh an der Wand gibt´s auch. Sie haben sich mit einem allgemeinen Sortiment ausgestattet, vor allem Belletristik und Kinderbuch. Politische Sachbücher und Biographien findet man genauso wie ausgewählte Gewürze und Brettspiele. Und das kommt gut an. Das Geschäft läuft gut und die Rüsselsheimer nehmen auch das große Veranstaltungsangebot der beiden sehr gerne an.

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© Enders/Vazquez

Ein Paar Eckdaten:

  • Rüsselsheim liegt zentral zwischen Frankfurt, Wiesbaden, Darmstadt und Mainz
  • 60.000 Einwohner, aber nur eine Buchhandlung
  • Standort eines Opelwerks (welches verkleinert wurde, was der Stadt merklich schlecht getan hat – auch das Bücherhaus Jansen hatte darunter zu leiden)
  • in den letzten Jahren starb die Innenstadt immer mehr aus und vieles verlagerte sich in Einkaufszentren oder die umliegenden Großstädte. Das soll sich jetzt wieder ändern.

Die Bedingungen sind also nicht ideal, aber doch ganz schön gut. Und Melanie und Sara wissen, wie sie die Rüsselsheimer erreichen und worauf sie selbst Wert legen. Dazu gehört, dass sie nachhaltig handeln. Plastiktüten gibt es nicht, sie unterstützen die Initiative der Baumsparkarte und verwenden nur fair trade Kaffee. Auch die lokale Anbindung ist wichtig, wie sie wissen. Sie kooperieren mit ansässigen Schulen und Bibliotheken, fördern das Lesen bei Kindern, bieten regelmäßig die unterschiedlichsten Veranstaltungen an und sind jeden Sonntagmorgen live im Radio Rüsselsheim (www.radio-r.de) zu hören; dort stellen sie von 8-9 Uhr ihre neuesten Buchtipps vor.

Kapitel 43 - Highlight

© Enders/Vazquez

Melanie Enders und Sara Vazquez haben sich kopfüber ins kalte Wasser gestürzt, die Zähne zusammengebissen und hatten und haben immer noch wahnsinnig viel Spaß dabei. Sie verbringen so viel Zeit in ihrer Buchhandlung, dass sie deren Telefonnummer schon als Privatnummer angeben – und das soll sich so schnell auch nicht ändern. Zur Unterstützung haben sie einen Kollegen für 20 Stunden in der Woche angestellt.

Und wie heißt diese tolle neue Buchhandlung denn eigentlich? Für die Namensgebung haben sich Melanie und Sara überlegt, welches Buch sie beide so richtig begeistert hat und ob es darin ein Kapitel gibt, das ihr absoluter Liebling ist. Und schon stand fest: Kapitel 43 der Känguru-Chroniken von Marc-Uwe Kling! Das ist es! Die Buchhandlung hat jetzt ein Känguru im Logo und heißt Kapitel 43. Marc-Uwe Kling kommt bestimmt auch bald vorbei!

 

 

Bewerbung zum Nachwuchsparlament 2016

Nachwuchsparlament Logo

In diesem Jahr finden die Buchtage und damit auch das Nachwuchsparlament erstmals in Leipzig statt. 100 Nachwuchskräfte haben die Möglichkeit am Programm teilzunehmen und drei ereignisreiche Tage in Leipzig zu erleben: Vorträge, Diskussionen, spannende Exkursionen, Workshops, die Sitzung des Nachwuchsparlaments und natürlich die Teilnahme an der Hauptversammlung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Voraussichtliches Programm

Mittwoch, 22.06.2016

bis 18:00 Uhr Anreise
ab 18:30 Uhr Get Together (optional)

Donnerstag, 23.06.2016

9:30 Uhr Begrüßung
9:45 Uhr Key-Note
10:30 Uhr Workshops Teil 1
12:30 Uhr Mittagessen
13:30 Uhr Workshops Teil 2
14:30 Uhr Parlamentssitzung
16:30 Uhr Exkursionen
19:30 Uhr Mitgliederfest

Freitag, 24.06.2016

9:00 Uhr Hauptversammlung Börsenverein
13:00 Uhr Mittagessen
15:30 Uhr Ender der Hauptversammlung

Was tun, um dabei zu sein?

Wer am Programm teilnehmen möchte, muss eine kurze Bewerbung schicken.
Mache Dir Gedanken zu einem der folgenden Themen und sende Dein earbeitetes Dokument gemeinsam mit Deinen persönlichen Angaben (Name, Anschrift, Kontaktmöglichkeit, Unternehmen/Uni) bis spätestens 6. Mai an folgende Mailadresse nachwuchsparlament@boev.de

Mit Social Media Bewerbungen zum Traumjob
Bewirb dich mit deinem Social Media Lieblingskanal um einen Platz beim Nachwuchsparlament und zeige uns, wieso genau DU den Platz verdient hast und wieso DU dich für diesen Kanal entschieden hast. Ganz egal, ob DU eine Fotostory mit Snapchat, ein Video auf Youtube oder eine Fan-Page mit Facebook erstellt, sei kreativ und lege los.

Dem Leser auf der Spur – Chancen von Reader Analytics
Anders als im Internet, wo Webseitenbetreiber mit Werkzeugen wie Google Analytics viele Informationen zum Nutzerverhalten sammeln können, ist der Buchleser für die Verlage weitestgehend eine black box. Reader Analytics ermöglicht den Einblick in das Leseverhalten der Kunden. Aber will ich als Leser das überhaupt? Will ich, dass jemand „mitliest“?
Gestalte eine 5-seitige PowerPoint-Präsentation oder verfasse einen 1-2-seitigen Essay zu Reader Analytics. Wie stehst du dazu? Was hältst du davon, dass die Erkenntnisse aus „deinem“ Leseverhalten z.B. zu Marketingzwecken genutzt werden?

Meinungsfreiheit
Schreiben Sie ein Essay zum Thema Meinungsfreiheit und deren Bedeutung für die Meinungsvielfalt in der Buchlandschaft/ Buchbranche und überlegen Sie sich zwei oder drei Diskussionsfragen, die aktuelle Themen der Meinungsfreiheit in der Buchbranche aufgreifen bzw. betreffen.

Der Wert digitaler Inhalte: Entwicklungen in der Buchbranche.
Die Bereitstellung von digitalen Inhalten der Buchbranche, wie z.B. E-Books, Online-Magazinen, Zeitungen o.ä., befindet sich derzeit im Wandel und wird sukzessive den technischen Gegebenheiten angepasst. Welche Möglichkeiten bietet uns derzeit der Markt, digitale Inhalte zu konsumieren und welchen Einfluss hat dies auf unser Kauf- und Konsumverhalten? Analysiere und nehme persönlich Stellung! Erstelle dafür eine Power-Point-Präsentation mit max. 6-10 Folien.

Wer darf mitmachen?

Auszubildende im Verlag und Buchhandel, Volontäre, Studenten und Berufseinsteiger sind herzlich eingeladen, eine Bewerbung zu schicken.
Bei Fragen wende Dich an Nadine Klein (t: 069 94740062) oder an nachwuchsparlament@boev.de.

Die Teilnehmer erhalten vom Organisationsteam:

  • Kostenlose Zugtickets für die Reise
  • Kostenlose Unterbringung im A&O Hostel in der Nähe des Hauptbahnhofs Leipzig
  • Kostenlose Verpflegung an allen Tagen
  • Eintrittskarte zu den Buchtagen und zur Büchernacht

Impressionen vom vergangenen Jahr gibt es hier.

Workshop: Für das Wort und die Freiheit

Insgesamt 14 Nachwuchskräfte und Teilnehmer des Nachwuchsparlaments 2015 kamen am 04. November 2015 am mediacampus frankfurt zusammen, um gemeinsam mit Alexander Skipis (Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des deutschen Buchhandels) über Meinungsfreiheit zu diskutieren und ein Projekt für die Freiheit des Wortes zu entwickeln. Ebenfalls dabei waren Monika Kolb-Klausch (Bildungsdirektorin des Börsenvereins und Geschäftsführerin des mediacampus), Claudia Paul (Leiterin Unternehmensentwicklung / Kommunikation im Börsenverein) sowie das Team der Berufsbildung (Nadine Klein und Anna-Lena Wingerter).

Hintergrund des Workshops war die Key-Note von Alexander Skipis während  des Nachwuchsparlaments 2015. Er war so begeistert von den Rückmeldungen und dem regen Austausch der Nachwuchskräfte, dass er spontan einen gemeinsamen weiterführenden Workshop angeboten hatte.

Ziel für den Tag war es, Ideen für ein konkretes Projekt vom Branchennachwuchs für die Freiheit des Wortes zu entwickeln. Dadurch hatte der Nachwuchs die Möglichkeit, nachhaltig an der Strategie des Börsenvereins zur Aufrechterhaltung des Themas Meinungsfreiheit aktiv mitzuwirken.

© A. Wingerter

Nach einem ersten Brainstorming war schnell klar, dass es bereits viele Projekte und Initiativen zu diesem Thema gibt, diese aber leider schnell untergehen. Eine erste Idee war geboren: Ein Blog soll über bereits bestehende Projekte informieren und zum Thema Meinungsfreiheit aufklären. Darüber hinaus sollen Interviews mit Meinungsbildnern, Autoren und Menschen, die schon Erfahrungen mit dem Verbot der Meinungsfreiheit gemacht haben, geführt und regelmäßig auf dem Blog veröffentlicht werden. So soll das Thema Meinungsfreiheit durch persönliche Erfahrungen greifbarer gemacht werden.

Eyla Collignon, Teilnehmerin des Workshops und Auszubildende Buchhändlerin, berichtet: «Der Workshop hat mir sehr gut gefallen. Die Teilnehmern kamen aus verschiedenen Bereichen der Branche, sodass Ideen aus mehreren Blickwinkeln beleuchtet wurden. Besonders spannend fand ich, wie durch die Diskussionen im Laufe des Tages die vagen Ideen vom Vormittag am Ende des Workshops richtig konkret wurden und ein Plan entstand. Am Ende des Tages bin ich total motiviert wieder nach Hause gefahren – ein toller, produktiver, anregender Tag! Ein riesiges Dankeschön an Herrn Skipis, Frau Paul und Frau Kolb für die Anregung und Durchführung dieses Workshops!»

Zeitpläne wurden erstellt, Zuständigkeiten aufgeteilt. Nun arbeitet die Gruppe hochmotiviert an der Umsetzung des Projekts. Man darf also schon gespannt sein!

Einmal Berlin und zurück

– mediacampus Frankfurt – Berliner Buchtage – Frankfurter Buchmesse –
von: Stefanie Spiesecke

So schnell kann es gehen: Heute noch am mediacampus in Frankfurt zu meinem ersten Block zur Ausbildung als Buchhändlerin – gefühlt morgen plötzlich auf der Frankfurter Buchmesse, zusammen mit etablierten Kollegen aus der Buchbranche bei einer Podiumsdiskussion über Selfpublishing und den Buchhandel. Und dazwischen: Ein Abstecher zu den Berliner Buchtagen. Wenn das mal kein Symbol dafür ist, wie weitreichend das Feld ist und wie offen es auch uns, dem Nachwuchs im Buchhandel, steht.

Aber vielleicht von vorne: Am mediacampus in Frankfurt habe ich zum ersten Mal vom Nachwuchsparlament gehört und es war keine Frage, dass ich da dabei sein wollte, wenn irgendwie möglich.

Meine Bewerbung ging wenige Tage später via Mail raus. Man konnte zwischen verschiedenen Themen wählen und entscheiden, an welchem man sich in welcher Weise gedanklich beteiligen möchte. Ich entschied mich für ein Thema, dass mir ohnehin schon länger am Herzen lag: Selfpublishing. Nicht, weil ich Autorin wäre und meine Bücher nicht über Verlage verlegen wollte, sondern weil die Kundenanfragen deutlich machen, dass Selfpublishing steigend ein Thema wird, dem sich die Buchbranche stellen muss.

Nach einem grübelnden Spaziergang über den Campus kamen mir dann auch ein paar Gedanken dazu, auf welche Weise eine Verknüpfung zwischen all den kleinen Elementen einzelner Selfpublisher und einzelner Bücher, und den großen Institutionen im Buchhandel: Verlagen, Zwischenbuchhändlern und Buchhandlungen möglich wäre. Die Idee vom „Selfpublisher-Verband“ war geboren. Damals wusste ich noch nicht, dass diese etwa 3 Monate vorher bereits geboren und umgesetzt worden war und es einen ersten „Verband in den Startlöchern“ gab, der bereits erste Schritte machte sich zu etablieren. Dass gute Gedanken an mehreren Orten zu mehreren Zeiten entwickelt werden, spricht generell ja eher für als gegen die Idee. Ich jedenfalls war erleichtert etwas gefunden zu haben hinter dem ich stand und das ich, ein wenig weiterentwickelt, als Bewerbung einreichen konnte. Es dauerte nicht lange, bis ich via E-Mail meine Zusage bekam und mich auf zwei Tage Berlin freuen durfte.

Ein paar Tage danach erhielt ich die Anfrage, ob ich meine Idee bei den Berliner Buchtagen vorstellen möchte. In den vier verschiedenen Themenbereichen hatte man offenbar die jeweils besten Idee ausgewählt und wollte diese dann auch der Öffentlichkeit zugänglich machen. Ich sagte natürlich sofort zu und verbrachte danach noch etwas Zeit damit, die Präsentation auf ein Flip Chart zu packen und mit nach Berlin zu nehmen. Ich war wahnsinnig aufgeregt.

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© A. Wingerter

Die Berliner Buchtage waren vor allem eines: Voll. Voller Ideen und Engagement, voller Eindrücke und wichtiger Worte, voller neuer Erfahrungen und guter Gespräche. Insgesamt ist die Teilnahme am Nachwuchsparlament etwas, was ich Jedem nur empfehlen kann. Sie lässt einen weit über den Tellerrand des eigenen Arbeitsplatzes hinaus blicken und verschafft uns einen Überblick darüber, was sich ringsum abspielt. Welche Trends gerade entstehen, was diskutiert wird, welchen neuen Herausforderungen und Anforderungen die Branche sich künftig zu stellen hat.

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© A. Wingerter

Mein Vortrag ging dann, trotz der Nervosität im Vorfeld, ziemlich mühelos über die Bühne. So groß wie gedacht war das Publikum nicht, da ringsum andere Veranstaltungen stattfanden und die Vorstellungen der Nachwuchs-Ideen nur eine von vielen war und das Publikum war interessiert und freundlich, sodass ein guter Austausch stattfinden konnte.

Nachdem ich die Berliner Buchtage gut hinter mich gebracht hatte und auch meinen ersten Berufsschulblock, ging es erst einmal wieder zurück an meinen Arbeitzplatz: Die Mayersche Filiale in Siegen. Mit vielen guten Erinnerungen und nützlichem Wissen angefüllt, betritt man die Arbeitsfläche, auch nach dem Unterricht in der Berufsschule, ganz anders als man sie verlassen hat. Plötzlich tauchen lauter Fragen darüber auf, wie bestimmte Konditionen und Absprache am eigenen Arbeitsplatz geregelt sind und man versteht viele Abläufe deutlich besser.

Eigentlich dachte ich, mit dem kleinen Vortrag bei den Berliner Buchtagen hätten sich meine öffentlichen Auftritte dann auch erstmal erledigt. Ich hatte mir vorgenommen, immer mal wieder zu schauen, was der wirklich existierende Verband derzeit so leistet und in wie weit meine Vorstellung davon, dass er die Brücke bilden könnte die uns im Moment in der Buchbranche fehlt stimmt, wusste aber noch nicht, dass ich bald Gelegenheit bekommen sollte, noch weitere Perspektiven kennen zu lernen und meine Gedanken zu vermitteln.

Ich bekam abermals eine E-Mail: Ruckzuck-Buch lud mich ein bei einer Podiumsdiskussion zum Thema „Selfpublishing und der Buchhandel“ teilzunehmen. Ich sagte zu – und war natürlich wieder sehr aufgeregt, aber auch froh darüber, dass das Thema weiterhin Wellen schlug und nicht klanglos untergehen würde. Vielleicht sind die Bücher von Selfpublishern nicht die Einzigen, die Platz in den Regalen des Buchhandels verdienen – denn dieser reicht oft auch schon für viele schöne und wichtige und individuelle Titel von kleineren, unbahängigen Verlagen nicht aus – aber sie sind dennoch ein Phänomen, das steigend an Kundeninteresse gewinnt und damit die Aufmerksamkeit verdient, welche sie nun immer mehr bekommen. Die Podiumsdiskussion sollte auf der Frankfurter Buchmesse stattfinden und fiel passend auf einen Tag, an dem ich auf jeden Fall dort sein würde.

© mediacampus frankfurt

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Die Frankfurter Buchmesse war vor allem eines: Auch voll. Voller Stände, Bücher, Menschen, und voller kreativer Ideen, was die Gestaltung der Stände betraf. Ich war wie schon im vorigen Jahr ein wenig überfordert (ich schaffe es jedes Jahr aufs Neue mich zu verlaufen) und wahnsinnig beeindruckt, aber im Gegensatz zum letzten Jahr hatte ich dieses Jahr einige Termine und Vorhaben, also einen generellen Plan.

Einer meiner Termine war dann auch gleich am ersten Tag meiner Anwesenheit – dem Donnerstag – die Podiusmdiskussion. Kurzfristig wurde ich noch nach der Powerpoint Präsentation gefragt, die sich zum Glück noch irgendwo in meinem E-Mail Fach befand – und dann konnte es auch schon losgehen.

Moderiert wurde die Präsentation von Marcel Plagemann. Die anderen Teilnehmer kamen aus ganz unterschiedlichen Bereichen und hatten aus unterschiedlichen Gründen ein Interesse daran, den Buchhandel und den aufkommenden Self-Publishing-Trend zu verbinden.

Vera Nentwich ist IT-Beraterin und Autorin humorvoller Romane, Selfpublisherin mit eigener Internetplattform und Mitglied des Anfang des Jahres gegründeten Selfpublisher-Verbands. Sie hat einen offenen Brief an den Buchhandel verfasst, in welchem sie fragt wie es sein kann, dass ihr Buch, wenn es von Kunden angefragt wird, nicht über den Buchhandel zu erhalten ist. Das Angebot sich bei ihr via Telefon oder E-Mail zu melden steht – und somit stehen der Zusammenarbeit was genau im Wege? Organisationsstrukturen? Wissen auf Buchhandelsseite? Wissen auf Selfpublisher-Seite? Kontakte? Alles ein wenig. Und alles gleichermaßen. Aber nun, da die Buchbranche steigend den Blick auf Selfpublisher richtet, besteht womöglich die Hoffnung Lösungen für diese Lücken zu finden und eine Verbindung zu schaffen.

Daniel Lenz ist stellvertretender Chefredakteur und Betriebsleiter des Buchreports und Entwickler des neuen Indie-Katalogs, der unabhängigen Verlagen eine Bühne bieten soll, ihre Print und Digital-Programme vorzustellen und zu vermarkten. Diese Plattform gibt den kleineren Verlagen und einzelnen Autoren die Möglichkeit, in der Masse sichtbar zu werden und richtet die Aufmerksamkeit darauf, wie groß die Anzahl potenziell gut verkäuflicher, individueller und wichtiger Bücher dem stationären Buchhandel verloren gehen, wenn das Angebot zu sehr in Richtung Mainstream läuft.

Sönke Schulz ist Geschäftsführer von Tredition, einem der großen Selfpublishing-Dienstleister, welches die Bücher von Selfpublishern nicht nur vermarktet, sondern auch auf eine gewisse formale Qualität achtet. Er steht für die an einigen Stellen steigende Qualität selbstvermarkteter Bücher (beziehungsweise mithilfe entsprechender Dienstleister vermarkteter Bücher) und lehrt, dass die Abwesenheit eines Verlages bei der Buchproduktions längst nicht mehr maßgeblich für die Abwesenheit von Know How oder für eine niedrige Qualität des Entproduktes steht.

© mediacampus frankfurt

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Die Erfahrung mit diesen drei Personen in einer Gesprächsrunde zu sitzen und einen Austausch zur aktuellen Herauforderung „Selfpublishing“ zu erleben, kann ich euch kaum angemessen beschreiben. Und natürlich war die Zeit viel zu kurz, jedes Unterthema hätte noch eine ganze Weile ausführlicher und mit einem hilfreicheren Konsens besprochen werden können. Dennoch hatte ich im Anschluss den Eindruck, dass die Branche an sich auf einem guten Weg ist und es Hoffnung dahingehend gibt, dass der Markt künftig einen Wandel durchmacht, der die Vielfalt von Selfpublishing Produkten nicht mehr auf das Internet beschränkt.

Ich denke insgesamt werden wir zum Thema Selfpublishing in Zukunft noch eine Menge hören.

Für mich persönlich war die Frankfurter Buchmesse nach der Podiumsdiskussion eine sehr relaxte und angenehme Angelegenheit. Über den Austausch habe ich noch viel nachdenken müssen und hoffe, noch öfter die Möglichkeit zu haben dieses und viele andere aktuelle Themen mit klugen Köpfen aus der Branche zu diskutieren. Wenn etwas den Reiz meines Berufes am ehesten ausmacht, dann sind es die steigend neuen Herausforderungen und die Notwendigkeit von Ideen und Versuchen, um die eigenen Abläufe einen Schritt weiter in eine sich ständig wandelnde Zukunft zu rücken. Ich denke, wir werden alle noch einige spannende Jahre in dieser Branche erleben und möchte euch gerne mit auf den Weg geben: Nutzt sie. Nehmt mit, was ihr könnt, tauscht euch mit den anderen Leuten aus und sammelt Erfahrungen. Es gibt nichts Angenehmeres, als sich zu entscheidenden Entwicklungen ein eigenes Bild gemacht hat – und nichts lehrreicheres, als es wieder umzuwerfen und neu zu ergründen.

Link zum Podcast der Podiumsdiskussion (Achtung: Zwischen der 15ten und der 33ten Minute gibt es eine Tonunterbrechung, danach hört man den Ton wieder)

Der Branchennachwuchs auf der Frankfurter Buchmesse

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Termine für den Buchbranchennachwuchs auf der Frankfurter Buchmesse auf einen Blick:

Allgemein

Stand des mediacampus frankfurt und der Berufsbildung des Börsenvereins
Alle allgemeinen Informationen zur Aus- und Weiterbildung in der Buchbranche sowie eine Beratung zu den speziellen Angeboten des mediacampus bekommt ihr in diesem Jahr erstmalig in Halle 3.1 H 65. Dort finden außerdem täglich von 11 bis 11:30 Uhr Informationsveranstaltungen zu den ausbildungs- und berufsbegleitenden Studiengängen des mediacampus statt.

Azubistro
Das Azubistro ist Treffpunkt für den Branchennachwuchs. Hier könnt ihr Erfahrungen und Ideen austauschen, diskutieren und euch informieren – oder einfach Erholung vom Messe-Trubel finden. Selbstverständlich gibt es auch in diesem Jahr wieder eine Reihe von Veranstaltungen und Informationen: Lesungen, Diskussionen und Präsentationen. Zum Programm

Mittwoch, 14.10.2014

Vortrag: Insights aus der größten Social Media Studie weltweit: Wave8 – The Language of Content

  • Wann? 12.00 Uhr
  • Wo? Forum Börsenverein, Halle 3.1 H65
  • Was? Was ist eigentlich «Content Marketing»? Wie setze ich mich in diesem Wettbewerb um die Aufmerksamkeit durch? Was ist es denn, was der Konsument von mir als Marke in einem bestimmten Produktbereich erwartet? Antworten liefert die Social Media-Studie «Wave 8 – The Language of Content» der Media- und Marketingagentur UM, die im Vortrag vorgestellt wird.

Donnerstag, 15.10.2014

Vortrag: Warum Online-Vertrieb nicht teuer sein muss.

  • Wann? 10.00 Uhr
  • Wo? Forum Börsenverein, Halle 3.1 H65
  • Was? Beate Kukertz, Verlegerin von dotbooks, Christian Damke, Geschäftsführer von Open Publishing et al. diskutieren die Leistungen einer Auslieferung/ Distribution für E-Books im Zeitalter des Internets. 

Nachwuchslunch

  • Wann? 12.00 – 14.00 Uhr
  • Wo? Azubistro, Halle 4.1 A70/71
  • Was? Der Nachwuchslunch des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und seiner Landesverbände mit den Nachwuchssprecherinnen Ramona Niklaus und Catharina Schölzel  bietet Vernetzungsmöglichkeiten, Informationen rund um den Berufseinstieg und eine köstliche Suppe von der Gourmet Gallery.

Freitag, 16.10.2014

Podiumsgespräch: Über die (Un-) Vergänglichkeit von Solidarität 

  • Wann? 13.00 Uhr
  • Wo? Forum Börsenverein, Halle 3.1 H65
  • Was? Am Beispiel «Je suis Charlie» hat sich gezeigt, wie schnell Themen aus dem Fokus und in Vergessenheit geraten können. Im Rahmen unserer Diskussionsrunde stellen wir Beispiele vor, wie die Schnelligkeit des Vergessens in die Verteidigung unserer Grundwerte überführt werden kann und welche gesellschaftlichen Konsequenzen wir fürchten müssen, wenn Meinungsfreiheit zu einer Modeerscheinung verkommt. (Mit Rudolf Porsch, Springer Akademie, NN, Springer Akademie,Alexander Skipis, Börsenverein des Deutschen Buchhandels (angefragt), Ramona Nicklaus, Ullstein Buchverlage,  Nachwuchssprecherin des Börsenvereins (angefragt)

Samstag, 11.10.2014

Young Professionals Day

  • Wann? 12:00—16:00 Uhr
  • Wo? Business Club
  • Was? Mit Branchengrößen ganz einfach ins Gespräch kommen und diskutieren, auf was es ankommt, wenn man in der Buchbranche Fuß fassen möchte. Profitipps rund um die Karriere und zu den neuesten Trends im Publishing.
    Am Samstag öffnet der Frankfurter Buchmesse Business Club seine Pforten für den Branchennachwuchs und lädt gemeinsam mit dem mediacampus frankfurt und der Berufsbildung im Börsenverein Berufseinsteiger und Interessierte zum Young Professionals Day ein. Infos und Anmeldung.

Download Nachwuchs-Flyer

Nachklapp: Nachwuchsparlament 2015

Vom 18.–19. Juni 2015 fand das Nachwuchsparlament während den Buchtagen in Berlin statt. 100 Nachwuchskräfte der Branche konnten sich unter dem Motto „Für das Wort und die Freiheit“ in zahlreichen Sessions und Workshops mit  aktuellen Trends und Fragestellungen der Branche auseinandersetzen und mit „den Großen“ aus der Hauptversammlung diskutieren. In diesem Jahr wurden auch neue Nachwuchssprecherinnen gewählt: Catharina Schölzel (24 Jahre, Thalia) und Ramona Nicklaus (20 Jahre, Ullstein).

Ein Nachklapp in Tweets und Bildern:

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Frau Kolb, Bildungsdirektorin des Börsenvereins und Geschäftsführerin des mediacampus frankfurt, und die beiden (Noch-) Nachwuchssprecherinnen Lisa Keil und Jana Zawadzki eröffnen das Nachwuchsparlament.

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Vorstellung der AGs

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AG E-Book und AG Digital

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AG Social Media und AG Nachwuchsmarketing

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AG Orga

Auch die beiden Bewerberinnen für das Nachwuchssprecheramt stellen sich kurz vor. Hier war noch nicht klar, dass es wieder eine Doppelspitze geben würde.

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Keynote von Alexander Skipis

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Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, hielt seine Keynote zum Thema Meinungsfreiheit. Die Fragen und Diskussion der Teilnehmer beeindruckten ihn so sehr, dass er spontan zu einem Workshop auf dem mediacampus frankfurt einlud.

Patenschaftsprogramm

Paten

Auch in diesem Jahr konnten sich die Teilnehmer des NWPs wieder für das Patenschaftsprogramm bewerben. In der Mittagspause wurden sie mit ihren Paten aus der Branche zusammengebracht.

Session „Best of Nachwuchsparlament“

In der Session wurden die besten vier Präsentationen aus den diesjährigen Bewerbungsfragen vorgestellt.

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Christine Krause: Do’s and Don’ts des Autorenmarketings in Social-Media-Kanälen

session2

Stefanie Spiesecke: Selfpublishing und Buchhandel – Wie kann die Zusammenarbeit gelingen?

session4

Johanna Grab: Wie sich meine Meinung zum Thema E-Books gewandelt hat

session3

Cleo Ciba: Marketing-Kampagne für Berufe der Buchbranche

Exkursionen

Danach verstreuten sich die Nachwuchskräfte in Berlin zu den verschiedenen Exkursionen, u.a. in die Landesbibliothek und die BuchBox

Exkursion ZLB 2

Freitag

Am Freitagvormittag fanden die Workshops der verschiedenen AGs statt.

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Workshop Social-Media: Autorenmarketing

workshops4 workshops3

Workshop Nachwuchsmarketing: Wahrer der Meinungsfreiheit?! – Werbung für Berufe in der Branche

workshops6 workshops5

Workshop AG Digital: Selfpublishing und Buchhandel – Wie kann die Zusammenarbeit gelingen?

workshops7 workshops8

Workshop AG E-Book: Wir bauen live mit euch ein E-Book #DIY

Parlamentssitzung und Empfehlungen

Nach einer konstruktiven Parlamentssitzung wurden die dort formulierten Wünsche von den beiden neuen Nachwuchssprecherinnen Ramona Nicklaus und Catharina Schölzel in der Hauptversammlung vorgetragen.

Hier kam es zu gleich zwei positiven Überraschungen: Zum einen wurde aus der Mitgliedschaft  gefordert, den Tagesordnungspunkt „Empfehlungen des Nachwuchsparlaments“ zeitlich deutlich vorzuziehen. So sei gewährleistet, dass die Forderungen vor noch voll besetzten Reihen vorgetragen werden. Zum anderen fand der Wunsch zur Verankerung des Nachwuchsparlaments und des Sprecheramts so viel Anklang, dass einem entsprechenden Prüfantrag an den Vorstand spontan zugestimmt wurde.

Ein toller Abschluss für die Amtszeit von Jana und Lisa und ein fulminanter Startschuss für Ramona und Catharina!

Deutsch-französische Austauschprogramme: Jetzt bewerben!

Ab sofort können sich wieder junge Buchhändler, Verlagsmitarbeiter und Literaturübersetzer für die deutsch-französischen Programme der Frankfurter Buchmesse bewerben: das Programm für junge Buchhändler und Verlagsmitarbeiter und das Georges-Arthur-Goldschmidt-Programm für junge Literaturübersetzer. Bewerbungsschluss ist jeweils der 31. Juli 2015.

Austauschprogramm für junge Buchhändler & Verlagsmitarbeiter

Wann? Frühjahr 2016
Wo? In Deutschland und Frankreich
Was? Gruppenseminare + dreimonatiges Praktikum in Verlag, Buchhandlung oder Agentur des Nachbarlandes
Für wen? Junge Nachwuchskräfte bis 30. Bewerbungen aus den Bereichen Buchhandel, Rechte und Lizenzen, Buchvertrieb, e-books sind bevorzugt.
Wie? Bewerben kann man sich bis 31. Juli 2015
Gibt es dafür ein Stipendium? 
Ja, vom Deutsch-Französischen Jugendwerk in Höhe von 880 Euro im Monat
Wer organisiert das Programm? Das DFJW, das Bureau International de l’Édition Française und die Frankfurter Buchmesse in Zusammenarbeit mit dem Börsenverein des deutschen Buchhandels

Link: www.buchmesse.de/austauschprogramm

Goldschmidt-Programm für junge Literaturübersetzer

Wann? Erster Trimester  2016
Wo? In Deutschland und Frankreich
Was? Gruppenseminare, Verlagsbesuche und Übersetzungswerkstätten in beiden Ländern, Lesung
Für wen? Junge Literaturübersetzer unter 30 (35 in Ausnahmefällen) aus Deutschland, Frankreich und Schweiz
Wie? Bewerben kann man sich mit einem Übersetzungsprojekt bis zum 31. Juli 2015
Gibt es dafür ein Stipendium? Ja, vom Deutsch-Französischen Jugendwerk in Höhe von 900 Euro im Monat
Wer organisiert das Programm? Das DFJW, die Frankfurter Buchmesse, das Bureau International de l’Édition Française, die Kulturstiftung Pro Helvetia

Linkwww.buchmesse.de/goldschmidt

Bewerbung zum Nachwuchsparlament 2015 möglich

Auch 2015 findet wieder während der Buchtage in Berlin das Nachwuchsparlament statt. 100 junge Nachwuchskräfte erhalten die Möglichkeit am Programm der Buchtage und am Nachwuchsparlament teilzunehmen. Dazu gehören Vorträge und Diskussionen, spannende Exkursionen, Workshops, die Sitzung des Nachwuchsparlaments und natürlich die Teilnahme am Empfang der Berliner Buchtage.

Programm

Donnerstag, 18.06.

11:30 Uhr Begrüßung
12:00 Uhr Key-Note
12:30 Uhr Die AGs des Nachwuchsparlaments stellen sich vor
13:00 Uhr Kandidatur Nachwuchssprecheramt
13:30 Uhr Mittagspause / Patenprogramm – Kennenlernen
14:15 Uhr Teilnahme an den Sessions der Buchtage
15:15 Uhr Teilnahme an den Sessions der Buchtage
16:00 Uhr Kaffeepause
16:30 Uhr Exkursionen
19:30 Uhr Mitgliederfest (Lokomotivschuppen@Natur-Park Südgelände)

Freitag, 19.06.

9:00 Uhr Workshops

11:00 Uhr Parlamentssitzung

  • Ergebnisse der Workshops
  • Empfehlungen an die Hauptversammlung
  • Wahl eines neuen Nachwuchssprechers

14:00 Uhr Teilnahme an der Hauptversammlung
15:30 Uhr Ende der Hauptversammlung

Was tun, um dabei zu sein?

Wer am Programm teilnehmen möchte, muss eine kurze Bewerbung schicken. Die Bewerbung soll aus einer Powerpointpräsentation mit maximal 6 Folien bestehen, inklusive einer Titelfolie mit Name, Alter, Adresse, Mailadresse sowie dem aktuellen Arbeitgeber oder dem Studiengang.

Machen Sie sich Gedanken zu einem der folgenden Themen und fassen Sie diese in einer Powerpointpräsentation mit 4-5 Folien (oder dem angegebenen Format) zusammen:

  • Social Media: Stelle mögliche Do’s und Don’ts von Autorenmarketing in Social-Media-Kanälen mit entsprechenden Beispielen in einer Präsentation dar.
  • eBook: 1. Schreibe einen Essay (2000-5000 Zeichen) zum Thema „(Wie) hat sich deine Meinung zu E-Books gewandelt?“
    oder
    2. interviewe einen Kollegen oder anderen Branchenangehörigen über seine Meinung zu E-Books und wie sich diese möglicherweise in der letzten Zeit verändert hat.
  • Digital: Wie kann die Zusammenarbeit von Selfpublishern und Buchhandel ermöglicht werden? Entwickle eine Idee, die beide Seiten dabei unterstützt.
  • Nachwuchsmarketing: Unternehmen wie Daimler (http://www.daimler.com/karriere/schueler/ausbildung/technische-berufsausbildung/), Adidas (http://www.adidas-group.com/de/karriere/unser-angebot/), IBM (http://www-05.ibm.com/employment/de/schueler/index.shtml), die Deutsche Bank (http://ausbildung.deutsche-bank.de/#pi_10793) oder auch die Handwerksbranche (https://www.handwerk.de/kampagne/die-motive.html) verwenden bei der Ausbildungs- und Karrierewerbung Motive und Slogans, die idealistische Werte vermitteln.Wie könnte eine ähnliche Kampagne für die Buchbranche aussehen? Welche Werte spielen in unserer Branche eine Rolle?
  • Verfasse ein Essay über maximal eine Seite, indem du mögliche Antworten auf diese Fragen vorstellst und einen Vorschlag für einen Leitsatz oder Kampagnentitel formulierst (z.B. „Wahrer der Meinungsfreiheit: Berufe in der Buchbranche“)

Die Aufgabe muss bis spätestens 17.05.2015 an folgende Mailadresse gesendet werden: nachwuchsparlament@boev.de.

Weitere Informationen gibt es hier.

„made by Azubi“: Wer hat die beste Buchhandels-Idee?

Kostenlose Teilnahme bei der AkS-Jahrestagung zu gewinnen:

Die besten von Azubis im Buchhandel erdachten Marketing-Aktionen, Veranstaltungsformate oder Warenpräsentationen können bis zum 15. Mai beim Arbeitskreis unabhängiger Sortimente (AkS) eingereicht werden. Der Gewinn: Eine kostenlose Teilnahme bei der AkS-Jahrestagung am 27. und 28. Juni 2015 in Mannheim. Die Reisekosten werden übernommen.

Die Azubis der drei Gewinnerprojekte können ihre Projekte dann bei der AkS-Jahrestagung vorstellen.

„Unser Ziel ist es, den Austausch zwischen den Buchhändler-Generationen zu fördern und zu zeigen, wie kreativ und tatkräftig unser Branchennachwuchs ist“, sagt Lisa Keil, eine der Sprecherinnen des Nachwuchsparlamentes im Börsenverein, die die Idee zur Verlosung hatte.

Ausbilder und Azubis von Mitgliedsbuchhandlungen können sich formlos mittels einer Beschreibung, Skizzen oder Fotos bewerben. Dazu genügt eine Mail bis zum 15. Mai 2015 an aks@boev.de.

Ansprechpartner für Rückfragen im Sortimenter-Ausschuss ist Lothar Sand: Telefon: +49 (0)69-13 06-331, E-Mail: sand@boev.de

Karrieretag Buch und Medien 2015

Auch dieses Jahr findet wieder der Karrieretag Buch und Medien auf der Leipziger Buchmesse statt. Traditionell am Messefreitag können sich Auszubildende, Studenten, Volontäre und Young Professionals aus der Buchbranche über die neuesten Entwicklungen informieren. Darüber hinaus finden Veranstaltungen für Schüler und Brancheneinsteiger statt, die grundsätzlich über Möglichkeiten informieren. Das umfangreiche Programm, bestehend aus Podiumsdiskussionen, Vorträgen, Workshops und Speed-Datings, wird ergänzt durch die aktive Teilnahme von Unternehmen und Dienstleistern der Branche. Außerdem befinden sich direkt vor den Fachforen Informationsstände z.B. der Jungen Verlagsmenschen oder des mediacampus frankfurts.

Ein Extratipp sind die stattfindenden Recruiting-Gespräche mit Experten aus der Branche. Bewerber können sich dort direkt vorstellen und Kontakte knüpfen. Eine vorherige Anmeldung mit einem Motivationsschreiben und Lebenslauf ist erforderlich.

Das gesamte Programm ist unter ausbildung-buchhandel.de zu finden.

Rückblick Patenschaftsprogramm 2014

Patenschaftsprogramm

Das Patenschaftsprogramm wurde 2013 vom Verlegerausschuss in Kooperation mit der Abteilung Berufsbildung ins Leben gerufen. Dies ermöglicht es ausgewählten Nachwuchskräften, sich über ein Jahr hinweg mit einem Branchenprofi zu vernetzen und auf diese Weise Einblicke in die Arbeit des Paten zu erhalten, die sonst nicht möglich wären.

Feedback von den Teilnehmern aus 2014

Von Johannes Janßen: Wie sonst als durch das Patenprogramm kommt man zur Buchmesseeröffnungsfeier? Oder zur Sortimenteraussschussitzung? – Türen, die normalerweise nicht so leicht zu öffnen sind. Insgesamt gab mir das Programm die Möglichkeit, meinen Blick zu weiten und mich umzutun in der großen weiten Bücherwelt. Ich konnte Kontakte knüpfen, die sicher bei den nächsten Messen weiter gepflegt werden. Und dass man dabei feststellt, dass auch CEOs nur Menschen sind, war ein hübscher Nebeneffekt.

Von Stephanie Hübner: Das Patenschaftsprogramm war für mich eine echte Bereicherung. Ich habe mich mit Frau Metzner alle ein bis zwei Monate getroffen und wir haben viele interessante Gespräche geführt. In Frankfurt haben wir uns auf der Messe getroffen und sie hat mich dort in eine Besprechung mit Grafikern und einer Marketing-Mitarbeiterin genommen. Das war für mich besonders spannend, weil ich so miterleben konnte, wie Marketingmaßnahmen in der Praxis geplant und umgesetzt werden.
Auch die Teilnahme am Verlegerausschuss war eine tolle Ergänzung sowie die Gelegenheit ein paar Köpfen der Branche zu begegnen (und sich als Studentin eine „Vitamin B“-Spritze abzuholen😉 ).
In einem Satz: Ich habe durch das Programm einen tieferen Einblick in die Branche bekommen und verstehe viele Zusammenhänge besser, kann sie praktischer nachvollziehen.

Von Nathalie Mock: Patenkind zu sein war für mich eine bereichernde Erfahrung, und Frau Bickel als Patin zu bekommen hat sich als Glücksfall herausgestellt. Die Teilnahme an den Berliner Buchtagen und ganz besonders die Teilnahme an der Feier am Abend war durch Frau Bickels Führung sehr lehrreich und unterhaltsam. Leider hat ein Treffen während der Frankfurter Buchmesse nicht geklappt, weil ich als Buchhändler-Azubi in der Messewoche im Laden sein musste. Das nächste (und momentan letzte Treffen) fand dann zur Versammlung des Sortimenter-Ausschusses statt. Ich durfte bei der SoA-Sitzung zugegen sein und habe einen spannenden Einblick in die Arbeit des Börsenvereins bekommen, die Mühen und die Arbeit, die hinter allem steckt. Vor der Versammlung hat ein Treffen „ganz privat“, ausschließlich mit meiner Patin, uns beiden die Gelegenheit gegeben, sich auszutauschen. Wir halten immer noch E-Mail-Kontakt und hoffen beide, dass ein Treffen auf der Leipziger Buchmesse diesmal klappen wird.
Ein tolles Erlebnis, für Azubis allerdings auch mit Stress verbunden, denn man muss sich für all die Termine frei nehmen, was nicht immer klappt, da zumindest ich zu dem Zeitpunkt, als ich die Zusage bekam, bereits meinen gesamten Urlaub genommen hatte. Ich hätte mir gerne besonders beim ersten Zusammentreffen mehr Zeit mit dem Paten gewünscht. Außerdem hätte ich mich über eine Abschluss-/Verabschiedungsveranstaltung mit allen Teilnehmern gefreut. Insgesamt bin ich allerdings sehr froh, mich beworben zu haben, es ware eine gute Gelegenheit, über den „Kleiner Buchhändlertellerrand hinauszuschauen.

Von Cleo Ciba: Ich habe Herrn Sambeth bei der gemeinsamen Vorstellungsrunde mit allen Teilnehmern kennengelernt und mich danach mit ihm beim Mitgliederfest getroffen, bei welchem er mich herumgeführt und in Kontakt mit sehr vielen, in unterschiedlichen Bereichen der Buchbranche tätigen, Personen gebracht hat. Was mich dabei am nachhaltigsten beeinflusst hat, war letztlich der Eindruck, dass alle diese Menschen wirklich hinter dem Produkt Buch stehen und gerne damit und dafür arbeiten.
Das nächste Treffen fand während der Frankfurter Buchmesse 2014 statt. Wir haben uns am Stand von Random House getroffen und ich habe von Herrn Sambeth einiges zur Buchmesse im Allgemeinen und besonders zum Auftritt von Random House erfahren können. Im November haben wir uns dann bei der Verlegerausschusssitzung wiedergetroffen, bei der wir erst eine kurze Einführung erhalten und anschließend der Konferenz beigewohnt haben.
Zusätzlich zu diesen Terminen habe ich Herrn Sambeth in München besucht, wo er mir die Random House Verlage gezeigt und sich viel Zeit für ein persönliches Gespräch genommen hat. Insbesondere bei diesem Treffen habe ich sehr viele Fragen zum Verlagswesen, der Buchbranche und zu Herrn Sambeths Tätigkeiten im Speziellen beantwortet bekommen und einen besonderen Einblick erhalten.
Besonders durch das Gespräch mit Herrn Sambeth habe ich noch einmal eine ganz andere Perspektive auf das Verlagswesen und auch auf die Karrieremöglichkeiten innerhalb dieser bekommen.
Durch die vielen neuen Eindrücke und beantworteten Fragen habe ich jetzt nicht mehr nur eine Vorstellung von der Buchbranche, sondern einen eigenen persönlichen Eindruck von den beruflichen Möglichkeiten im Verlagswesen, und den Menschen, die hinter den Büchern stehen, der mir sicherlich dabei helfen wird, meinen Platz in dieser Branche zu finden.

Auch 2015 haben Nachwuchskräfte die Möglichkeit am Patenschaftsprogramm teilzunehmen. Informationen in Kürze auf ausbildung-buchhandel.de

Termine 2015

Januar

Young Professionals Media Academy

  • Wann? 29. bis 31. Januar 2015
  • Wo? mediacampus frankfurt
  • Was? Die Deutsche Fachpresse bietet mit der Young Professionals‘ Media Academy interessierten Nachwuchskräften der Branche wieder ein aussagekräftiges Fortbildungsangebot mit hochkarätigen Referenten. Mit dabei sind unter anderem Stefan Nowak (Haufe-Lexware), der über Informationslösungen von Fachmedienhäusern sprechen wird, und Jan Reichelt (Mendeley), der sich dem Thema „Denken in Netzwerken“ annimmt. B2B-Marketing aus Kundensicht erläutert wiederum Rainer Schopp (Uhlmann-pac Systeme), während Holger Knapp (dfv Mediengruppe) über Strategien in Fachmedienhäusern sprechen wird. Dr. Marco Olavarria (Kirchner und Robrecht) bietet einen praxisorientierten Workshop zum Thema Business Model Generation an. Die Teilnehmerzahl ist auch in diesem Jahr wieder beschränkt, deshalb wird eine rasche Anmeldung empfohlen.

Februar

Azubitag auf der BücherBörse Rhein-Ruhr

  • Wann? 01. Februar 2015
  • Wo? NH Hotel Oberhausen, Düppelstrasse 2, 46045 Oberhausen
  • Was? Seit 2010 lädt die Bücherbörse Oberhausen die Auszubildenden der NRW-Buchbranche zu einem Seminar, zum Informationsaustausch mit Verlagsvertretungen sowie zu einem gemeinsamen Ausklang des Messesonntags ein. In diesem Jahr können Auszubildende mit Gästen aus dem KV&H Verlag über Kalender sprechen sowie bei einem Buffet andere Nachwuchskräfte der Branche kennenlernen.

Schnuppertag zum Studium am mediacampus frankfurt

  • Wann? 08. Februar 2015
  • Wo? mediacampus frankfurt
  • Was? Informationstag am mediacampus frankfurt mit Campusbesichtigung, Probevorlesung zu den Themen (Medien-)Marketing/Marktforschung und Lektorat/Produkt- und Programmmanagement sowie Kennenlernrunden mit Studenten und Absolventen.

Schnupperabend zum Fachwirt des Buchhandels (IHK) am mediacampus frankfurt

  • Wann? 17. Februar 2015
  • Wo? mediacampus frankfurt
  • Was? Für alle, die die Zukunft des Buchhandels mitgestalten wollen, indem sie nach ihrer Ausbildung einen höher qualifizierten Abschluss erlangen, eine Führungsposition anstreben oder eine eigene Buchhandlung eröffnen, bieten der mediacampus die Aufstiegsfortbildung zum «Fachwirt des Buchhandels (IHK)» an. Während des Schnupperabend haben Interessenten die Möglichkeit, die Inhalte und Finanzierungsmöglichkeiten sowie die Dozenten kennenzulernen.

Recruiting Day 2015 – Wanted: Kluge Köpfe für den Wandel

  • Wann? 28. Februar 2015
  • Wo? Literaturhaus München
  • Was? Die zunehmende Digitalisierung verändert die Anforderungen an Personalstruktur und Jobprofile in Verlagen enorm. Wie diese Jobprofile heute und in Zukunft aussehen und welche Anforderungen Verlage und Medienunternehmen an junge Arbeitnehmer richten, erfahrt Ihr auf dem inzwischen 3. Recruiting Day der Akademie der Deutschen Medien. Studierende und Auszubildende, aber auch Volontäre und andere Young Professionals haben die Möglichkeit, Verlagsunternehmen unmittelbar kennenzulernen und mit ihnen in Kontakt zu treten. Neben Führungskräften aus renommierten Medienhäusern, die die vielfältigen Karriereperspektiven in ihren Häusern vorstellen, berichten junge Mitarbeiter über ihre Erfahrungen beim Einstieg in die Branche und ihre Entwicklungsmöglichkeiten.

März

Karrieretag auf der Leipziger Buchmesse

  • Wann? 13. März 2015
  • Wo? Leipziger Buchmesse
  • Was? Jedes Jahr findet im Rahmen der Leipziger Buchmesse der Karrieretag Buch und Medien statt – eine gemeinsame Aktion der Abteilung Berufsbildung und der Leipziger Buchmesse in Kooperation mit dem Börsenblatt. Einen ganzen Tag lang können sich Auszubildende, Studenten, Volontäre und Young Professionals aus der Buchbranche über die neuesten Entwicklungen informieren. Darüber hinaus finden Veranstaltungen für Schüler und Brancheneinsteiger statt, die grundsätzlich über Möglichkeiten informieren. Das umfangreiche Programm, bestehend aus Podiumsdiskussionen, Vorträgen, Workshops und Speed-Datings, wird ergänzt durch die aktive Teilnahme von Unternehmen und Dienstleistern der Branche.

Juni

Buchtage und Nachwuchsparlament Berlin

  • Wann? 17. bis 19.06.2015
  • Wo? bcc am Alexanderplatz in Berlin
  • Was? Die Buchtage Berlin sind das größte Branchentreffen der deutschen Buchverlage und Buchhandelsunternehmen. Seit 2009 gibt es währenddessen ein extra Programm für den Nachwuchs der Branche. Ziel ist es, jungen Leuten aus Buchhandlungen und Verlagen ein gemeinsames Forum zu bieten. An zwei aufeinanderfolgenden Tagen werden Fachthemen diskutiert, Workshops gestaltet, Exkursionen besucht und Kontakte geknüpft. Dieses Jahr wird zudem ein neuer Nachwuchssprecher / eine neue Nachwuchssprecherin gewählt, der die Belange von Berufseinsteigern in verschiedenen Zusammenhängen vertritt, z.B. im Börsenverein, im Ausschuss für Berufsbildung, in der Branchenpresse und auf Veranstaltungen.

September

Azubischifffahrt auf dem Rhein

  • Wann? 13. September 2015
  • Wo? Zwischen Köln und Königswinter auf dem Rhein
  • Was? Bereits seit zehn Jahren haben Auszubildende aus Verlagen und Buchhandlungen die Möglichkeit, wichtige Eindrücke über die vielfältige Berufswelt und Weiterentwicklungschancen der Branche auf einer Reise zwischen Köln und Königswinter zu erhalten. Experten aus den verschiedenen Branchensparten stellen sich zur Verfügung und geben in Einzelgesprächen über sich und ihre Arbeit Auskunft. So können die TeilnehmerInnen ganz nebenbei neue tragfähige Kontakte knüpfen und Wichtiges über Arbeitsalltag und Karriereplanung erfahren. Bordverpflegung und Lesungen sorgen dafür, dass der Tag für alle an Bord unvergesslich wird. Abgerundet wird das Programm durch eine Tombola und das Medien-Quiz, die dank der freundlichen Spenden von Sponsoren mit attraktiven Preisen locken.

Oktober

Frankfurter Buchmesse

  • Wann? 14. bis 18.10.2015
  • Wo? Messe Frankfurt
  • Was? Ob Azubistro, Next Generation Area, Beratung am Börsenvereinsstand oder am mediacampus: Die Frankfurter Buchmesse bietet zahlreiche Informations- und Netzwerkmöglichkeiten für Einsteiger und Nachwuchskräfte.

Vorstand meets Nachwuchs 2014

© mediacampus frankfurt

© mediacampus frankfurt

Am 18.11.2014 fand ein Treffen von insgesamt 24 Auszubildenden und dem Vorstand des Börsenvereins auf dem mediacampus statt. Vom Vorstand waren da: Heinrich Riethmüller (Osiander), Matthias Heinrich (Brockhaus), Claudia Reitter (Random House), Rudolf Frankl (dtv), Detlef Büttner (Lehmanns), Matthias Ulmer (Ulmer Verlag), Stefan Könemann (Barsortiment Könemann), Helmut Stadeler (Verlag Bussert & Stadeler), Thomas Wrensch (Buchhandlung Graff), Geschäftsführer des Börsenvereins Alexander Skipis sowie Bildungsdirektorin und Geschäftsführerin des mediacampus Monika Kolb.

Nach einem leckeren gemeinsamen Abendessen ging die Fragerunde los: Es wurden mehrere Fragen bereits im Vorfeld ausgearbeitet und in verschiedene Themenbereiche gegliedert. Der erste Themenkomplex drehte sich um die Ausbildung. Aus den Aussagen insbesondere von Alexander Skipis wurde deutlich, dass der Vorstand dem Buchhandel große Zukunftschancen zurechnet.

Auch wenn die Branche bezüglich des Gehalts nicht mit anderen Branchen mithalten kann: Aufgrund des Fachkräftemangels steigt die Konkurrenz um geeignete Auszubildende. Unternehmen müssen demnach ihren Nachwuchskräften mehr bieten, um sie als Auszubildende und Angestellte anzulocken. Ebenfalls angesprochen wurde die Problematik der verschiedenen Zuständigkeiten der IHKs und Kultusministerien. Dies verursache oft Probleme, z.B. wenn Auszubildende weite Fahrten zurücklegen müssen, nur um an den richtigen Prüfungsort zu gelangen. Hier werde man entsprechende Gespräche führen und Lösungen suchen.

Der zweite Themenkomplex widmete sich der Buchmarketing-Kampagne Vorsicht Buch. Der Nachwuchs wünschte sich eine noch höhere Präsenz im Netz und brachte den Vorschlag an, die Sprüche der Facebookseite zu drucken. Danach wurde über Amazon gesprochen bzw. diskutiert.

Abschließend erzählte jedes Vorstandsmitglied wie er in die Buchbranche kam und was er am Buchhandel so toll findet.

Rundum ein interessanter Abend.

 Bericht von Anna-Lena Wingerter & Maximilian Krüger

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Veranstaltungstipp: Buch Wien

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Nach der Frankfurter Buchmesse ist vor der Buch Wien: Vom 13.–16. November 2014 findet diese wieder statt und auch dort dreht sich eine Veranstaltung um neue Berufsbilder und die Zukunft des Buches:

Donnerstag, 13.11.2014

„Neue Märkte für Bücher“ – Gesprächsrunde mit Doris Lind

  • Wann? 19.00 Uhr
  • Wo? Buchhandlung Buchkontor, Kriemhildplatz 1, 1150 Wien
  • Was? Literaturmanagerin und Literaturvermittlerin, Texterin und Texttrainerin: Das alles und noch einiges mehr ist die Steirerin Doris Lind, die sich im Jahr 2010 selbstständig gemacht hat, um ihrer Liebe zum Wort und zur Literatur in verschiedensten beruflichen Ausprägungen nachzugehen. Davor war sie unter anderem Projektmanagerin bei „Graz 2003 – Kulturhauptstadt Europas“  und leitete die Presseabteilung des Universalmuseums Joanneum. Wir freuen uns sehr, dass wir Frau Lind für ein Gespräch im Buchkontor gewinnen konnten – wir unterhalten uns unter anderem über neue Berufsbilder, das spannende Thema „Interior Design mit Büchern“, Selbstständigkeit und natürlich auch ein bisschen über die Zukunft des Buchs. Eure Fragen sind gewünscht!

 Weitere Informationen zum Programm und zur Messe.

 

 

Termine für den Nachwuchs auf der FBM

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Termine für den Buchbranchennachwuchs auf der Frankfurter Buchmesse auf einen Blick:

Mittwoch, 08.10.2014

Vortrag: Persönlich, grün, engagiert. Das Erfolgskonzept einer Buchhandlung

  • Wann? 14.00 Uhr
  • Wo? Forum Börsenverein, Halle 4.0 D106
  • Was? Wie eine Vielzahl zielgruppenorientierter Ideen die Persönlichkeit einer Buchhandlung prägt, berichtet David Mesche (Mitgründer der BUCHBOX!)

Donnerstag, 09.10.2014

Nachwuchslunch

  • Wann? 12.00 – 14.00 Uhr
  • Wo? Azubistro, Halle 4.1 A70/71
  • Was? Der Nachwuchslunch des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und seiner Landesverbände mit den Nachwuchssprecherinnen Jana Zawadzki und Lisa Marie Keil bietet Vernetzungsmöglichkeiten, Informationen rund um den Berufseinstieg und eine köstliche Suppe von der Gourmet Gallery.

Podiumsgespräch: Treffpunkt Nachwuchskräfte – Networking rund ums Buch

  • Wann? 14.00 Uhr
  • Wo? Forum Börsenverein, Halle 4.0 D106
  • Was? Wo finde ich Informationen? Welche Veranstaltungen kann ich besuchen? An wen kann ich mich bei Fragen oder mit Vorschlägen wenden? Wo kann ich mich mit anderen Nachwuchskräften der Branche austauschen? Die Nachwuchssprecherinnen des Börsenvereins Lisa Maria Keil (Osiandersche Buchhandlung) und Jana Zawadzki (Mayersche Buchhandlung) geben euch in einer interaktiven Gesprächsrunde Antworten auf diese Fragen.

Freitag, 10.10.2014

Messeführungen der Verlage der Zukunft

  • Wann? 10.00 – 12.00 Uhr
  • Wo? Startpunkt wird noch bekannt gegeben
  • Was? Drei Führungen zu verschiedenen Themen: Kinderbuchverlage, Karrierefrauen in der Buchbranche und dem skandinavische Buchmarkt. Anmelden könnt ihr euch bis zum 19.09.2014 – die Führungen sind kostenlos und auch die Eintrittskarte bekommt ihr geschenkt.

Vortrag: Everyone’s got a story – Fazit aus 2600 Lebensgeschichten

  • Wann? 17.00 Uhr
  • Wo? Forum Börsenverein, Halle 4.0 D106
  • Was? Arbeitswelten verändern sich, aber was immer als Konstante bleibt ist der Mensch. Ali Mahlodji, Gründer von WHATCHADO.COM – dem Handbuch der Lebensgeschichten – hat im Laufe der letzten drei Jahre mit über 2600 Menschen aus über 100 Nationen über ihr Leben und ihre Karriere gesprochen und erfahren, warum die Geschichte jeder Person das wichtigste Asset am Arbeitsmarkt ist und den Unterschied ausmacht.

Samstag, 11.10.2014

Next Generation Saturday

  • Wann? 15:00—16:30 Uhr
  • Wo? Business Club
  • Was? Unter dem Motto «Next Generation» öffnet der Frankfurter Buchmesse Business Club am Messe-Samstag seine Pforten dem Branchennachwuchs. High Potentials, Newcomer und Berufseinsteiger können an einem Speed-Dating von  mit führenden Köpfen der Branche teilnehmen. Infos und Anmeldung

Mittwoch – Sonntag

Stand des mediacampus frankfurt und der Berufsbildung des Börsenvereins
In Halle 4.0 Stand D 85 bekommt ihr alle allgemeinen Informationen zur Aus- und Weiterbildung in der Buchbranche sowie eine Beratung zu den speziellen Angeboten des mediacampus.

Next Generation Area in Halle 4.1 A10
Für die nächste Generation des Publishing hat die Frankfurter Buchmesse erstmals einen eigenen Ort geschaffen. In der Next Generation Area haben innovative Branchen-Netzwerke ihre eigenen Präsenzen mit Infotischen, Visitenkartenboxen uvm. Interessierte Nachwuchskräfte können sich außerdem im gemeinsamen Jobcenter des Börsenblattes und des Börsenvereins Abt. Berufsbildung über offene Stellenangebote der Publishing Branche informieren.

Azubistro
Das Azubistro ist Treffpunkt für den Branchennachwuchs. Hier könnt ihr Erfahrungen und Ideen austauschen, diskutieren und euch informieren – oder einfach Erholung vom Messe-Trubel finden. Selbstverständlich gibt es auch in diesem Jahr wieder eine Reihe von Veranstaltungen und Informationen: Lesungen, Diskussionen und Präsentationen. Zum Programm

 

Deutsch-französisches Programm für junge Buchhändler und Verlagsmitarbeiter

Das deutsch-französische Austauschprogramm für junge Buchhändler und Verlagsmitarbeiter bietet jährlich 20 ausgewählten jungen Stipendiaten von April bis Juni die Möglichkeit, an einem dreimonatigen Praktikum im Nachbarland teilzunehmen. Neben Nachwuchsförderung setzt sich das seit über zwanzig Jahren bestehende Programm interkulturellen Dialog und den Aufbau eines nachhaltigen deutsch-französischen Netzwerks zum Ziel.

Teilnehmen kann jeder, der eine abgeschlossene Ausbildung oder ein abgeschlossenes Studium hat und max. 29 Jahre alt ist. Gute französische Sprachkenntnisse sind Voraussetzung. Das Programm findet von Januar bis April 2015 und beinhaltet einen 2-wöchigen Vorbereitungskurs auf Sprache und Kultur, das 3 monatige Praktikum und ein Auswertungsseminar.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der Frankfurter Buchmesse.

 

Nachklapp: Nachwuchsparlament 2014

Vom 05.–06. Juni 2014 fand das Nachwuchsparlament während den Buchtagen in Berlin statt. 100 Nachwuchskräfte der Branche konnten sich in zahlreichen Sessions und Workshops mit den aktuellen Trends und Fragestellungen der Branche auseinandersetzen und mit „den Großen“ aus der Hauptversammlung diskutieren. Natürlich kam auch das Netzwerken und Visitenkarten sammeln nicht zu kurz.

Ein kleiner Nachklapp:

Donnerstag

Eröffnung und Key-Note

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Nadine Klein, Berufsbildung Börsenverein, und die beiden Nachwuchssprecherinnen Jana Zawadzki und Lisa Maria Keil eröffneten das Nachwuchsparlament.

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Key-Note-Sprecher David Mesche (Buchbox Berlin) gab Einblicke in das Erfolgskonzept seiner Buchhandlung und steckte die Nachwuchskräfte mit seinem Gründergeist an. Seine Präsentation ist hier abrufbar.

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Andreas Winiarski (Rocket Internet) ermutigte „einfach mal den Chef anzusprechen“ und die Träume zu bewahren, bis man an der Position ist, sie umzusetzen.

Session der AG Digital „Homepage, Social Media, SEO und Co – Wie können sich unabhängige Verlage im Internet positionieren?“

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Armin Gmeiner und Petra Wendler berichteten, wie sie im Gmeiner Verlag Social Media & Co. einsetzen.

Session der AG E-Book „Berufsbilder im Digitalzeitalter – Qualifikationsanforderungen im Bereich E-Book“ mit Anja Paquin (Bommersheim Consulting)

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Über Veränderungen der Berufsbilder in der Branche und den Weg digitales Wissen aufzubauen, berichtete Anja Paquin (Bommersheim Consulting). Danach hatten die Nachwüchsler die Möglichkeit sich mit Branchenerfahrenen im digitalen Bereich auszutauschen und sich Tipps geben zu lassen.

Exkursionen

Organisiert vom Nachwuchsnetzwerk Berlin ging es in diesem Jahr zu Buchsegler, Suhrkamp, Epubli, Literaturagentur Graf & Graf, ins Literaturhaus und zur Agentur MetaDesign.
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Freitag

Workshop AG Social Media

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Die Social Media AG befasste sich im Workshop mit der Zukunft des Lesens und Social Reading.

Workshop Nachwuchsmarketing

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Zahlreiche Ideen entstanden im Workshop der beiden Nachwuchssprecherinnen zu einem erfolgreichen Nachwuchsmarketing in der Branche.

Workshop AG E-Book

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Nach Impulsvorträgen von Tobias Schmid (Osiandersche Buchhandlung) und Dr. Kerstin Emrich (Leiterin Unternehmenskommunikation, Sparkasse Kulmbach-Kronach Kulmbach) malten sich die Teilnehmer eine „Booktique der Zukunft“ aus.

Workshop AG Digital

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Mit Martin Fröhlich (Paper C) tüfftelte die AG und die Teilnehmer an konkurrenzfähigen Projekten im E-Publishing-Bereich.

Empfehlungen an die Hauptversammlung

In der Parlamentssitzung wurden die Ergebnisse der einzelnen Workshops kurz vorgestellt und dann gemeinsam Empfehlungen an die Hauptversammlung des Börsenvereins erarbeitet. Dabei wurde heiß diskutiert und sogar neue AGs gegründet.

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Und auch danach ging’s weiter:

Infos zu den AGs

 

Neu gegründete und bereits bestehende AGs

Viele neue Ideen, Impulse und auch einige neue AGs sind während des Nachwuchsparlaments 2014 entstanden. Jetzt heißt es, die Verbesserungsvorschläge auch umzusetzen. Diese AGs freuen sich auf euren Input und weitere Mitglieder:

AG Oganisation

Aus dem Wunsch unter anderem nach einer Tagesordnung und mehr Verschränkungen im Programm der Buchtage und des Nachwuchses hat sich eine AG gegründet, die an der Organisation des Nachwuchsparlamentes mitarbeitet. Ansprechpartnerin ist Sarah Wiedenhöft (sarah.wiedenhoeft(at)gmx.net)

AG Neulinge

Nachdem vielfach gefordert wurde, die Teilnehmer, die das erste Mal beim Nachwuchsparlament dabei sind, besser darüber zu informieren, hat sich auch zu diesem Thema eine AG gegründet. Unter anderem soll eine Infomappe erstellt werden, die an die Teilnehmer ausgegeben wird. Ansprechpartnerin ist Stephanie Hübner (stephanie-huebner(at)gmx.de)

AG Recht

Jost Schmidt sucht für seine AG zum Thema Recht in der Buchbranche Interessierte, die mitarbeiten wollen.
Kontakt: Jost-Leo.Schmidt(at)fischerverlage.de

AG Nachwuchsmarketing

Nach einem inspirierenden und produktiven Workshop möchten die Nachwuchssprecherinnen weiter am Thema Nachwuchsmarketing arbeiten und haben zu diesem Zweck eine AG gegründet. Wer mitarbeiten möchte, kann sich unter nachwuchssprecher(at)gmx.org melden.

AG Vernetzung & Information

Ziele:
– eine Stabile Infrastruktur schaffen, die eine gute Vernetzung des Branchennachwuchs ermöglicht
– bestehende Netzwerke stärken oder ein neues schaffen
– Informationen besser aufbereiten und verbreiten
– Geschwindigkeit der Informationsverbreitung erhöhen
– die Reichweite von Informationen erhöhen
– die Infrastruktur pflegen
– Nachwuchs für Nachwuchs (eine Art Patenprogramm untereinander)
– die Nachwuchsnetzwerke in den Landesverbänden stärken bzw. gründen wo es noch keine gibt
Kontakt: Maximilian Krüger (Maxi.Krueger1(at)gmx.de)

Bereits bestehende AGs

AG Digital

AG E-Book

AG Social Media

Wer wir sind: AG E-Books

Wer wir sind?

Leitung:
Anita Luttenberger (Lektorat Belletristik & Sachbuch, Braumüller Verlag)

Mitglieder:

Tony Stubenrauch
Richard Haupt
Philipp Woerz
Franziska Kunze
Leona Stahlmann
Benjamin Böss
August Werner

Wer ist die Zielgruppe?

Alle, die sich für E-Books und die damit einhergehenden Entwicklungen auf dem Buchmarkt interessieren und sich darüber austauschen wollen.

Was wird gemacht?

Intensiver Austausch zu Themen wie E-Book-Formate, E-Books im Buchhandel, digitaler Vertrieb, Self-Publishing.
Aktive Teilnahme bei Branchenveranstaltungen wie dem E-Book Camp in München am 15. Februar 2014
Vorbereitung der Berliner Buchtage 2014

Wo?

Online über Skype-Konferenzen und Mailinglisten
Treffen bei Buchmessen und anderen Branchenevents

Wie kann ich mitmachen?

Einfach eine E-Mail an Anita Luttenberger (anita.luttenberger(at)gmail.com) senden und schon bist du im Verteiler. Dann kannst du entscheiden, wo und wie du mitmachen möchtest.

Die AG auf den Buchtagen 2014

Session am Donnerstag
Berufsbilder im Digitalzeitalter – Qualifikationsanforderungen im Bereich E-Book
E-Books sind heutzutage nicht mehr aus der Buchwelt wegzudenken. Stellt sich die Frage: Welche Fähigkeiten und Kompetenzen braucht man oder sollte man mitbringen, wenn man sich beruflich mit E-Books beschäftigen möchte? Anja Paquin von Bommersheim Consulting zeigt auf, wie Grundlagenwissen aussehen könnte und welche Wege es gibt, dieses Wissen aufzubauen.

Workshop am Freitag
„Darf´s noch ein Buch sein?“ – Die Booktique der Zukunft
Die Buchhandlung – Auslaufmodell oder Wohlfühloase der Zukunft? Werden wir aufhören, in Buchhandlungen zu gehen und nur noch bei Marktführern im Internet bestellen oder träumen wir von einer medienunabhängigen Buchhandlung, die all unsere Bedürfnisse befriedigt? Wenn ja, wie soll sie aussehen? Ein Kaffeehaus mit Büchern?
Tobias Schmid (Osiandersche Buchhandlung) und Dr. Kerstin Emrich (Leiterin Unternehmenskommunikation, Sparkasse Kulmbach-Kronach Kulmbach) widmen sich in Impulsvorträgen diesem Thema und geben reichlich Anstoß zum Nachdenken.

Was 2013 geschah?

RÜCKBLICK – E-Book-Showroom auf den Berliner Buchtagen 2013
Umblättern, Notizen machen, Filme abspielen – Was muss ein E-Book leisten, damit es einen echten Mehrwert für den Nutzer bietet? Diese Frage stellten wir uns und der Branche in unserem „E-Book-Showroom“ auf den Buchtagen 2013 in Berlin.
Das Ergebnis war eindeutig: Pony Zauberfee ging als klarer Sieger aus der Abstimmung hervor. Das Konzept mit Sounds, Animationen und einer Mitlese-Funktion kam sehr gut an.
Auf den folgenden Plätzen landeten die E-Book-Soap „So verliebt, so verwirrt, so schön“, der Reisebericht „The Incredible Ride“ und das Was-ist-Was-E-Book „Pferde“. All diese Bücher kombinieren kurze Videosequenzen, Bildfolgen und Sounds. Die Panel-View-Funktion (am Beispiel der Schlümpfe), die es ermöglicht, Bilder vergrößert darzustellen, erhielt hingegen nur eine Stimme.
Während unseres Showrooms haben wir gemerkt, wie groß das Interesse am Thema „E-Book“ ist. Die Rezipienten sind bereit, Neues auszuprobieren. Vor allem multimediale und interaktive Eingriffsmöglichkeiten kommen gut an.
Hier erzählen Richard und Franziska mehr zu dem Showroom:

Workshop Nachwuchsmarketing

Worum geht’s im Workshop mit Nachwuchssprecherinnen Jana Zawadzki und Lisa Maria Keil?

Im Workshop „Ich mach was mit Büchern – und du? Möglichkeiten in der Branche sichtbar machen“ möchten die beiden mit den Teilnehmern verschiedene Konzepte erarbeiten, wie für die Berufsmöglichkeiten in der Buchbranche geworben werden kann.

  •  Wie sieht die Zielgruppe für das sogenannte „Nachwuchsmarketing“ überhaupt aus?
  • Welche jetzigen Informationsquellen oder Kontaktmöglichkeiten zur Branche gibt es? Wo treffen diese Quellen auf die Zielgruppe und wie gut sind sie auf die Zielgruppe abgestimmt?
  • Wie könnte ein Konzept für das Nachwuchsmarketing aussehen?

Bei Fragen oder Anregungen könnt ihr die Nachwuchssprecherinnen unter nachwuchssprecher@gmx.org kontaktieren.

 

Wer wir sind: Social Media AG

Wer wir sind?

6 Büchermenschen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Branche.

Wieso SocialMedia?

Wir bewegen uns alle in sozialen Netzwerken – ob als Privatperson oder im Auftrag des Verlags. Einfach mal „was auf Facebook posten“ funktioniert als Marketinginstrument aber schon lange nicht mehr. Als AG nehmen wir gezielt Fragestellungen in Angriff, welche Plattformen wir wann auf welche Weise bespielen können. Aktuell beschäftigen wir uns mit SocialReading in seinen unterschiedlichsten Formen. Im Workshop zeigen wir euch, was SocialReading überhaupt ist, welche Anbieter es gibt, welche Möglichkeiten Nutzer, Autoren und Verlage haben und wollen dann gemeinsam mit euch Strategien entwickeln.

Kontakt

Leitung der AG: Susanne Schmitz
E-Mail oder Xing-Profil

Wer wir sind: AG Digital

Wer ist die Zielgruppe?

Alle, die was mit digitalen (buchnahen) Produkten machen (wollen), also z. B. Verlagsleute, Buchhändler, Zwischenbuchhändler, Bibliothekare usw. – egal, ob noch in der Ausbildung oder schon im Beruf.

Was wird gemacht?

2013 haben wir einen Workshop zum Thema „Marketing für digitale Produkte“ im Rahmen des Nachwuchsparlaments organisiert.
Im Jahr 2014 beschäftigte sich die AG in einem Workshop unter der Leitung von Martin Fröhlich (PaperC) mit dem Thema „E-Publishing“. Dort haben sie mit den Teilnehmern des Nachwuchsparlaments an konkreten Projekten gearbeitet und eine Einführung ins Marketing gegeben. Außerdem organisierten sie auf den Buchtagen die Session „Homepage, Social Media, SEO und Co – Wie können sich unabhängige Verlage im Internet positionieren?“ mit Armin Gmeiner (Gmeiner Verlag).

Im Jahr 2015 hat sich die AG wieder neu zusammengesetzt.

Wie kann ich mitmachen?

Als Teilnehmer der Workshops und der Sessions auf dem Nachwuchsparlament, als Ideengeber oder Mitorganisator …

Die Mitglieder der AG Digital sind
Sarah Köhler, August Werner, Carina Waldmann, Friederike Achter, Katharina Wurst, Leona Stahlmann, Michaela Wystub, Petra Wendler, Sarah Wiedenhöft und Svenja Monert

Kontakt

Nachwuchsparlament.AGDigital@gmail.com

FAQ rund ums Nachwuchsparlament

Wie sieht das Programm der Buchtage aus? Wer ist dort anwesend?
Die Buchtage Berlin sind das größte, jährliche Treffen der Branche. Hier kommen deutsche Buchverlage und Buchhandelsunternehmen zusammen, um drei Tage lang zu diskutieren, Experten in Vorträgen zu lauschen, Workshops und Seminare zu besuchen, die die Zukunft der Branche in unterschiedlichen Facetten thematisieren. Teil der Buchtage ist zudem die Hauptversammlung des Börsenvereins.

Was passiert bei der Hauptversammlung?
Die Hauptversammlung ist die Versammlung aller Mitglieder des Börsenvereins. Sie findet einmal jährlich während der Buchtage in Berlin statt. Programmpunkte sind unter anderem der rückblickende Bericht des Geschäftsführers und des Vorstehers sowie die künftige Strategie des Börsenvereins. Zudem wird der Etat verabschiedet und Anträge auf den Weg gebracht.

Wie sieht die Tagesordnung aus? Kann ich zwischen den einzelnen Veranstaltungen zwischendurch noch einmal ins Hotel?
Das Programm ist recht eng getaktet. Wenn du nichts verpassen möchtest, solltest du alles bei dir haben, was du über den Tag hinweg benötigst. Solltest du mit deinem Gepäck direkt zum Berliner Congress Center kommen, hast du nach der zweiten Sessionrunde am Nachmittag Zeit, deinen Koffer ins Hotel zu bringen, bevor ihr gemeinsam zu den Exkursionen aufbrecht.

Wann erhalte ich die Tagesordnung des Nachwuchsparlaments?
Die Tagesordnung des Nachwuchsparlaments bekommst du gemeinsam mit deiner Zusage Mitte Mai per Mail.

Wann bekomme ich das Zugticket und wie kann ich es nutzen?
Das Zugticket bekommst du kurz nach der Zusage zum Nachwuchsparlament per Post zugesendet. Es gilt ab jedem deutschen Bahnhof bis Berlin und kann für die Hin- und Rückfahrt an zwei aufeinander folgenden Tagen genutzt werden. Zum Beispiel von Frankfurt nach Berlin mit Stopp in Erfurt und wieder zurück.

Welche Rolle spielt das Nachwuchsparlament bei der Hauptversammlung?
Das Nachwuchsparlament tagt parallel zur Hauptversammlung und formuliert gemeinsam Empfehlungen an die Hauptversammlung, die gegen Ende des Treffens von den Nachwuchssprecherinnen offiziell übergeben und vorgetragen werden. Dadurch verschafft sich der Nachwuchs mit seinen Belangen und Forderungen Gehör.

Darf ich als NachwuchteilnehmerIn auch an den anderen Programmpunkten teilnehmen?
Neben der Teilnahme am eigentlichen Programm des Nachwuchsparlaments gibt es am Donnerstag Überschneidungen mit dem Programm der Buchtage. Hier kann der Nachwuchs je nach Interesse an den Sessions des Hauptprogramms teilnehmen. Zudem darf am Freitag die Hauptversammlung besucht werden.

Was ist die »Digital-Night« und die »AKEP« Tagung? Darf ich daran auch teilnehmen?
Die AKEP-Tagung ist die Hauptversammlung des Arbeitskreises Elektronisches Publizieren. Sie findet immer am ersten Tag der Buchtage statt. Dieses Treffen endet mit einer Abendveranstaltung, der Digital Night. Hier ist Raum für Austausch, Gespräche und Networking rund um das Thema „Elektronisches Publizieren“. Wenn du zusätzlich zum Nachwuchsparlament daran teilnehmen willst, kostet dich das Ticket 50 Euro (Tagung inkl. Digital Night). Voucher Code gibt es zusammen mit der Teilnahmebestätigung.

Gibt es einen Dresscode für die Abendveranstaltungen?
Kleide dich für das Mitgliederfest am Donnerstagabend am besten casual chic – eine Mischung aus legere und ein bisschen schick ist hier genau die richtige Wahl. Das Fest findet in Berlin-Kreuzberg bei Spindler & Klatt statt (Köpenicker Str. 16).

Muss ich den angebotenen Busshuttle benutzen oder kann ich eigenständig zu den Veranstaltungen fahren?
Du musst den Busshuttle nicht zwangsweise nutzen. Wenn du dich in Berlin allerdings nicht so gut auskennst, es ist empfehlenswert ihn zu benutzen. Du kannst aber auch gerne auf eigene Faust zu den Veranstaltungen fahren.

Wie lange hat die Kongresshalle geöffnet? Kann ich mein Gepäck dort einlagern?
Die Kongresshalle ist bis kurz nach Veranstaltungsende geöffnet, also am Donnerstag mindestens bis 18:30 Uhr. An der Garderobe kannst du dein Gepäck kostenfrei hinterlegen.

Wie funktionieren die Patenschaften?
Du kannst dich auf die zur Verfügung stehenden Paten bewerben. Reiche hierfür (nach deiner Zusage für das Nachwuchsparlament) deinen Lebenslauf und ein kurzes Motivationsschreiben für deinen Paten bei Nadine Klein, Referentin Berufsbildung, ein. Die Paten wählen aus den Bewerbern ihr „Wunsch-Patenkind“ aus. Wirst du dafür ausgewählt, lernst du deinen Paten am Donnerstag der Buchtage kennen, begleitest ihn abends während des Mitgliederfests, triffst ihn zur Frankfurter Buchmesse und der Fachausschusssitzung im Herbst wieder. Natürlich steht er dir auch während dieser Zeit immer als Ansprechpartner zur Verfügung.

Noch Fragen?
Dann stell sie doch einfach über die Kommentarfunktion hier im Blog oder kontaktiere Nadine Klein von der Berufsbildung im Börsenverein (berufsbildung@boev.de, 069-947400-62).

Nachwuchsparlament 2014

Es geht wieder los: Die Bewerbungsphase für das Nachwuchsparlament 2014 ist gestartet. Während den Buchtagen in Berlin erwartet euch vom 05.-06.06. ein Programm unter dem Motto „Das Buch sichtbar machen“. 100 junge Nachwuchskräfte haben die Chance teilzunehmen. Auszubildende im Verlag und Buchhandel, Volontäre, Studenten und Berufseinsteiger sind herzlich eingeladen, eine Bewerbung zu schicken.

Programm

Donnerstag, 05.06.

10:45 Uhr Begrüßung
11:00 Uhr Key-Note
11:45 Uhr Teilnahme an den Sessions der Buchtage
13:15 Uhr Mittagspause
14:15 Uhr Teilnahme an den Sessions der Buchtage
16:30 Uhr Exkursionen: Buchsegler, Suhrkamp, Epubli, LiteraturHausBerlin, Literaturagentur Graf & Graf, Metadesign
19:30 Uhr Mitgliederfest

Freitag, 06.06.

9:00 Uhr Workshops

  • AG Digital
  • AG eBook
  • AG Social Media
  • Nachwuchsmarketing

11:00 Uhr Parlamentssitzung
13:00 Uhr Teilnahme an der Hauptversammlung
14:00 Uhr Ende der Hauptversammlung

Bewerbung

Die Bewerbung soll aus einer Powerpointpräsentation zu einem der untenstehenden Themen mit maximal 6 Folien bestehen, inklusive einer Titelfolie mit Name, Alter, Adresse, Mailadresse sowie dem aktuellen Arbeitgeber oder dem Studium.

  • Social Media: Wie kann man durch Social Reading Bücher sichtbar machen?
  • eBook: Alles Reader oder was? Was erwartet der E-Book-Leser von seiner Buchhandlung?
  • Digital: In der digitalen Medienvielfalt hat das Buch oft einen schweren Stand. Wie könnte ein konkurrenzfähiges innovatives Projekt im Bereich E-Publishing für die Verlagsbranche aussehen? Erstellt dazu eine kurze Präsentation, in der ihr auch auf mögliche Probleme und die generelle Durchführbarkeit achtet. Bei Fragen stehen wir natürlich gerne zur Verfügung! (Nachwuchsparlament.AGDigital@gmail.com)
  • Nachwuchsmarketing: Erläutere in einem kurzen Essay, was du unter Schülermarketing verstehst und warum es deiner Meinung nach wichtig für die Buchbranche ist. Beschreibe dann in einigen Sätzen, wie du deinen Ausbildungsberuf oder deinen Studiengang vor einer Gruppe Schüler präsentieren würdest. (Umfang insgesamt ca. 1 Seite)

Die Aufgabe sollte bis spätestens 11.05.2014 an folgende Mailadresse gesendet werden: nachwuchsparlament@boev.de.

 

Weitere Informationen und ein Interview mit Nachwuchssprecherin Lisa Maria Keil zum Nachwuchsparlament.

Termine für den Nachwuchs auf der LBM

Karrieretag Buch und Medien

  • Wann? Messefreitag, 14.03.2014
  • Wo? Erstmals in Halle 5, nicht wie die Jahre zuvor im Congress Center Leipzig (CCL)
  • Was? Spannende Vorträge, Workshops, Speed-Dating, Podiumsdiskussionen – und die Möglichkeit, Personaler aus der Branche in einem persönlichen Gespräch kennen zu lernen. Außerdem gibt’s ein Bewerbungsfotoshooting, einen Bewerbungsworkshop und einen Bewerbungsmappencheck zu gewinnen

Workshop „Jetzt rede ich“ mit den Jungen Verlagsmenschen

  • Wann und wo? Messefreitag, 14.03.2014 von 10:30 Uhr bis 13:00 Uhr im Seminarraum 6/7 (CCL) und von 14:00 Uhr bis 16:30 Uhr im Vortragsraum 9 (CCL)
  • Wieviel? Der Teilnahmebeitrag beträgt 5 Euro für Junge Verlagsmenschen und 10 Euro für Nichtmitglieder.
  • Was? Der Schauspieler, Sprecher und Musiker Stefan Rieger vermittelt euch, wie ihr euch mit Hilfe eurer Stimme gekonnt in Szene setzt. Dabei stehen praktische Übungen im Vordergrund. Ihr trainiert, wie ihr professionell mit eurer Stimme umgeht und authentisch, überzeugend und sicher klingt. Ihr erfahrt, wie ihr von anderen wahrgenommen werdet und wo Unterschiede zu eurer Selbstwahrnehmung liegen. Thematisiert werden beispielsweise Stimmsitz, Artikulation, Atmung und Körpersprache. So vermittelt der Workshop in kleiner Runde (10 Teilnehmer) und lockerer, ungezwungener Atmosphäre Selbstbewusstsein, das man nicht nur im Bewerbungsgespräch braucht. Weitere Infos und Anmeldung bis zum 02.03.2014 unter leipzig (at) jungeverlagsmenschen.de

Speedmeeting Verlage der Zukunft

  • Wann? Messefreitag, 14.03.2014 von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr
  • Wo? Congress Center Leipzig, Raum 6/7
  • Was? 10 Nachwuchstalente haben die Möglichkeit in kurzen 8 minütigen Dialogen Führungskräfte der Verlagsbranche kennenzulernen. Kontakte knüpfen, Eindrücke  sammeln und hinterlassen, Informationen aus erster Hand erhalten und möglicherweise einen super Job ergattern. Anmeldungen bis 21.02.2014 über das Anmeldeformular der Internetseite.

Die REIZPARTIE auf der BUCH WIEN 13 und der Frankfurter Buchmesse

Podiumsdiskussion

Buchbranche 2.0 – Game over and out? Oder: Bleibt alles anders?

Die Herausforderungen des digitalen Wandels treiben die Buchbranche um, so ist es ständig zu hören und zu lesen. Doch angenommen, die vielbeschworene „digitale Revolution“ ist längst passiert – hat die Buchbranche sie etwa verpasst? Können, sollen, wollen wir noch auf den digitalen Zug aufspringen? Was bedeutet das für uns, für aktuelle und zukünftige Jobprofile? Diesen und weiteren Fragen gingen Max Arends (PocketScience GmbH, spezialisiert auf die Entwicklung mobiler Apps), Tea Herovic (Presse- und Veranstaltungsmanagement im Verlag Friedrich Oetinger sowie Pressefrau bei den Jungen Verlagsmenschen e.V.), Michael Kernstock (Fachverbandsobmann der Buch- und Medienwirtschaft, WKO Wien) und Barbara Bartmann (Berufsschule Wien) auf unserer Reizpartie-Veranstaltungsreihe „Vor 20 Jahren war alles klar?! – Perspektiven der Buchbranche“ auf der BUCH WIEN 13 Ende November nach.
Podiumsdiskussion
Podiumsdiskussion
Denn: Die Branche ist im Wandel. Guter Grund sich mit der Zukunft auseinanderzusetzen. Neben dieser Podiumsdiskussion zu Strategien, Weiterbildung und Jobperspektiven nach dem digitalen Wandel stellten wir im „Reality Check“ erfolgreiche Projekte vor, was auf großes Interesse stieß. Leander Wattig (Blogger und Berater, Initiator von „Ich mach was mit Büchern“), Ruth Gutermann (Lehrgangsleiterin Digital Media Publishing, Donau-Universität Krems) und Franz Lintner (Geschäftsführer Verlagsauslieferung Medienlogistik) erzählten u.a. von ihren eigenen „Buchkarrieren“ und der Bedeutung von Netzwerken.

Leander Wattig war besonders begeistert: „Auf der BUCH WIEN habe ich ein neues Panel-Format kennengelernt, das schön dynamisch ist, was Panels sonst ja leider allzu oft fehlt. Wir Referenten mussten hier immer abwechselnd mit Dartpfeilen auf die Scheibe werfen und je nachdem, ob wir eine weiße, eine schwarze oder eine rote/grüne Fläche getroffen haben, bekamen wir eine Frage gestellt, ein Stichwort zum Assoziieren oder konnten dem Publikum selbst eine Frage stellen. – Danke für das Organisieren und Moderieren an das Team der Reizpartie.“

Leander Wattig

Leander Wattig

Bei unserem Speed Dating „Book a Chat“ konnte der Nachwuchs mit dem Who´s who der österreichischen Buchbranche auf Tauchfühlung gehen. Wer wollte nicht schon einmal eine Verlagsleiterin fragen, wie der Einstieg in die Branche gelingt, von einem Verlagsvertreter Alternativen zum klassischen Traumberuf Lektorat erfahren oder Tipps bekommen, wie nach etlichen Praktika die nächste Hürde zu schaffen ist. Die persönlichen Gespräche mit Verlegern, Autoren, Lektoren, Presse- und Vertriebsverantwortlichen von Verlagen wie u.a. Kiepenheuer&Witsch, Residenz, Zsolnay/Deuticke, Jung & Jung, Czernin, Braumüller, Holzbaum sowie Buchhändlern oder Literaturvermittlern fanden in ungezwungener Atmosphäre statt und verschafften den Teilnehmern wichtige und interessante Einblicke.

Speed-Meeting

Speed-Meeting

Die Reizpartie kümmert sich auch um den Nachwuchs, denn wie rosig sehe die Zukunft der Branche aus ohne neue frische, motivierte buchbegeisterte Menschen. Unser Auftrag war klar: Nachwuchs aus Österreich musste zu DEM Branchentreff des Jahres – zur Frankfurter Buchmesse. Wo sonst gibt es einen intensiveren Austausch untereinander, wo sonst ist die Luft der Bücherwelt so gut einzusaugen … (Hier gibt’s den Bericht)

Anita Luttenberger, im Namen der Reizpartie, der unabhängigen Dachorganisation der Österreichischen Buchbranchenbande, der Jungen Verlagsmenschen Wien und der ARGE JungbuchhändlerInnen

Nachgefragt bei: Andrea Fehler

Wer sind Sie und wie kamen Sie zu einem Job in der Buchbranche?

Andrea

© privat

Mein Name ist Andrea Fehler und ich arbeite in der MVB (einem Tochterunternehmen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels) im VLB-Datenmanagement und ich bin seit ca. 6 Jahren für die  Ausbildungsleitung unserer Medienkaufleute im Haus verantwortlich.

Die Antwort „Ich hab schon immer gern gelesen“ ist an dieser Stelle nicht ausreichend, oder? Mein Interesse an Literatur & Büchern gepaart mit dem Bestreben, etwas „Vernünftiges“ im kaufmännischen Bereich zu erlernen, haben mich dazu gebracht, eine Ausbildung zur Verlagsbuchhändlerin zu absolvieren.

Wie sieht Nachwuchsförderung in Ihrem Unternehmen aus? Welche Möglichkeiten gibt es bei Ihnen einzusteigen?

Neben unseren vier Ausbildungsplätzen, die wir alle 2 Jahre neu besetzen (nächster Ausbildungsstart August 2015), bieten wir noch die unterschiedlichsten Möglichkeiten wie z.B. Trainee-Positionen, Volontariate, Praktika etc. an. In verschiedenen Bereichen haben wir auch Junior-Positionen geschaffen, um Berufseinsteigern den Start in den Beruf zu erleichtern. Nicht selten findet man in unserem Unternehmen „alte Hasen“, die z.B. auch durch eine studentische Aushilfsstelle oder ein Praktikum etc. den Einstieg bei uns geschafft haben.

Wieso sollte man denn überhaupt noch in die Buchbranche einsteigen? Kann man das noch empfehlen?

…weil es nie spannender war als jetzt! Medienwandel mitgestalten, innovative Ideen und Konzepte erfinden und begleiten,… Und darüber hinaus: man muss nur mal 5 Minuten in einen Buchmessegang schauen und das Fachpublikum beim Verhandeln beobachten – ich würde immer wieder in diese „bunte“ Branche einsteigen wollen!

Zeugnis vs. Engagement: Was ist Ihnen wichtiger: gute Noten oder berufliches Engagement/Erfahrung?

Schulnoten sind nicht unbedingt das Wichtigste – wichtiger als die Noten ist das persönliche Gespräch – passt der Bewerber zu unserem Unternehmen? Entspricht unser Ausbildungsangebot den Vorstellungen des Bewerbers und passt es in sein Zukunftsbild?

Mich persönlich beeindruckt das „Besondere“ im Lebenslauf, kurz gesagt, meine Neugierde auf die Person sollte geweckt werden.

Es gibt immer mehr Quereinsteiger; die Vielfalt der Bewerber hat zugenommen. Das ist im Prinzip spannend, macht aber das Auswahlverfahren zunehmend komplexer.

Und jetzt mal ehrlich: Welche Fähigkeiten erwarten sie nun vom Nachwuchs? Was beeindruckt Sie?

Wir können dem Azubi einen guten Gesamtblick auf und in die Branche bieten. Diesen Überblick sollte der Azubi für sich nutzen.

Ich erwarte Engagement & Neugierde, aber auf der anderen Seite ist mir Zuverlässigkeit sehr wichtig.

Wie kann man Sie erreichen? Wo findet man Sie im Netz?

Für Fragen rund um die Ausbildung in unserem Unternehmen stehe ich (a.fehler(at)mvb-online.de; 069-1306-443) und für Fragen allgemein rund um den Einstieg bei uns steht Ihnen Frau Liers (n.liers(at)mvb-online.de ; 069-1306-260) gerne zur Verfügung. Unser Unternehmen finden Sie unter www.mvb-online.de

– In der Interviewreihe „Nachgefragt bei…“ antworten Köpfe der Buchbranche auf die brennenden Karriere-Fragen des Nachwuchses –

Nachgefragt bei: Sabine Schönfelder

Wer sind Sie und wie kamen Sie zu einem Job in der Buchbranche?

Foto Schönfelder

© privat

Ich bin Verkaufsleiterin bei Lehmanns Media und dort zuständig für die stationären Sortimente in Deutschland, also insgesamt 24 Läden. Nach dem Abitur habe ich eine Buchhandelsausbildung absolviert, über verschiedene Stationen bin ich schließlich vor 15 Jahren im Fachbuch bei Lehmanns gelandet und seit einem knappen Jahr in meiner jetzigen Funktion tätig.

Wie sieht Nachwuchsförderung in Ihrem Unternehmen aus? Welche Möglichkeiten gibt es bei Ihnen einzusteigen?

Zunächst einmal sind wir ein Unternehmen, das an verschiedenen Standorten auch ausbildet. Viele von unseren „fertigen“ Azubis sind uns auch nach ihrer Ausbildung treu geblieben. Ausbildung ist und bleibt für uns wichtig.

Gemeinsam mit dem Mediacampus haben wir verschiedene Schulungsprogramme entwickelt. Neben den vertrieblichen Schulungen für Mitarbeiter, die wir seit gut zwei Jahren durchführen und die inzwischen ca. 200 Mitarbeiter durchlaufen haben, haben wir Führungskräftetrainings initiiert, in denen Kompetenzen vermittelt werden, die darauf vorbereiten, Verantwortung zu übernehmen.

Interne Bewerbungen auf ausgeschriebene Stellen sind ausdrücklich erwünscht. Daneben halten wir aber auch gezielt Ausschau nach engagierten Kolleginnen und Kollegen, die sich entwickeln wollen und sprechen diese aktiv an. So übernimmt gerade jetzt eine Kollegin aus unserem Haus die Stelle einer Regionalleitung. Den Entschluss, sich auf diese Position zu bewerben, hat nicht zuletzt die Möglichkeit einer internen Hospitation bei einem zukünftigen Kollegen bestärkt.

Ansonsten werden Stellen bei uns intern und extern ausgeschrieben. Informieren kann man sich z.B. auf unserer Homepage www.lehmanns.de/page/jobs.

Wieso sollte man denn überhaupt noch in die Buchbranche einsteigen? Kann man das noch empfehlen?

Die Aufgaben im Buchhandel sind und bleiben vielfältig, das macht ihn ja so interessant. Der Buchhandel steckt im vielzitierten Strukturwandel, ja. Dennoch ist und bleibt Platz für engagierte Nachwuchskräfte, die sich einer, wenn auch schwierigen, aber interessanten Herausforderung stellen wollen.

Zeugnis vs. Engagement: Was ist Ihnen wichtiger: gute Noten oder berufliches Engagement/Erfahrung?

Natürlich ist das auch immer vom Profil der ausgeschriebenen Stelle abhängig. Aber letztlich muss die Person selbst überzeugen und ins Team passen.

Und jetzt mal ehrlich: Welche Fähigkeiten erwarten sie nun vom Nachwuchs? Was beeindruckt Sie?

Zunächst einmal Spaß am Verkauf, Offenheit für neue Produkte und Medienarten und die Bereitschaft sich mit den sich verändernden Anforderungen auch selbst zu verändern. Das ist sehr viel verlangt, das weiß ich.

Beeindruckt bin ich immer wieder von Kollegen und Kolleginnen, die Kunden für sich und damit ihr Unternehmen gewinnen und begeistern.

Wie kann man Sie erreichen? Wo findet man Sie im Netz?

Auf unserer Homepage www.lehmanns.de in der Rubrik „Über uns“ finden Sie alles Wissenswerte zu Lehmanns, u.a. die komplette Filialübersicht, die geschichtliche Entwicklung, Jobs und geplante Veranstaltungen in den Filialen. Reinschauen lohnt sich dort immer

– In der Interviewreihe „Nachgefragt bei…“ antworten Köpfe der Buchbranche auf die brennenden Karriere-Fragen des Nachwuchses –

Einstieg in den Verlag

Der Weg zu einer erfolgreichen Karriere in der Buchbranche ist bekanntlich nicht leicht. Erst vor kurzem ging ein kleiner Aufschrei durch die Branche als die Vergütung einer Volontariatsstelle bei KiWi bekannt wurde.

Abitur und Studium werden bei Einsteigern ins Verlagswesen vorausgesetzt – was auch prinzipiell in Ordnung ist, nur wie kann man sich dann noch von all den anderen Bewerbern absetzen?

Der mediacampus frankfurt bietet dazu drei Fortbildungen an, die den Einstieg in den Verlag erleichtern sollen. Wir haben sie unter die Lupe genommen und wollen sie euch hier kurz vorstellen:

Praxiswissen Verlag (IHK)

  • Was? Die von der IHK zertifizierte Fortbildung bietet einen Rundumschlag aus verschiedenen Buchbranchen-Themen: Grundlagen der Medienbranche, des Lektorats, der Programmplanung und der Betriebswirtschaft, Marketing, Vertrieb, Verkauf, PR-Arbeit. Aufgeteilt in verschiedene Präsenzphasen am mediacampus bereitet die Weiterbildung ausführlich auf den Abschlusstest vor der IHK Frankfurt vor.
  • Wann? 1. Präsenzphase: 29.11.13 – 06.12.13 / 2. Präsenzphase: 18.01.14 – 24.01.14 / Abschlusstest IHK: 12.02.14
  • Für wen? Volontäre und Praktikanten im Verlag, Berufseinsteiger, Hochschulabsolventen, Freie Lektoren

Crash-Kurs Verlag

  • Was? An einem Tag gibt der Crash-Kurs im Schnelldurchlauf einen groben Überblick über die Arbeit im Verlag und liefert Basiswissen für die tägliche Praxis. Daher ist dieses Seminar ideal für Leute, die sich noch nicht sicher sind, ob der Verlag als Arbeitsplatz für sie in Frage kommt und einmal hineinschnuppern wollen.
  • Wann? 15.05.14
  • Für wen? Seiteneinsteiger, Teilzeitbeschäftigte, Volontäre

Verlagseinstieg kompakt

  • Was? Eine Woche lang geben Experten aus der Branche Einblick in das Tagesgeschäft der Verlagsbranche und besprechen die einzelnen Bereiche im Verlag. Die Experten aus der Branche vermitteln fachliches Know-how und geben den Einblick, welche Abteilung im Verlag euren Interessen am besten entgegen kommt.
  • Wann? 06.09. – 12.09.14
  • Für wen? Volontäre und Praktikanten, Berufseinsteiger, Studenten, Hochschulabsolventen

Wer sich nun für eine Fortbildung interessiert, aber bei der Anmeldung über die Preise stolpert, dem sei gesagt: Für Auszubildende und Volontäre gibt es 30% Nachlass und mit Bildungsgutscheinen lassen sich bis zu 500€ sparen: http://goo.gl/gTbhKm

Alle weiteren Info’s gibt es hier.

Nachklapp: Nachwuchsparlament

Der Workshop der AG Generationenmanagement

„Wie sieht das Lesen von morgen aus?“, war die zentrale Frage, auf die wir in unserem Workshop im Rahmen der Buchtage in Berlin eine Antwort gesucht haben. Dabei lag unser gedanklicher Ausgangspunkt darin, uns mit den unterschiedlichen Bedürfnissen zu beschäftigen, die rund um das Lesen ranken.
Zu diesem Zweck haben wir einen Workshop basierend auf Design-Thinking konzipiert. Design- Thinking ist eine kreative Methode der Ideengewinnung, welche die Bedürfnisse die durch Produkte oder Dienstleistungen befriedigt werden, in das Zentrum der Überlegungen neuer Ideen stellt.

Es schien für alle erstaunlich, wie man mit dieser Methode -gemeinsam und mit etwas Regulierung- viele richtig gute und praktische Ideen gewinnen kann, welche die Frage nach dem Lesen von morgen mit konkreten Konzepten beantworten. Abschließend präsentierten Freiwillige ihre Arbeiten und diese wurden allen Buchtagebesuchern an Pinnwänden präsentiert. Denn neben dem inhaltlichen Erarbeiten von neuem Wissen war es uns als AG auch wichtig, die Sichtbarkeit des Nachwuchs zu erhöhen und seiner Fähigkeiten im Rahmen der Buchtage zu demonstrieren.

Alle Bilder dieses Workshops und des Nachwuchsparlament gibt es hier.

Nachgefragt bei: Ursula Rosengart

Wer sind Sie und wie kamen Sie zu einem Job in der Buchbranche?

U Rosengart

© privat

Mein Name ist Ursula Rosengart, 56 Jahre. Ich bin gelernte Buchhändlerin und leitete viele Jahre diverse Filialen im Buchhandel. 1998 „wechselte ich die Seiten“ und übernahm die Gesamtvertriebsleitung einer Verlagsgruppe, zu der auch auch der GABAL Verlag gehörte. Seit Ende 2001 bin ich Geschäftsführerin des GABAL Verlages und setzt die wesentlichen Impulse im Verlagsgeschäft.

Wie sieht Nachwuchsförderung in Ihrem Unternehmen aus? Welche Möglichkeiten gibt es bei Ihnen einzusteigen?

Wir bieten jedes Jahr einen Ausbildungsplatz zur Medienkauffrau/mann Digital und Print an, sowie Volontariatsstellen im Bereich Vertrieb und Lektorat und Praktika. Allein 5 unserer ehemaligen Auszubildenden sind seit vielen Jahren feste Mitarbeiter hier im Haus und 2 ehemalige Volontärinnen sind im Lektorat und Vertrieb tätig. Daran sieht man deutlich, wir betreiben Nachwuchsförderung um gute Mitarbeiter für die Zukunft auszubilden.

Wieso sollte man denn überhaupt noch in die Buchbranche einsteigen? Kann man das noch empfehlen?

Aber natürlich kann man das empfehlen. Wer engagiert ist, vorankommen möchte, eigene Ideen mitbringt, der ist in dieser Branche völlig richtig und wird seinen Weg machen.

Zeugnis vs. Engagement: Was ist Ihnen wichtiger: gute Noten oder berufliches Engagement/Erfahrung?

Mir ist Engagement und Einsatz insbesondere bei Berufsanfängern viel wichtiger wie die Noten.  Erfahrungen macht man bzw Erfahrung bekommt man – das ist so und dauert !!

Und jetzt mal ehrlich: Welche Fähigkeiten erwarten sie nun vom Nachwuchs? Was beeindruckt Sie?

Wie schon gesagt Engagement und Einsatz, Neugierde, aufgeschlossen sein für Neues, alles andere lässt sich erlernen und dafür ist die Ausbildung ja auch da

Wie kann man Sie erreichen? Wo findet man Sie im Netz?

Jederzeit unter info@gabal-verlag.de oder telefonisch unter 069 / 830066-0. Natürlich auch bei Facebook und Twitter , über unsere Homepage www.gabal-verlag.de  und natürlich auch über den Berufsbildungsausschuss des Börsenverein.

Facebook: https://www.facebook.com/Gabalbuecher

Twitter: https://twitter.com/gabalbuecher

– In der Interviewreihe „Nachgefragt bei…“ antworten Köpfe der Buchbranche auf die brennenden Karriere-Fragen des Nachwuchses –

Nachgefragt bei: Brit Christina Baumann

Wer sind Sie und wie kamen Sie zu einem Job in der Buchbranche?

Ich bin Brit Christina Baumann und leite die Personalentwicklung der Mayerschen Buchhandlung KG. Vor ca. 11 Jahren bin ich als Quereinsteigerin nach meinem Studium mit einem Volontariat bei der Mayerschen Buchhandlung gestartet. Die Kombination aus betriebswirtschaftlichem Handeln und dem Kulturgut Buch haben mich gereizt.

© privat

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Wie sieht Nachwuchsförderung in Ihrem Unternehmen aus? Welche Möglichkeiten gibt es bei Ihnen einzusteigen?

Weiterbildung und Nachwuchsförderung ist uns sehr wichtig. Wir möchten Führungspositionen aus eigenen Reihen besetzen, dass heißt, dass wir uns mit Seminaren, einem internen Förderprogramm und Assessmentcenter für unsere Mitarbeiter/innen engagieren. Sowohl die  klassische Ausbildung als auch das 15monatige Volontariat für Hochschulabsolventen sind typische Einstiege in unser Unternehmen.

Wieso sollte man denn überhaupt noch in die Buchbranche einsteigen? Kann man das noch empfehlen?

Wir glauben an die Zukunft der Buchbranche. Alle Beteiligten müssen die Umbruchphase gestalten und den Mut haben, neue Wege zu gehen. Das Berufsbild des Buchhändlers ist aktueller denn je, Medienkompetenz, Digitalisierung, Marketing, etc. spielen eine große Rolle und machen den Beruf attraktiv.

Zeugnis vs. Engagement: Was ist Ihnen wichtiger: gute Noten oder berufliches Engagement/Erfahrung?

Das Engagement in der Buchhandlung entweder im Praktikum oder während der Ausbildung ist häufig aussagekräftiger als ein Zeugnis. Natürlich schauen wir auch auf die Noten und gehen mit unseren Auszubildenden ggf. ins Gespräch.

Und jetzt mal ehrlich: Welche Fähigkeiten erwarten sie nun vom Nachwuchs? Was beeindruckt Sie?

Mir ist es wichtig, dass unsere Auszubildenden früh „Profil“ zeigen, Ideen einbringen und sich offen und kommunikativ sowohl im Kundenkontakt als auch im Team zeigen.

Wie kann man Sie erreichen? Wo findet man Sie im Netz?

b.baumann@mayersche.de  / www.mayersche.de

– In der Interviewreihe „Nachgefragt bei…“ antworten Köpfe der Buchbranche auf die brennenden Karriere-Fragen des Nachwuchses –

Nachgefragt bei: Kathrin von Papp-Riethmüller

Wer sind Sie und wie kamen Sie zu einem Job in der Buchbranche?

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© privat

Mitglied der Geschäftsleitung der Osianderschen Buchhandlung, ich habe mit einem Nebenjob als studentische Aushilfe hier begonnen und anschließend eine Ausbildung zur  Sortimentsbuchhändlerin absolviert

Wie sieht Nachwuchsförderung in Ihrem Unternehmen aus? Welche Möglichkeiten gibt es bei Ihnen einzusteigen?

Wir haben derzeit ca. 60 Auszubildende, denen wir eine fundierte und abwechslungsreiche Ausbildung bieten. Daneben schulen wir auch in speziellen Programmen junge und zukünftige Führungskräfte

Wieso sollte man denn überhaupt noch in die Buchbranche einsteigen? Kann man das noch empfehlen?

Die Branche unterliegt zwar einem starken Wandel, aber gelesen wird immer, Beratung wird immer gesucht, und gerade der Wandel macht den Alltag so spannend und vielseitig

Zeugnis vs. Engagement: Was ist Ihnen wichtiger: gute Noten oder berufliches Engagement/Erfahrung?

Auf jeden Fall Engagement und Erfahrung, denn Noten sind oft nur einen Momentaufnahme. Aber am liebsten ist mir natürlich eine Mischung aus Engagement und guten Noten!

Und jetzt mal ehrlich: Welche Fähigkeiten erwarten sie nun vom Nachwuchs? Was beeindruckt Sie?

Selbständigkeit und natürlich viel Engagement und Motivation. Und beeindruckend finde ich, wenn sich jemand nicht von einem Ziel abbringen läßt, auch wenn dies manchmal über Umwege erreicht werden muß.

Wie kann man Sie erreichen? Wo findet man Sie im Netz?

Auf unserer Homepage unter www.osiander.de, per Mail unter bewerbung@osiander.de

– In der Interviewreihe „Nachgefragt bei…“ antworten Köpfe der Buchbranche auf die brennenden Karriere-Fragen des Nachwuchses –

Nachwuchs auf der Frankfurter Buchmesse

Und jährlich grüßt das Murmeltier:
Die Frankfurter Buchmesse steht an und mit ihr zahlreiche Veranstaltungen und Events, bei deren Fülle man leicht den Überblickt verliert. Vorbereitung und Organisation ist daher alles, deshalb zeigt euch ein Flyer jetzt die wichtigsten Anlaufstellen für den Buchbranchennachwuchs:

Seiten aus Nachwuchs FBM_2

Nachwuchs FBM

Darin findet ihr unter anderem das Azubistro-Programm mit zahlreichen Lesungen, die Veranstaltungen der Bildungswerkstatt des Börsenvereins und Info’s zum Young Professionals‘ Day.

Nicht verpasst dürft ihr den Nachwuchsbrunch des Börsenvereins und seiner Landesverbände am Messe-Donnerstag im Azubistro Halle 4.1 A 70/71! Dort treffen sich die Nachwuchskräfte aus Verlag und Buchhandel zum Netzwerken und natürlich zu Brötchen & Croissaints. Falls ihr gerne noch bei einer oder mehreren AGs des Nachwuchsparlaments mitmachen möcht, könnt ihr dort gerne die Nachwuchssprecherinnen Lisa Keil und Jana Zawadzki ansprechen. Fragen und Mitmachmöglichkeiten zum Blog beantwortet euch Anna-Lena Wingerter.

Eine erfolgreiche Messe!

Fragen an die Parteien: 7. Zukunftsperspektiven unserer Generation

7. Zukunftsperspektiven unserer Generation

Unsere Generation wird einen entscheidenden gesellschaftlichen Wandel – unter anderem ausgelöst durch die Digitalisierung – mitgestalten können, wenn die richtigen arbeitsmarktpolitischen Weichen gestellt werden. Gleichzeitig sehen wir insbesondere in unseren europäischen Nachbarländern Menschen in unserem Alter mit großer Perspektivlosigkeit, ja nahezu Hoffnungslosigkeit, konfrontiert, wo jeder Dritte keine Arbeit findet, man in Spanien bereits von der „generación cero“ spricht und viele unterhalb des Existenzminimums leben.
Frage: Wie wollen Sie diesen Entwicklungen entgegentreten beziehungsweise ähnliche Zu- stände in Deutschland verhindern?

cducsu
Wer sich in Europa umschaut weiß, dass die gute wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands nicht selbstverständlich ist. Die Gefahr ist groß, durch falsche Entscheidungen die Stabilität unserer Währung, Deutschlands wirtschaftliche Stärke und damit Arbeitsplätze aufs Spiel zu setzen. Deshalb setzen CDU und CSU in den kommenden vier Jahren weiterhin auf eine solide Finanzpolitik, Wachstumsförderung durch Strukturreformen und mehr Investitionen in Bildung und Forschung.
Zudem wollen wir – anders als Rot-Grün – die Leistungsträger in der Mitte der Gesellschaft nicht mit Steuererhöhungen für ihre Anstrengungen und tägliche Arbeit bestrafen, sondern sie entlasten. Wir wollen, dass Lohnerhöhungen, die dem Ausgleich von Preissteigerungen dienen, nicht mehr automatisch von einem höheren Steuertarif aufgezehrt werden. Mit der Abmilderung dieser sogenannten kalten Progression schaffen wir mehr Leistungsgerechtigkeit und helfen gerade Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen.
Unsere duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule ist ein wichtiger Grund dafür, dass wir die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit in ganz Europa haben und es für junge ausgebildete Menschen nirgendwo einfacher ist einen Job zu finden als in Deutschland. Wir wollen, dass noch mehr junge Menschen die Chancen der dualen Ausbildung nutzen können und wollen dafür zusammen mit der Wirtschaft die Voraussetzungen schaffen.

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spd
Bislang sind die Jugendlichen die großen Verlierer in Europa: Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise besonders in Ländern wie Spanien und Griechenland auf exorbitant hohem Niveau. Mit der EU-weit beschlossenen Jugendgarantie sollen Jugendliche innerhalb von vier Monaten in eine hochwertige Arbeitsstelle oder Weiterbildungsmaßnahme oder in einen hochwertigen Ausbildungs- bzw. Praktikumsplatz vermittelt werden. Und auch in Deutschland sind Jugendliche häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen als die Gesamtbevölkerung. Die schwarz-gelbe Bundesregierung betont dennoch, dass sie „keinen Anlass, zusätzliche Maßnahmen zur Erfüllung der Jugendgarantie in Deutschland zu initiieren“, sehe und verkennt damit die Handlungsnotwendigkeit, die Jugendausbildungs- und -arbeitslosigkeit auch in Deutschland zu senken. Zudem wurde die Chance verpasst, im Rahmen der Jugendgarantie europaweit gültige Standards im Sinne von Guter Arbeit zu schaffen. Die SPD setzt sich für gute Arbeitsverhältnisse mit fairer Bezahlung, insbesondere für Jugendliche ein. Entsprechende Kooperationen auf EU-Ebene können dabei helfen, um besonders den Jugendlichen in Ländern mit extrem hoher Arbeitslosigkeit zu helfen. Die jungen Menschen brauchen unsere Unterstützung und Solidarität. Dennoch: Einzelne Programme und Hilfestellungen, wie von der Bundesregierung angedacht, reichen nicht. Bereits die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat von punktuellen Initiativen abgeraten. Eine dringend benötigte Wirtschaftsstrategie mit nachhaltigen Investitionen lehnt die Bundesregierung bislang ab.

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fdp
Für die FDP hat Bildung Priorität. Deswegen haben wir dafür gesorgt, dass die Ausgaben des Bundes für Bildung, Wissenschaft und Forschung auf Rekordniveau angehoben wurden. Mittlerweile investiert der Bund mehr als 14 Mrd. € pro Jahr in diesen Zukunftsbereich, während im letzten rot-grünen Regierungsjahr 2005 gerade einmal 8 Mrd. € flossen. Bund, Länder und Kommunen haben auf dem 2008 in Dresden stattgefundenen Bildungsgipfel beschlossen, bis 2015 10% des BIP in Bildung und Forschung zu investieren. Laut Statistischem Bundesamt wurde dieses Ziel bereits im Jahr 2011 fast erreicht, heute ist die Ziellinie überschritten. Mit Blick auf den Zugang zur Berufswelt hat sich einiges getan. Die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland ist mit 7,6 % die geringste in Europa und liegt deutlich unter der Quote der skandinavischen Staaten Schweden (23,4%) oder Finnland (20,6%), ganz zu schweigen von Frankreich, Spanien oder Griechenland. Diesen Umstand verdanken wir nicht zuletzt unserem dualen Berufsbildungssystem. Laut Berufsbildungsbericht 2013 existieren derzeit mehr als doppelt so viele unbesetzte Berufsausbildungsstellen (33.275) als unversorgte Bewerber (15.650). Die Lücke zugunsten der potentiellen Auszubildenden hat sich dabei um 12,1 Prozent vergrößert. Gleichzeitig ist die Zahl der Altbewerber deutlich zurückgegangen und das Übergangssystem geschrumpft. Befanden sich im letzten Regierungsjahr von SPD und Grünen noch 417.647 Jugendliche in sog. Warteschleifen, sind es heute gerade einmal noch 266.732 Personen. Die positive Entwicklung ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass wir die Hilfestellungen für schwache Schülerinnen und Schüler verstärkt haben, um diesen die Chance auf ein reguläres Ausbildungsverhältnis einzuräumen. Das Programm „Bildungsketten“ setzt auf frühzeitige Kompetenzfeststellung, Berufsorientierung und Einstiegsbegleitung und eröffnet jungen Menschen eine Perspektive außerhalb von Förderschleifen. Wir halten diese Zielsetzung für richtig und werden auch künftig daran festhalten. Gleichzeitig unterstützen wir unsere Nachbarstaaten darin, ihr Bildungswesen nach dem Modell „Training made in Germany“ zu reformieren und, gerade bei der Berufsausbildung, einen verstärkten Praxisbezug herzustellen. Diese Angebote und Hilfestellungen erfreuen sich einer stetig wachsenden Beliebtheit und Nachfrage.

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Wenn rund die Hälfte der jungen Menschen in vielen Teilen Europas verzweifelt nach Perspektiven sucht, dann droht eine „verlorene Generation“. Die Folgen der Banken- und Finanzkrise hat verheerende Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft, die Zukunftsfähigkeit des europäischen Projekts und nicht zuletzt die jungen Menschen selbst. Im europäischen Vergleich verfügt Deutschland über eine niedrige Jugendarbeitslosenquote. Dennoch müssen auch hierzulande die Reduzierung von Bildungsarmut, Warteschleifen und Jugendarbeitslosigkeit weiter vorangetrieben werden.
Für viele junge Menschen ist der Weg von der Schule in Ausbildung, Studium und Beruf sehr weit – oft zu weit. Jedes Jahr werden rund 300.000 junge Menschen vermeintlich berufsvorbereitend von Maßnahme zu Maßnahme geschleppt. Das deutsche Modell der betrieblichen Ausbildung ist zu Recht international anerkannt. Aber: Zu wenige Jugendliche schaffen den Sprung in eine betriebliche Ausbildung, zu wenige Unternehmen beteiligen sich und die Durchlässigkeit lässt zu wünschen übrig. Mit dem grünen Konzept DualPlus wollen wir das Berufsausbildungssystem so weiterentwickeln, dass alle Ausbildungsinteressierten einen anerkannten Berufsabschluss erwerben können. Das erfolgreiche duale Ausbildungsprinzip behalten wir bei, Berufsschule und Betriebe sollen darüber hinaus um überbetriebliche Lernorte ergänzt werden. Für Jugendliche, die die Schule ohne Abschluss verlassen haben, können Produktionsschulen den Übergang in die berufliche Ausbildung erleichtern. Damit der Wechsel in eine herkömmliche betriebliche Ausbildung stets möglich ist, wollen wir die Ausbildung schrittweise in berufs- und länderübergreifend anerkannte, aufeinander aufbauende Ausbildungsbausteine einteilen. Auch kleinere und spezialisierte Betriebe können sich so an DualPlus beteiligen. Der Vorteil ist: Mehr Betriebe können sich an der Ausbildung beteiligen, mehr Jugendliche finden einen Ausbildungsplatz, unterstützende Maßnahmen werden integriert, kein Bildungsschritt bleibt ohne Anschluss. Und so könnte man sich auch den mindestens 4 Mrd. Euro teuren Maßnahmendschungel sparen und vielen Jugendlichen eine echte Chance geben. Gleichzeitig wird eine Ausbildung zu guten Fachkräften gefördert.
Deutschland liegt beim gestiegenen Anteil des Niedriglohnsektors im europäischen Vergleich ganz vorne. Mehr als jeder Fünfte arbeitet heute im Niedriglohnsektor. Besonders stark betroffen von niedrigen Löhnen und prekären Arbeitsbedingungen sind Frauen. Durch fehlende Aufstiegschancen, eine im internationalen Vergleich beschämende Lohndiskriminierung von 22 Prozent, gebrochene Erwerbsbiografien, Minijobs, Teilzeitbeschäftigung und das Fehlen einer eigenständigen Existenzsicherung sind Frauen besonders häufig von mangelnder sozialer Absicherung und von Armut bedroht.
Wir wollen die Arbeitswelt gerechter gestalten, die Rechte der Beschäftigten stärken und Zugang zum Arbeitsmarkt für alle schaffen. Ein wichtiger Baustein ist die Einführung eines Mindestlohns in Deutschland. Wir setzen uns für einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro pro Stunde ein. Er schützt die Beschäftigten vor Lohndumping und ist ein notwendiger Beitrag zur Herstellung fairer Wettbewerbsbedingungen. Zudem ist es notwendig, branchenspezifische sowie regionale Mindestlöhne unkompliziert oberhalb des allgemeinen Mindestlohns zu vereinbaren. Dazu muss das Instrumentarium des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes, von dem bisher lediglich wenige Branchen Gebrauch machen können, in Zukunft für alle Branchen zur Verfügung stehen.
Die Anreize zum Lohndumping und zur Substitution von Stammbelegschaften durch Leiharbeit müssen dringend abgeschafft werden. Die Leiharbeit darf in Zukunft nur noch als Abfederungsinstrument für Auftragsspitzen und zur kurzzeitigen Vertretung eingesetzt werden. Die Anreize zum dauerhaften Einsatz von Leiharbeitskräften als Ersatz von Stammbelegschaften wollen wir abschaffen, indem wir den Grundsatz des Equal-Pay ab dem ersten Tag durchsetzen. Beschäftigte in der Leiharbeit werden dann ab dem ersten Tag die gleichen Rechte und die gleiche Entlohnung wie die Stammbelegschaften haben, die dieselbe Tätigkeit verrichten. Die erhöhte Flexibilität, die den Leiharbeitskräften abverlangt wird, soll zudem mit einem Flexibilitätsbonus vergütet werden.
Mit einem Sofortprogramm wollen wir die Beschäftigten in Minijobs stärken und den Missbrauch von Minijobs bekämpfen. Anders als bei ihrer Einführung erhofft, haben sich die Minijobs nicht als eine Brücke in reguläre Beschäftigung erwiesen. Stattdessen ist eine Sackgasse, insbesondere für Frauen, entstanden, die deren berufliche Aufstiegsperspektive blockiert und deren eigenständigen Zugang zu sozialer Sicherung behindert. Arbeitgeber müssen verpflichtet werden, die geringfügig Beschäftigten mit Vertragsabschluss über die ihnen zustehenden Leistungen, wie z.B. Urlaubsansprüche und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, zu informieren. Zusätzliche Betriebskontrollen müssen sicherstellen, dass diese Rechte auch gewährt werden. Die Ausstiegsklausel aus der Rentenversicherung wollen wir streichen, so dass zukünftig mit einem Minijob immer auch Rentenansprüche erworben werden. Der Mindestlohn sorgt dafür, dass auch Beschäftigte in Minijobs vor Niedriglöhnen von weniger als 8,50 Euro pro Stunde geschützt sind.
Grundsätzlich halten wir die Minijobs für reformbedürftig und setzen auf eine Reform des Niedriglohnsektors, der Minijobs durch sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ersetzt. Durch eine bessere Abstimmung von Steuern, Abgaben und sozialen Transfers wollen wir die Minijobs möglichst bald ersetzen und dafür sorgen, dass sich Erwerbsarbeit auch in Form von kleinen Jobs finanziell lohnt und sich nicht zuletzt dadurch die Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt insbesondere für Frauen verbessern.

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Wir sehen diese Entwicklungen in engem Zusammenhang mit der Eurokrise. Durch die Konstruktionsfehler der Eurozone und das fehlgeleitete Krisenmanagement der Bundesregierung mutiert die Krise zur Dauerschleife. Die wachsende ungleiche Verteilung von Vermögen und Einkommen und deshalb sinkende Massenkaufkraft, die vermehrte Nutzung von Krediten zur Zockerei auf den Finanzmärkten statt für Investitionen in die Realwirtschaft – all dies sind aus unserer Sicht Ursachen der Krise. DIE LINKE fordert, die Finanzierung der öffentlichen Haushalte von den Finanzmärkten zu entkoppeln. Über eine europäische Bank für öffentliche Anleihen soll den Staaten ermöglicht werden, Geld zu niedrigeren Zinsen bei der Zentralbank zu besorgen. Um die Angriffe der Spekulanten zu unterbinden, sollen die Euro-Staaten gemeinsame Euro-Anleihen ausgeben. Durch einen Schuldenschnitt für überschuldete Staaten und eine europaweite Vermögensabgabe für Millionäre sollten die Staatsschulden auf ein tragfähiges Niveau gebracht werden.
Um eine langfristig tragfähige Perspektive für die europäische Einigung zu schaffen und die Krise zu überwinden, ist es notwendig, die Talfahrt der Löhne, die durch den Niedriglohnbereich in Deutschland angefeuert wird, zu beenden und die Finanzierung der EU und ihrer Mitgliedsstaaten durch eine europaweite Besteuerung von Reichtum zu verbessern. Eine Umverteilung von oben nach unten würde ausreichend Mittel für einen Politikwechsel für mehr soziale Gerechtigkeit und gute Arbeitsplätze bereitstellen: in Deutschland und in ganz Europa.

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piraten
Die „Digitalisierung“ hat mit dieser Entwicklung in unseren Augen so gut wie nicht zu tun. Grundsätzlich handelt es sich hier mehr um eine soziales Problem. Hier geht es um die Geldverteilung und die Gerechtigkeit generell und so lässt sich eine Antwort auf eine so komplexe Frage kaum geben.
Herausragend ist bei den Piraten hier die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen. Mit diesem könnten viele soziale Probleme gelöst werden und die momentan immer weiter aufklaffende Arm/Reich-Schere würde sich wieder positiver entwickeln.

– Eine Initiative vom Nachwuchs für den Nachwuchs und die Branche. Gestartet von den Nachwuchssprecherinnen Jana Zawadzki und Lisa Maria Keil und ihrem Vorgänger Tony Stubenrauch. –

Fragen an die Parteien: 6. Urheberrecht

6. Urheberrecht

Wir sind mit dem Zugang zum Internet aufgewachsen und erkennen daher die Notwendigkeit, urheberrechtliche Regelungen an neue Kommunikations- und Rezeptionswege anzupassen. Uns interessieren ihre konkreten Reformvorhaben.
Fragen:
a) Die Möglichkeit der digitalen Privatkopie sorgt für große Diskussionen, da die Weiter- verbreitung digitaler Werke leicht möglich ist und sich die Wahrung der Urheberrechte nur schwer durchsetzen lässt. Wie, in welchem Umfang und mit welchen Einschränkungen wollen Sie die Privatkopie urheberrechtlich ausgestalten?
b) Werden Sie eine Gleichbehandlung von elektronischen und gedruckten Werken auch urheberrechtlich forcieren und den Erschöpfungsgrundsatz auch für elektronische Bücher anwendbar machen?
c) Wie stehen Sie zum Weiterverbreitungsrecht und Weiterverkauf bei eBooks?
d) Wie soll aus Ihrer Sicht rechtlich mit dem Wunsch von Nutzern umgegangen werden, Werke als Remix oder Mashup zu bearbeiten?
e) Wie wollen Sie in diesem Zusammenhang die Urheberpersönlichkeitsrechte schützen und die Bestimmungsrechte der Urheber über die Verwendung ihrer Werke sichern?

cducsu
a) Im Sinne des Ausgleichs zwischen den Interessen denken CDU und CSU über die Reichweite der digitalen Privatkopie nach. Zwar gestattet das geltende Recht schon heute digitale Privatkopien, allerdings darf das Original nicht kopiergeschützt sein. CDU und CSU sehen sich auch als Anwalt der Verbraucher. Im Zeitalter der Digitalisierung müssen Nutzer die Möglichkeit haben, ihre Sicherungskopien für Zweitgeräte oder Privatkopien im Familienkreis zu erstellen. Andererseits ist der Kopierschutz das legitime Recht jedes Anbieters und kann auch Voraussetzung für neue Geschäftsmodelle sein. Entscheidend ist eine vollständige Information des Verbrauchers über die Möglichkeiten und Grenzen des Kopierens vor dem Erwerb des Originals. Er kann dann selbst entscheiden, ob er ein kopiergeschütztes Produkt überhaupt erwerben will.

b) Der EuGH hat in seiner Rechtsprechung zu gebrauchter Software entschieden, dass der Erschöpfungsgrundsatz bei nichtkörperlichen Werkexemplaren nur in ganz bestimmten Fällen und auch nur für Software Anwendung finden kann. Das Urteil hat herausgestellt, dass bei einem Verkauf gebrauchter Software sichergestellt sein muss, dass diese nicht vervielfältigt wird und nur die Lizenz verkauft wird. Ein Verleihvorgang ist jedoch ohne Vervielfältigungshandlung technisch nicht möglich. Außerdem ist der EuGH durch Auslegung der sich nur auf Software beziehenden EU-Richtlinie zu seiner Entscheidung gelangt. Dementsprechend kann hieraus kein allgemeingültiger Grundsatz abgeleitet werden, nach dem etwa auch E-Books dem Erschöpfungsgrundsatz unterfielen. Bibliotheken und Verlage müssen daher auf dem Verhandlungsweg neue Nutzungsmöglichkeiten entwickeln, damit die Nutzerinnen und Nutzer zukünftig auch online E-Books bestellen können. Wir begrüßen es, wenn die Länder den Bibliotheken dafür ausreichend Mittel bereitstellen.

c) Neue Bezahlmodelle und Lizenzierungsplattformen ermöglichen sowohl den „Kauf“ als auch die „Leihe“ urheberrechtlich geschützter Werke. Oft können heruntergeladene Inhalte aber nur auf bestimmten Geräten mit einer bestimmten Software konsumiert werden. Der Nutzer möchte seine „gekauften“ Filme, Buch und Musikstücke aber auch auf anderen Wegen nutzen können.
CDU und CSU treten für die Vertragsfreiheit im Urheberrecht ein und sind sich bewusst, dass Inhalte oft unter (implizierten) Nutzungsbestimmungen angeboten werden. In diesem Fall müssen aber auch die Interessen des Verbrauchers an einer langfristigen Nutzung seiner Einkäufe berücksichtigt werden. Deshalb wollen wir die Portabilität gekaufter Inhalte unterstützen.

d) CDU und CSU erkennen die kreativen Möglichkeiten zum Umgang mit urheberrechtlich geschützten Werken im Internet wie z. B. Mashups und Remixes ausdrücklich an. Kreative Leistungen tragen zur Erweiterung des Kulturschatzes bei. Deswegen lässt das deutsche Urheberrecht, anders als das angelsächsische Recht, schon heute Collagen bzw. Mashups zu. Weil dadurch in das Urheberpersönlichkeitsrecht und das Verwertungsrecht des Urhebers eingegriffen wird, muss verantwortungsvoll zwischen den Rechten des Urhebers und den Interessen der Allgemeinheit abgewogen werden. Sofern es sich um ein neues Werk handelt und der Eindruck des Originals gegenüber demjenigen des neuen Werkes „verblasst“, darf das Original frei bearbeitet werden. Eine stumpfe Kopie ist dagegen keine schützenswerte Leistung.

e) § 24 UrhG hat seinen Regelungsgrund darin, dass kulturelles Schaffen ohne Rückgriff auf frühere Leistungen anderer Urheber im Grunde nicht denkbar ist. Beinahe jede schöpferische Tätigkeit setzt sich mit früheren Werken auseinander oder lässt sich zumindest von ihnen inspirieren. Der in der Inanspruchnahme fremder Leistungen liegende Eingriff in das Urheberpersönlichkeitsrecht ist dadurch gerechtfertigt, dass der Urheber, auf dessen Werk aufgebaut wird, seinerseits ebenfalls fremde Schöpfungen in Anspruch nehmen kann. Die Grenze der erlaubten Inanspruchnahme zieht § 24 UrhG dort, wo ein neues, selbständiges Werk entsteht und die dem älteren Werk entnommenen Züge verblassen.

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spd
Mit dem Papier „Für ein faires und zukunftsfähiges Urheberrecht – Herausforderungen der digitalen Welt annehmen” (verfügbar unter: http://blogs.spdfraktion.de/netzpolitik/files/2013/05/UrhR-Positionspapier_final.pdf) hat die SPD im Deutschen Bundestag eine umfassende Position zur Modernisierung des Urheberrechts vorgelegt. Daraus leiten sich viele der Antworten zu den zum Urheberrecht gestellten Fragen ab, die wir im Einzelnen wie folgt beantworten:
Zu 6.a): Die Regelungen zur Privatkopie haben sich im Grundsatz bewährt. Sie tragen erheblich zum Rechtsfrieden bei, auch wenn die Rechtsanwendung in der Praxis kompliziert ist. Eine weitere Beschränkung der Zulässigkeit der Privatkopie wäre kontraproduktiv und ist in der Praxis nicht durchsetzbar. Die SPD hält an der digitalen Privatkopie fest, gleichwohl sehen wir Verbesserungsbedarf insbesondere im Hinblick darauf, dass der mit Gesetzesänderung 2007 erhoffte Effekt einer schnelleren und effektiveren Festsetzung der Höhe für die Pauschalvergütung bisher nur unzureichend zum Tragen gekommen ist und Verbesserungsbedarf besteht (siehe Positionspapier). Das von der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ diesbezüglich beschlossene Votum hat die SPD mit unterstützt (siehe Drucksache 17/7899 unter http://www.bundestag.de):
„Urheberrechtliche Schrankenbestimmungen müssen den tatsächlichen Gegebenheiten und Anforderungen in der digitalen Welt Rechnung tragen. Angesichts der fortlau¬fenden technischen Entwicklungen im Internet empfiehlt die Enquete-Kommission eine erneute Überprüfung der Regelung für die Privatkopie durch den Deutschen Bun¬destag und die Bundesregierung. Diese Regelung wurde ursprünglich nicht für eine digitale Gesellschaft entwik¬kelt. Sie ist aus Sicht der Enquete-Kommission zumindest klä¬rungsbedürftig und sollte daher präzisiert werden.“

Zu 6.b und 6.c) siehe Positionspapier: Es wird derzeit rechtlich unterschiedlich bewertet, ob digitale Medien vom Erwerber weiterverkauft werden dürfen. Der EuGH hat 2012 entschieden, dass Softwarehersteller den Weiterverkauf „gebrauchter“ Lizenzen nicht untersagen dürfen, wenn der Käufer diese per Download erworben hat und ihm dabei ein zeitlich unbegrenztes Nutzungsrecht eingeräumt wurde. Körperliche Kopien auf CDs und ähnlichen Datenträgern seien insofern aus dem Internet heruntergeladenen Programmkopien gleichzustellen. Allerdings müsse der Erwerber beim Weiterverkauf die Kopie von seinem eigenen Rechner löschen. Zu prüfen ist – nicht zuletzt auch angesichts der bestehenden Nutzungsbeschränkungen in den Lizenzbedingungen –, ob und inwiefern die Grundsätze dieser Entscheidung auch auf den Bereich des Handels mit digitalen Medien (beispielsweise Filme, Musik, E-Books) übertragen werden können.

Zu 6.d und 6.e) Das von der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ diesbezüglich beschlossene Votum hat die SPD unterstützt (siehe Drucksache 17/7899 unter http://www.bundestag.de):
„Die Enquete-Kommission empfiehlt eine Entkriminalisie¬rung von Remixen und Mash-ups durch Einführung einer Schrankenregelung für derivatives Werkschaffen und transformative Werknutzung auf europäischer Ebene, wie im Grünbuch „Urheberrechte in der wissensbestimmten Wirtschaft“ vorgeschlagen.“
Zur Konkretisierung dieser Position hat die SPD in einem Sondervotum (siehe Drucksache 17/7899 unter http://www.bundestag.de) deutlich gemacht, dass die Anpassung des Urheberrechts, etwa durch Auswei¬tung von Schranken, das Ent¬stehen neuer Nutzungsformen berücksichtigen sollte. In diesem Zusammenhang müsse eine Legalisierung bestimmter neuer und zwischenzeitlich weitverbreiteter Nutzungsformen (wie beispielsweise Mash-ups und Remixe) zumindest diskutiert werden.
In diesem Zusammenhang ist festzustellen, dass die Frage der Wertschätzung des Urheber- bzw. des Urheberpersönlichkeitsrechts nicht auf die Legalisierung bestimmter Nutzungsformen verengt werden sollte, sondern hierbei vielmehr die Frage der Rechtsdurchsetzung betrachtet werden muss. Dazu hat die SPD in ihrem Positionspapier umfangreiche Vorschläge unterbreitet.

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fdp
Im Bereich des Urheberrechts ist es uns ein besonderes Anliegen, Anreize, kreativ tätig zu werden und damit neue, innovative Inhalte zu schaffen, weiter zu fördern. Hierdurch dürfen allerdings technischer Fortschritt und neue legale Geschäftsmodelle nicht unnötig behindert werden. Das Urheberrecht in seiner geltenden Form hat sich bewährt und zeichnet sich zu Recht durch ein hohes Schutzniveau aus. Dieses hohe Schutzniveau muss auch und gerade in der digitalen Welt bewahrt werden. Forderungen nach einer grundlegenden Revision des Urheberrechts sind unbegründet. Die berechtigten Belange der Nutzer müs- sen im Rahmen eines angemessenen Interessenausgleichs auch weiterhin auf sachgerechte Weise be- rücksichtigt werden. Im Zentrum des Urheberrechts muss aber auch in Zukunft der Schutz der kreativen Leistung stehen.

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a) Die reine Privatkopie ist grundsätzlich legal. Einerseits werden heute Werke auf den unterschiedlichsten Geräten gespeichert und wiedergegeben. Diesen Mehrgewinn an Nutzungen wollen wir schützen und durch eine Stärkung des Rechts auf digitale Privatkopie sicherstellen. Andererseits muss die Vergütung aus der sich verbreitenden digitalen Nutzung sichergestellt werden. Solange das Anfertigen, beziehungsweise in Verkehr bringen der Kopie nicht zu einem geschäftlichen Zweck erfolgt, sehen wir keine Notwendigkeit die bestehenden Regelungen zu ändern. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN arbeiten auf eine eindeutige, gesetzliche Feststellung hin, die Art, Umfang und Verwendungszweck dahingehend definieren, dass Klarheit und Rechtssicherheit erreicht werden. Aber: Wir befürworten keine DRM Systeme, die das Anfertigen von Privatkopien erschweren und wir wollen dem Abmahnunwesen ein Ende machen.
In Anlehnung an den Umgang mit anlogen Kulturgütern, also auch gedruckten Büchern streben wir eine Schrankenregelung mit einer angemessene Vergütung der Urheber und Urheberinnen an. Das kann möglicherweise über pauschale Vergütungen geschehen, etwa in Verbindung mit den bestehenden Strukturen im Sinne der Verwertungsgesellschaften, hier maßgeblich der VG Wort und der VG Bild & Kunst. Unsere Bundestagsfraktion hat ein Gutachten zur rechtlichen und ökonomischen Umsetzbarkeit sowie Ausgestaltung eines Pauschalvergütungsansatzes in Auftrag gegeben. Die Fragestellung war, ob ein Pauschalvergütungsansatz auf Breitbandanschlüsse (oft „Kulturflatrate“ genannt) ein Baustein für ein gerechteres, modernes Urheberrecht, für angemessene Vergütung für die Urheberinnen und Urheber und einen gesellschaftlichen Interessenausgleich sein kann. Das Gutachten zeigt zwar auf, dass ein Pauschalvergütungsansatz verfassungsrechtlich zulässig ist, ein Modell zur angemessenen Vergütung für Kreative sein kann und für die Situation der Nutzerinnen und Nutzer eine geeignete Alternative zu repressiven Formen der Rechtsdurchsetzung bieten kann. Gleichzeitig weist das Gutachten aber auf gewichtige, bspw. europarechtliche Schwierigkeiten und Hürden für die Umsetzung eines solchen Modells hin.
Es bleibt abzuwarten, in welchem Umfang die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle in den nächsten Jahren das Problem von Urheberrechtsverletzungen auf nichtrepressive Weise eindämmen kann. Es liegt nahe, ein Pauschalabgabenmodell in die Praxis umzusetzen, wenn die neuen Geschäftsmodelle nicht ausreichen sollten, die bestehenden Probleme zu lösen. Vor diesem Hintergrund werden wir die Diskussion über ein Pauschalvergütungsmodell weiterführen. Eine Umsetzung in der nächsten Wahlperiode erscheint nicht realistisch.

b) Im Rahmen der Enquete-Kommission „Internet und Digitale Gesellschaft“ hat sich unsere Bundestagsfraktion dafür eingesetzt, dass eine Verleihbarkeit von E-Books – analog zu nicht-digitalen Werken – als Handlungsempfehlung aufgenommen wurde. Es ist das Ziel, dass die Verleihbarkeit von E-Books sich urheberrechtlich an derjenigen von materiellen Werken orientiert.

c) Neben dem Recht auf Privatkopie, wollen wir sicherstellen, dass wer online kauft, nicht schlechter gestellt wird als offline. Wir entwickeln deshalb ein eigenständiges Leitbild für den Verbraucherschutz in der digitalen Gesellschaft und stärken im Bereich der immateriellen Güter die Verbraucherrechte, indem wir deren Wiederveräußerbarkeit rechtlich absichern.

d) Durch den digitalen Wandel verschwimmen Grenzen. Hierdurch wird der kreative Umgang mit geschützten Inhalten Dritter erleichtert.
Die kreative Weiterentwicklung geschützter Inhalte unterliegt im nichtkommerziellen Rahmen nicht dem Zugriff der UrheberInnen und KünstlerInnen, dies wollen wir durch eine zusätzliche urheberrechtliche Schranke für nichtkommerzielle Formen der ransformatorischen Nutzung, die auf die Weiterentwicklung und Bearbeitung vorhandener oder urheberrechtlich geschützter Werke zielen, gesetzlich absichern.
Wo der Bereich des nichtkommerziellen jedoch verlassen wird, sind die UrheberInnen angemessen zu vergüten. Urheberpersönlichkeitsrechte sind auch bei der Transformation von Werken zu wahren. Wir wollen eine zentrale Anlaufstelle zum Erwerb von Rechten an Werken für Bearbeitung, Interpretation, Remix und Mashup mit kommerzieller Absicht schaffen und so die verworrene Rechteklärung vereinfachen. Freie Lizenzen wollen wir attraktiver machen und diese in die öffentliche Förderung mit einbauen. Häufig sind den NutzerInnen Umfang und Geltungsbereich ihrer Lizenzen nicht immer klar, diese müssen den NutzerInnen daher verständlich mitgeteilt werden. Außerdem sollen NutzerInnen über eine „One-Click-Lizenzierung“ in der EU Lizenzen zur kommerziellen Nutzung erwerben können.

e) Für uns GRÜNE liegt die größte Stärkung des Urheberrechts in einem echten und fairen Interessensausgleich. Der Zugang zu und die Teilhabe an kulturellen Gütern ist gleichermaßen schützenswert wie die Rechte von Kreativen an ihren Werken. Dabei haben wir die gesamte Nutzungs- und Verwertungskette im Blick, von den Urheberinnen und Urhebern über die Verwerter bis hin zu den Nutzerinnen und Nutzern. Rechnung tragen wollen wir dabei auch den zunehmend komplexer werdenden Wechselbeziehungen, wo klare Abtrennungen zwischen Nutzerinnen und Nutzern, Urheberinnen und Urhebern und Verwertern zunehmend schwieriger werden. Die Rechte der UrheberInnen müssen gestärkt werden. Die Kreativen haben in den letzten Jahren in den meisten Branchen keine Besserung durch das Urhebervertragsrecht erfahren.
Wir wollen die Rechte, Vergütungssituation und Position der Urheberinnen und Urheber stärken. Die Kreativen befinden sich oftmals in einer schwächeren Verhandlungsposition, beispielsweise gegenüber Verwertern. Unsere Bundestagsfraktion hat einen Antrag (BT-Drucksache 17/12625) zur Reform des Urhebervertragsrechts in den Bundestag eingebracht und darin vorgeschlagen, die Schlichtungsverfahren über gemeinsame Vergütungsregeln bindend zu machen, die Einhaltung dieser Vergütungsregeln durch UrheberInnenvereinigungen gerichtlich einklagbar zu machen und einen gesetzlichen Auskunftsanspruch gegenüber den Inhaberinnen und Inhabern der Nutzungsrechte über Art und Umfang der Werknutzung zu verankern.
Die Vergütungsansprüche für Urheberinnen aus den Gebühren für die Geräteabgabe müssen eingehalten werden. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen prüfen, ob eine Hinterlegungspflicht eine weitere geeignete Erweiterung Maßnahme darstellt, um die Vergütung der UrheberInnen durch die Geräteabgabe der Gerätehersteller sicherzustellen.

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a) Wir würden es begrüßen, wenn die Privatkopie gegenüber technischen Schutzmaßnahmen durchsetzungsstark ausgestaltet würde, was EU-rechtlich möglich wäre. Ansonsten halten wir die geltenden Regelungen für die Privatkopie für sachgerecht: Sie sollte sowohl im analogen wie im digitalen Bereich erlaubt sein. Hier eine restriktivere Politik einzuführen, würde bedeuten, den gesellschaftlichen Konsens über die Notwendigkeit eines urheberrechtlichen Interessenausgleichs in seinem Kern anzugreifen.

b) Grundsätzlich sind wir in der Tat der Auffassung, dass elektronische und analoge Informationsressourcen rechtlich gleich behandelt werden sollten, was die Rechte der Nutzer im Umgang damit betrifft. In der konkreten Ausgestaltung begegnet die Übertragbarkeit des Erschöpfungsgrundsatzes auf unkörperliche Werkexemplare unserer Kenntnis nach technischen Schwierigkeiten. Wir plädieren aber für eine Regelung, die im Ergebnis darauf hinausläuft, dass für gedruckte Bücher und E-Books dieselben Bestimmungen gelten.

c) DIE LINKE hat bereits 2012 ihren „Entwurf eines Gesetzes zur Ermöglichung der privaten Weiterveräußerung unkörperlicher Werkexemplare“ zur Diskussion gestellt. Also ja, wir finden das e-Books weiterverkauft werden können. Schließlich sollen sie ja auch unter die Buchpreisbindung fallen, also auch in anderer Hinsicht körperlichen Waren gleichgestellt werden dürfen. Wir fänden es auch gut, wenn man E-Books verleihen dürfte, ohne den Verlag um Erlaubnis fragen zu müssen, was man bei gedruckten Büchern schließlich auch nicht muss.

d) Wir plädieren für die Einführung einer vergütungspflichtigen Mash-up-Schranke.

e) Wir glauben, dass man im Zuge der Einführung einer Mash-up-Schranke über urheberpersönlichkeitsrechtliche Einwände nicht einfach hinweggehen kann. Wie ihnen Rechnung getragen werden sollte, sollte am besten zwischen Urheberinnen und Urhebern einerseits, Nutzerinnen und Nutzern andererseits, im Rahmen eines Multi-Stakeholder-Dialogs ausgehandelt werden. Wir halten urheberpersönlichkeitsrechtliche Bedenken allerdings nicht für so schwerwiegend, dass sie der Einführung einer solchen Schrankenregelung (die ja ohnehin auf europäischer Ebene beschlossen werden müsste) entgegenzustehen bräuchte.

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a) Da eine Einschränkung der Privatkopie in der heutigen Zeit praktisch kaum durchsetzbar ist ohne massiv die Bevölkerung zu überwachen und wahrscheinlich in großen Teilen zu kriminalisieren wollen wir hier keinerlei Einschränkungen der Privatkopie machen.

b) Die Piraten treten auch für mehr Rechte der Urheber ein, insofern stehen wir einem solchen Bestreben eher kritisch gegenüber.

c) Dies sollte unbedingt möglich sein und gesetzlich festgeschrieben werden.

d) Die Piraten wollen die Möglichkeiten für Remixe und Mashups fördern und diesen mehr Spielraum geben als dies heutzutage der Fall ist.

e) Die Kulturlandschaft würde durch Remixe und Mashups wesentlich lebendiger werden, als dies im Moment der Fall ist. Das Urheberrecht wirkt an vielen Stellen lediglich blockierend und verhindert die Entstehung vieler Werke. Die Nutzung von Bruchteilen aus anderen Werken eröffnet so also viele neue Möglichkeiten von der am Ende alle Urheber profitieren.
Um solche neuen Möglichkeiten zu nutzen muss der Urheber natürlich seinerseits auch auf einige seiner ihm jetzt zugesicherten Rechte verzichten. Insgesamt sehen wir hier aber einen großen Gewinn für die kulturelle Entwicklung in Deutschland, die sich dann wieder deutlich freier entwickeln kann.

 

– Eine Initiative vom Nachwuchs für den Nachwuchs und die Branche. Gestartet von den Nachwuchssprecherinnen Jana Zawadzki und Lisa Maria Keil und ihrem Vorgänger Tony Stubenrauch. –

Fragen an die Parteien: 5. Mehrwertsteuer

5. Mehrwertsteuer

Auch der in Deutschland für Bücher geltende reduzierte Mehrwertsteuersatz für ge- druckte Bücher ist kulturpolitisch motiviert. Er sorgt auch dafür, dass Bücher seit Jahr- zehnten zu vergleichsweise niedrigen Preisen für alle gesellschaftlichen Schichten er- hältlich sind.

Frage: Werden sie die steuerliche Ungleichbehandlung von gedruckten und elektronischen Büchern und Hörbüchern aufheben und sich dafür bei der EU-Kommission für eine entsprechende Anpassung der Mehrwertsteuerrichtlinie einsetzen?

cducsu

CDU und CSU wollen für das Buch eine sichere und stabile Zukunft. Eine lebendige Literatur ist ein elementarer Bestandteil unserer Kultur. Gleichwohl hat sich die Welt des Buches im digitalen Zeitalter verändert. Wichtig für den Erhalt der Büchervielfalt ist die Buchpreisbindung. Der verminderte Mehrwertsteuersatz für Bücher soll beibehalten werden und in Zukunft auch für elektronische Bücher (E-Books) und Hörbücher gelten.

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spd

Zur Förderung des Binnenmarktes wurde das Umsatzsteuerrecht vor vielen Jahren auf europäischer Ebene harmonisiert. Im Zuge der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung stellen Verbraucher wie Unternehmer die damaligen Festlegungen über die Steuerbelastung einzelner Waren und Dienstleistungen jedoch immer nachdrücklicher in Frage. Bemängelt wird zudem, dass Politik und Rechtsprechung die Abgrenzung zwischen Regelbesteuerung, ermäßigter Besteuerung und Steuerbefreiungen zunehmend verkomplizieren und die Rechtsanwendung damit erschweren.

Weitere punktuelle Begünstigungen verschärfen die öffentliche Kritik an der Umsatzbesteuerung, wie die anhaltende Diskussion um die von CDU/CSU und FDP im Jahr 2010 eingeführte Steuerermäßigung für Beherbergungsleistungen („Mövenpick-Steuer“) belegt. Deshalb hält die SPD eine grundlegende Neukonzeption des Anwendungsbereichs des ermäßigten Umsatzsteuersatzes in Deutschland für sinnvoll, bei der kultur- und bildungspolitische Belange zwingend zu berücksichtigen sind. So ist die geltende Steuerermäßigung für die Lieferung von Büchern, Zeitungen und anderen Erzeugnissen des grafischen Gewerbes für uns unverzichtbar. Daran halten wir fest. Im Fall einer Änderung der europäischen Rechtslage sollte deren Ausdehnung auf E-Books geprüft werden.

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fdp

Die FDP beabsichtigt nicht, den ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Bücher zu verändern. Die Buchpreisbindung ist eine wichtige Voraussetzung für den Erhalt der Vielfalt des Bücherangebots zu erschwinglichen Preisen. Das Buchpreisbindungsgesetz ist für die FDP aus kulturpolitischer Sicht unverzichtbar. Die FDP möchte bestmögliche steuerliche Rahmenbedingungen für den Buchhandel. Neue Umsatzsteuerermäßigungen würden allerdings die öffentlichen Haushalte belasten. Die Vorgaben unserer Verfassung aus der so genannten „Schuldenregel“ und der sich daraus ergebenden Haushaltskonsolidierung erfordern eine permanente Abwägung zwischen dem, was nötig und geboten erscheint und dem, was haushälterisch machbar ist. Dass der Weg zu ausgeglichenen öffentlichen Haushalten richtig ist, hat die Schuldenkrise im Euroraum gezeigt. Vor diesem Hintergrund ist jeder Bereich aufs Neue zu bewerten.

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Bei der Mehrwertsteuer wollen wir grundsätzlich den Katalog der Ausnahmen vom Normalsatz in Deutschland und in Europa deutlich reduzieren, da viele Mehrwertsteuerausnahmen ihre eigentliche Wirkung nicht erzielen. Unsere Diskussionen zu Ihrer Frage sind allerdings noch nicht abgeschlossen. Im Rahmen der Enquetekommission des Deutschen Bundestags „Internet und digitale Gesellschaft“ haben die Vertreterinnen und Vertreter unserer Bundestagsfraktion sich für folgende Handlungsempfehlung ausgesprochen: „Es ist kein systematisches Argument zu erkennen, wonach elektronische und gedruckte Medien bei der Umsatzbesteuerung unterschiedlich behandelt werden sollten. Allerdings ist eine Anwendung des ermäßigten Steuersatzes auf elektronische Bücher und damit eine Angleichung an gedruckte Bücher nach der Mehrwertsteuersystemrichtlinie der Europäischen Union derzeit nicht zulässig. Die Enquete-Kommission hält daher eine Überprüfung des Gesamtkataloges der Mehrwertsteuersätze für richtig und fordert die Bundesregierung auf, sich auf europäischer Ebene für eine Harmonisierung einzusetzen – mit dem Ziel, die Umsatzbesteuerung für E-Books zu reduzieren.“

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DieLinke_RGB

Aus Sicht der LINKEN sollte die ermäßigte Mehrwertsteuer auch für elektronische Informationsressourcen gelten. Da Hörbücher absehbarerweise zukünftig vor allem als Download vertrieben werden, würden auch Hörbücher von diesem ermäßigten Satz profitieren. Wir würden es auch begrüßen, wenn diese Haltung auf EU-Ebene mehrheitsfähig würde.

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piraten

Ja, wir sehen keinen Grund für eine steuerliche Ungleichbehandlung.

 

– Eine Initiative vom Nachwuchs für den Nachwuchs und die Branche. Gestartet von den Nachwuchssprecherinnen Jana Zawadzki und Lisa Maria Keil und ihrem Vorgänger Tony Stubenrauch. –

Fragen an die Parteien: 4. Geschäftsmodelle

4. Geschäftsmodelle

Von einem erweiterten B2B-Vertrieb, Selfpublishing, internationalem Lizenzhandel, Merchandising bis hin zu Lending-Modellen sind Verlage heutzutage auf verschiedensten Geschäftsfeldern aktiv. Trotzdem spielt das klassische Verlagsmodell die weiterhin größte Rolle: Verlage investieren in Autoren, und entdecken Inhalte für ihre Verlagsprogramme, die sie dann über das Lektorat bis hin zur Herstellung “veredeln”, um sie schließlich über Marketing und Vertrieb an die Buchhandlungen zu bringen. Der Buchhandel, der die Produkte im Laden präsentiert und oft über persönliche Empfehlungen an den Leser bringt, nimmt für den schlussendlichen Schritt vom Autor und seinem Verlag zum Leser die zentrale Rolle ein. Insbesondere im Zuge der digitalen Entwicklung fordert die Politik von Verlagen und Buchhandlungen die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle.

Fragen:

a)  Was verstehen Sie konkret unter diesen geforderten neuen Geschäftsmodellen?

b)  Meinen Sie, dass insbesondere Verlage ihren wirtschaftlichen Erfolg künftig nicht mehr mit der Veredelung, Verbreitung und Veröffentlichung von Autorenleistungen erzielen sollten, sondern auf kostenlose und werbefinanzierte Modelle setzen sollten?

c)  Wie kann in diesem Fall der Grundsatz unabhängiger Kulturverbreitung erhalten und außerdem der Rückschritt zum Mäzenatentum verhindert werden?

cducsu

Die deutsche Literaturlandschaft ist sowohl nach Anzahl und Vielfalt der erhältlichen Titel als auch mit Blick auf das engmaschige Netz stationärer Buchhändler weltweit einzigartig. Das kommt nicht von ungefähr, sondern ist das Ergebnis von Rahmenbedingungen, die bewusst zur Stärkung des Buchmarktes geschaffen wurden. Dazu gehören die Buchpreisbindung und der reduzierte Mehrwertsteuersatz. CDU und CSU werden auch in Zukunft dafür eintreten, dass diese Rahmenbedingungen Bestand haben. Zugleich werden wir dafür Sorge tragen, dass die geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht von großen Online-Händlern unterlaufen werden können.

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spd

Bezogen auf den Reformbedarf im Urheberrecht (siehe Antwort auf die Fragen zu 6.) setzt sich die SPD für sachgerechte Lösungen ein, um zu einem angemessenen und fairen Ausgleich zwischen den Interessen der Urheberinnen und Urhebern und den Nutzern zu gelangen. Studien (bspw. die Studie zur digitalen Content-Nutzung (DCN-Studie) 2013, verfügbar unter: www.musikindustrie.de/studien) zeigen, dass die Bereitschaft, für digitale Inhalte zu bezahlen, bei den Nutzern vorhanden ist, es gleichwohl aber nutzerfreundliche (convenience) Geschäftsmodelle wie bspw. Apple i-Tunes braucht, damit Nutzer digitale Inhalte nutzen und dafür auch bezahlen. Zudem nimmt die Bedeutung der sog. Streaming-Dienste wie spotify, simfy, i-Tunes Radio  u.a. für den Umsatz mit Musik zu – die Musikbranche sieht darin den aktuellen Berichten des Bundesverbandes der Musikindustrie zufolge den Grund für einen Aufwärtstrend der Branche. Auch im Buchbereich etablieren sich digitale Geschäftsmodelle, die den Zugang zu E-Books vereinfachen. Im Kreativpakt spricht sich die SPD dafür aus, das mehr legale, nutzerfreundliche Geschäftsmodelle entwickelt werden müssen, um den Zugang und die Nutzung digitaler kultureller Inhalte und deren angemessene Vergütung (!) zu ermöglichen. Die Möglichkeiten, dies politisch zu unterstützen, sind zwar begrenzt, aber vorhanden:ermäßigter Mehrwertsteuersatz für Online-Publikationen (gilt bislang nur für analoge Medien);

  •  ermäßigter Mehrwertsteuersatz für Online-Publikationen (gilt bislang nur für analoge Medien);
  • der Ausbau von Breitband, um durch den Zugang zu schnellem Internet höhere Datenübertragungen zu ermöglichen;
  • das Problem der steuerlichen Ungleichgewichte in Europa, was gegenüber den in Deutschland ansässigen, zumeist mittelständigen Firmen ein Wettbewerbsnachteil ist (siehe Frage 2.);
  • die Buchpreisbindung für E-Books (die aufgrund des geltenden Buchpreisbindungsgesetzes zwar angenommen wird, nicht jedoch rechtssicher ist), die Geschäftsmodelle zwar nicht direkt befördert, gleichwohl aber auch zukünftig ein gutes Marktumfeld für den Buchhandel ermöglicht.

Die zentrale Rolle und die besondere Leistung der Verlage in ihrer vermittelnden Rolle als „Intermediäre“ auf dem Weg vom Urheber zum Nutzer wird aus Sicht der SPD weiterhin bestehen. Nutzer wollen gute Inhalte, die Kreativen/Urheber brauchen die Intermediäre, um ihre geistige Leistung in der durch die Verlage veredelten Form zum Nutzer zu bringen und dafür vergütet zu werden. Jedoch sollte auch in der digitalen Welt der Anspruch der Verlage der gleiche sein. Die Digitalisierung und das Internet vereinfacht auch die Arbeit von Verlagen und bietet Buchhändlern eine weitere Vertriebsplattform. Um diese Chancen zu nutzen, kommt es darauf an, die Entwicklung von legalen kommerziellen Geschäftsmodellen, um Musik, Filme und Bücher nutzerfreundlich aus dem Netz zu laden, zu fördern. Dafür muss das Urheberrecht den Buchverlagen und –händlern eine entsprechende Geschäftsgrundlage bieten. D.h. geistiges Eigentum muss im digitalen Zeitalter geschützt werden, damit es etwas „wert“ ist, andererseits müssen nutzerfreundliche Strukturen und Geschäftsmodelle gefunden werden, die die Vorteile und Chancen des Internets nutzen. Ziel sollte die Schaffung einer legalen, nutzerfreundlichen Vermittlungs- und Geschäftsstruktur sein, nur dann kann „die Informationsgesellschaft reibungslos gedeihen“ (Prof. Karl-Nikolaus Pfeifer).

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fdp

Wir meinen damit solche Geschäftsmodelle, mit denen wir uns im Ausschuss für Kultur und Medien am 20. März 2013 in dem öffentlichen Fachgespräch zum Thema „Digitale Angebote der Kultur- und Kreativwirtschaft – über Geschäftsmodelle, Qualität der Angebote und Konsumentenwünsche“ beschäftigt haben. Hier waren auch Christian Damke, Geschäftsführer Skoobe und Mario Giordano eingeladen.

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a) BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN respektieren die Unabhängigkeit der Unternehmen. Innovative Ansätze, die den digitalen Wandel der Produktion, Distribution und Konsumption in Betracht nehmen und so nutzerfreundliche legale Angebote schaffen, die gleichzeitig den UrheberInnen eine angemessene Vergütung ermöglichen, und unseren Vorstellungen von Transparenz, Teilhabe und Zugang entsprechen, stehen wir positiv gegenüber. Es ist sicher nicht Aufgabe der Politik, in die Autonomie privater Verlage einzugreifen und Veränderungen, Innovationen oder Entwicklungen einzufordern.

Bei den Buchverlagen sind speziell im Onlinebereich cross-mediale Ansätze zu beobachten, die verlegerische Kernkompetenzen der Verlage mit den sich entwickelnden, neuen Vertriebs- und Nutzungsmöglichkeiten kombinieren, flexible Lizenzen nutzen, neue Verbrauchergruppen erschließen, und die Faszination und das Interesse an hochwertiger Literatur weiter steigern können. Es wird immer deutlicher, dass der Inhalt die Ressource ist, welche UrheberInnen und Verlage entwickeln und für dessen Qualität sie einstehen. Dass sich die Nutzungsmöglichkeiten über bedrucktes Papier hinaus entwickeln, ist eine Tatsache, die so nicht zu ändern ist, schon gar nicht von Seiten der Politik. Darin liegt aber auch eine große Chance, sich als Verlag, als Medienhaus neu und breiter aufzustellen und langfristig den kulturellen Standort Deutschland zu festigen.

Für die Presseverlage besteht das Problem, dass die Finanzierung von Journalismus schwieriger geworden ist. Das Geschäftsmodell der Presseverlage beruhte aber auf dem Verkauf journalistischer Inhalte durch eine hohe Auflage, die hohe Werbeeinnahmen genierten: Traditionell bestand der Umsatz der Zeitungen zu zwei Dritteln aus Werbung und zu einem Drittel aus dem Verkauf: Dieses Verhältnis hat sich geändert und heute macht der Verkauf im Schnitt ungefähr die Hälfte der Einnahmen aus. Zudem haben in den vergangenen 15 Jahren die Kaufzeitungen gut ein Drittel ihrer Auflage eingebüßt. Einige Verlage reagieren darauf mit Querfinanzierung zum Beispiel durch den Verkauf hochwertiger anderer Produkte wie Buchreihen oder aber durch anderweitige Investitionen im Online-Markt (wie zum Beispiel Partner-Börsen), mit denen aber Redaktionen in Teilen querfinanziert werden können. Auch die Entwicklung von Bezahlschranken ist ein neues Geschäftsmodell. Andere richten Spendenbuttons auf ihren Seiten ein. Wir begrüßen es, wenn die Verlage solche neuen Wege austesten, die zum Ziel haben, Journalismus zu finanzieren.

b) Wie bereits unter 4a) beschrieben hat sich die Finanzierung der Zeitungen verändert. Das Geschäftsmodell beruht nicht mehr zuvorderst auf Werbeeinnahmen, sondern inzwischen gleichermaßen auf Verkäufen und Werbeeinnahmen. Es ist unserer Meinung nach den Verlagen als privaten Unternehmen selbst überlassen, ob sie ihre Einnahmen mit der Verarbeitung von Autorenleistungen verdienen oder durch rein werbefinanzierte Modelle erzielen wollen. Das ist sicherlich von Verlag zu Verlag unterschiedlich – was bei der einen Publikation ein gelungenes Geschäftsmodell ist, kann bei einer anderen vielleicht nicht funktionieren. Grundsätzlich begrüßen wir es, wenn Verlage Möglichkeiten ausschöpfen um Journalismus zu finanzieren.

Einige Verlage haben erfolgreich ihre Kundenbindung durch die Entwicklung themennaher Formate, seien es Symposien, Leserreisen oder Merchandising Artikel, erweitert und generieren auch hier relevante Umsätze. Eine ähnliche Entwicklung ist möglicherweise im Buchbereich zu erwarten, aber es liegt weder in der Zuständigkeit, noch in der Kompetenz der Politik, hier Entwicklungen zu setzen. Wohl aber liegt es in der Verantwortung der Politik, Geschäftsmodelle, solange sie den grundlegenden Anforderungen an Transparenz, Teilhabe und Zugang entsprechen und eine angemessene Vergütung der UrheberInnen gewährleisten, zu unterstützen und die optimalen Rahmenbedingungen für einen fairen Wettbewerb zu schaffen.

c) Neue Geschäftsmodelle müssen sich daran messen lassen, wie sie unabhängige Verlage, unabhängigen Journalismus und unabhängige Kulturproduktion mit einem barrierefreien Vertrieb, möglichst breitem Zugang und einer angemessenen Vergütung der UrheberInnen vereinbaren. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN legen dabei Wert auf funktionierende, transparente Geschäftsmodelle, die einen Ausgleich der Interessen aller am kreativen Prozess Beteiligten erreichen.

Privates Kultur-Sponsoring ist wichtig und hat seine Berechtigung und seinen Platz; es kann allein aber keine Grundlage für künstlerische und kulturelle Entfaltung liefern. Wir müssen Kulturschaffenden so viel Sicherheit bieten, dass sie experimentieren und auch scheitern können, dass sie uns herausfordern, kritisieren oder irritieren können.

In Deutschland arbeiten etwa eine Million hochqualifizierte Kulturschaffende, KünstlerInnen und Kreative. Alle Kulturschaffenden in Deutschland brauchen angemessene steuerliche und rechtliche Rahmenbedingungen. Wir schaffen faire Arbeitsbedingungen und mehr soziale Sicherheit und sprechen uns für Mindestabsicherungen und Honoraruntergrenzen aus. Wir sorgen dafür, dass Kreative trotz löchriger Erwerbsbiografien bei der Arbeitslosenversicherung und dem Krankengeldanspruch abgesichert sind. Bei der Einführung der Bürgerversicherung erhalten wir die Prinzipien der Künstlersozialversicherung.

Das alles ist für uns notwendige Grundlage, die es UrheberInnen und PublizistInnen ermöglichen soll auch in Zukunft eine vielfältige, kritische und freie Presse und Literaturlandschaft zu erhalten, die nicht auf Mäzene angewiesen ist.

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DieLinke_RGB

a) Da ist vieles denkbar: vom Crowdfunding für Buchprojekte über die modulare Aufbereitung von Content für verschiedene Formate und personalisierten Content bis hin zur Entwicklung von neuen Präsentationsformen. Beispielsweise haben einige in den letzten Jahren neu entstandene E-Book-Verlage gezeigt, dass für Netzpublikationen Formate möglich sind, die im stationären Buchhandel nicht funktionieren würden. Die Politik kann die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle weder oktroyieren noch wäre sie dafür der beste Berater. Aber sie kann die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass solche Geschäftsmodelle auf einem level playing field eine Chance haben. Dazu gehören ein funktionales Wettbewerbsrecht ebenso wie ein starkes Urhebervertragsrecht.

b) Nein, wir glauben, dass kostenlose und werbefinanzierte Modelle in manchen Bereichen funktionieren, in anderen nicht. Sofern die Kernkompetenz von Verlagen darin besteht, Autoren zu akquirieren, sie bei Publikationsprojekten zu beraten und beim Marketing zu unterstützen, werden sie, so hoffen wir, auch in der digitalen Welt ihren Platz haben. Da allerdings viele freie Lektoren solche Beratungsleistungen ebenfalls anbieten und die reine Publikation und die Verbreitung über den Online-Buchhandel mit zunehmend weniger technischem Aufwand verbunden sind, werden Verlage hier allerdings in Zukunft eine stärkere Konkurrenz bekommen.

c) Man darf nicht übersehen, dass insbesondere der kulturell anspruchsvolle Publikationsbereich, ebenso wie der Bereich wissenschaftlicher Publikationen, schon heute wirtschaftlich kaum rentabel ist. Er überlebt, weil der Staat mit zahlreichen Stipendien und sonstigen Fördermitteln Autorinnen und Autoren unterstützt bzw. die Wissenschaft fördert. Nun ist Kultur- und Wissenschaftsförderung etwas anderes als Mäzenatentum. Aber ganz von allein schafft der Markt die unabhängige Kulturverbreitung offenbar auch nicht.

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piraten

a) Unter den „Neuen Geschäftsmodellen“ verstehen wir alle Geschäftsmodelle die heutzutage mit einem gesetzlichen Rahmen möglich sind, ohne gegen diverse Grundrechte zu verstoßen.

Die aktuelle Situation, bei der eine Überwachung und generelle Kriminalisierung dazu dienen, Geschäftsmodelle aus alter Zeit am Leben zu erhalten, halten wir für grundlegend falsch.

Die konkreten Ausprägungen neuer Geschäftsmodelle kann die Politik zwar stützen, aber hier ist die Kreativwirtschaft auch vorrangig selbst gefragt sich im Rahmen der Gesetze neue Geschäftsmodelle zu suchen. Ein Staat kann hier in unseren Augen nur mit solchen Gesetzen und Verordnungen steuernd eingreifen, wenn er die Durchsetzung dieser Regeln mit rechtsstaatlichen Mitteln auch durchsetzen kann.

b) Dies kann man aus dem Blickwinkel der Politik so nicht eindeutig sagen. Wie bereits im vorherigen Absatz erläutert, ist hier die Suche nach neuen Geschäftsmodellen nicht direkte Aufgabe des Staates.

c) Wir hatten noch nie eine dermaßen hohe Kulturverbreitung wie wir sie im Moment mit den neuen technischen Möglichkeiten erleben, insofern teilen wir eine solche Befürchtungen eher nicht.

– Eine Initiative vom Nachwuchs für den Nachwuchs und die Branche. Gestartet von den Nachwuchssprecherinnen Jana Zawadzki und Lisa Maria Keil und ihrem Vorgänger Tony Stubenrauch. –

Fragen an die Parteien: 3. Leseförderung / Medienkompetenz

3. Leseförderung / Medienkompetenz

Im Zeitalter der Online-Kommunikation hat die Bedeutung des Lesens als eine der wichtigsten Grundkompetenzen zur gesellschaftlichen Partizipation und der Aneignung sowie dem Austausch von Wissen weiter zugenommen. Gleichzeitig sind in unserem Land laut einer Studie der Universität Hamburg über zwei Millionen Menschen Analphabeten und über sieben Millionen Menschen so genannte funktionale Analphabeten. Auch auf diesem Feld kommt der Buchbranche eine zentrale Bedeutung zu: Sie betreibt insbesondere kindliche Leseförderung und nimmt über die Organisation von Veranstaltungen und anderen Aktionen, wie beispielsweise den Welttag des Buches oder den bundesweiten Vorlesewettbewerb, ihren gesellschaftlichen Auftrag wahr, indem sie Kompetenzen im Umgang mit Medien vermittelt.


Frage: Welche konkreten Maßnahmen werden sie ergreifen, um Lese- und Medienkompetenz in unseren Kindergärten und Schulen zu fördern?

cducsu

CDU und CSU wollen gleiche Bildungschancen für alle Kinder von Anfang an. Mit einer guten frühkindlichen Bildung und Erziehung unterstützen wir sie dabei. Wir setzen uns für Sprachtests für alle Kinder ab drei Jahren ein. Wo sich herausstellt, dass die Sprachkenntnisse nicht ausreichen, soll eine verpflichtende Sprachförderung in der Kita und in der Schule erfolgen.
Zudem starteten CDU und CSU die bundesweite frühkindliche Leseförderinitiative „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“. Im Rahmen dieses Programms erhalten Eltern und Kinder insgesamt dreimal ein Lesestart-Set mit einem altersgerechten Buch sowie Informationsmaterialien zum Thema Vorlesen. Die Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Begleitforschung zu „Lesestart“ zeigen, dass die Lesestart-Sets von den Eltern geschätzt werden und sich positiv auf ihr Vorleseverhalten und damit auf die Bildungschancen ihrer Kinder auswirken.
Aufgrund der rasanten technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen im gesamten Medienbereich ist es erforderlich, dass alle Generationen kompetent mit den gängigen Medien umgehen können. Kinder müssen bereits in der Schule fächerübergreifend Medienkompetenz erlernen. Initiativen, wie das „Netz für Kinder“, ermöglichen Kindern einen sachkundigen Umgang mit dem Internet. Das allein reicht jedoch nicht: Kinder und Jugendliche brauchen ausreichend Schutz vor den Risiken der modernen Medienwelt. Sie müssen im Internet vor entwicklungsbeeinträchtigenden und gefährdenden Angeboten, unter anderem durch den Einsatz geeigneter Jugendschutzsoftware, geschützt werden. Deshalb muss der Jugendschutzmedien-Staatsvertrag im Zuge der Entstehung neuer Problemfelder sukzessive angepasst werden.

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spd
Die rasante Entwicklung der digitalen Medien und Informations- und Kommunikationstechnologien erweitern den Kanon für eine umfassende gesellschaftliche Teilhabe erforderlicher Kulturtechniken. Nur wenn wir Lese- und Medienkompetenz stärken, können wir Teilhabe und Bildungschancen im Internet ausbauen, aber auch die erforderliche Kritikfähigkeit und Verantwortlichkeit ausbilden. Vor allem die Schule ist der Ort, an dem grundlegende Kulturtechniken wie das Lesen und eben auch der Umgang mit den Neuen Medien ebenso vermittelt wie eingesetzt werden. Erfreulich ist, dass über die Bedeutung von Medienkompetenz und deren Rahmenbedingungen große Einigkeit besteht.
Die Stärkung der Medienbildung in der Schule wird uns aber nur dann gelingen, wenn wir die schulischen Rahmenbedingungen insgesamt verbessern. Die SPD fordert vor diesem Hintergrund, das Kooperationsverbot im Grundgesetz für alle Bildungsbereiche abzuschaffen und bis 2015 über alle Sektoren mindestens sieben Prozent des BIP für Bildung aufzuwenden. Um diesem Ziel näher zu kommen, haben wir einen Verfassungsvorschlag für einen neuen Bildungskooperationsartikel 104c vorgelegt und zur Finanzierung in einem Nationalen Pakt für Bildung und Entschuldung einen realistischen Weg aufgezeigt, wie jährlich rund 20 Mrd. Euro zusätzlich in Bildung aufgewendet werden können, je 10 Mrd. Euro vom Bund und von den Ländern. Mit diesem deutlische Impuls für den Bildungsstandort Deutschland werden wir erheblich zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit Deutschlands beitragen und die Voraussetzungen schaffen, damit die Medienbildung im schulischen Bereich gestärkt werden kann. Ohne diese verfassungsrechtliche Erweiterung und ohne diesen finanziellen Kraftakt besteht die Gefahr, dass die Bildungsziele nicht erreicht werden können.
Wir setzen uns dafür ein, dass alle Schülerinnen und Schüler mit einem mobilen Computer bzw. Tablet ausgerüstet werden. Ein digitales Lernumfeld und ein „digitales Klassenzimmer“ werden wir jedoch nur dann erreichen können, wenn auch die Lehrkräfte über eine entsprechende Ausbildung verfügen (inklusive Weiterbildungsangeboten) und die Entwicklung von modernen Lern- / Bildungskonzepten voranschreitet. Diese müssen überarbeitet und an die Zukunft des digitalen Klassenzimmers angepasst werden. Dazu bedarf es der Digitalisierung von Schulbüchern und Lehr- und Lerninhalten und deren Zugänglichmachung im Netz bzw. in Intranets. Die Nutzung neuer Medien wie etwa von Tablet-Rechnern im Unterricht darf nicht zu Lasten der Beschäftigung mit klassischen Medien wie etwa Buch, Film und Zeitung gehen. Vielmehr muss der zunehmenden Bedeutung von Medien mit einer Ausweitung der Medienbildung begegnet werden.
Der Umgang mit Medien muss auch in der frühkindlichen Lebensphase Bestandteil der Erziehungsarbeit sein. Pädagogische Fachkräfte müssen in die Lage versetzt werden, durch Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote neue und sich wandelnde Aufgaben in der Medienerziehung erfüllen zu können. Für die Eltern sind Angebote zu entwickeln, damit sich diese über die vielfältigen Aspekte der Medienerziehung informieren können. Von den Eltern ist zu erwarten, dass sie sich aktiv mit dem Mediennutzungsverhalten ihrer Kinder auseinander setzen und etwa bei der Nutzung des Internets ihre Kinder unterstützend begleiten und anleiten.
Zur Bereitstellung der notwendigen Ressourcen für eine Ausweitung der Medienbildung und Medienerziehung ist eine engere Kooperation von Bund, Ländern und Kommunen erforderlich. Erst eine Abschaffung des Kooperationsverbots im Grundgesetz für den Bereich der schulischen Bildung schafft den notwendigen Rahmen, um hier sinnvoll gemeinsame Projekte zu starten und für eine ausreichende Finanzierung für diese Pläne zu sorgen. Sofern es trotz der Blockade unionsgeführter Bundesländern gelingt, das Kooperationsverbot in der Bildung in den nächsten Jahren abzuschaffen, werden wir zwischen Bund, Ländern und Kommunen Gespräche anstreben, um zu prüfen, in welchen Bereichen der Bildungszusammenarbeit prioritär Projekte gefördert werden sollten.
Neben diesen Vorschlägen zur Verbesserung der Lese- und Medienkompetenz insbesondere mithilfe der Neuen Medien kommt es auch darauf an, die klassische Mediennutzung zu stärken. Projekte wie die vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) unterstützte „Nationale Initiative Printmedien“ oder die aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Internationale Jugendbibliothek wollen wir fortführen und ausbauen.

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fdp
Die FDP hat die Ergebnisse der Level-One Studie mit großer Besorgnis zur Kenntnis genommen und sich mit Nachdruck dafür eingesetzt, dass Maßnahmen zur Stärkung der Alphabetisierung eingeleitet wurden. In diesem Sinne haben wir die nationale Strategie für Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener unterstützt und werden diese zu einer nationalen Alphabetisierungsdekade weiterentwickeln. Für die Initiative zur arbeitsplatzorientierten Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Alphabetisierung und Grundbildung haben wir rund 20 Mio. € zur Verfügung gestellt. Die Erfahrungswerte sollen bei der Gründung einer Alpha-Stiftung einfließen, mit der wir ein möglichst flächendeckendes und nachfragegerechtes Kursangebot aufbauen wollen. Wir wollen uns dafür einsetzen, dass in Deutschland ein gesellschaftspolitisches Klima entsteht, in dem Analphabetismus enttabuisiert und alle gesellschaftspolitischen Kräfte sensibilisiert werden. Ziel ist es, z.B. durch öffentlichkeitswirksame Kampagnen, bei mehr Betroffenen ein Bewusstsein und Interesse für die nachschulische Grundbildung zu generieren und gleichzeitig die verantwortlichen politischen Ebenen bei dem Ausbau des Angebots zu unterstützen. Schließlich möchten wir auf die wirklich herausragende, vom Bund unterstütze Initiative „Lesestart“ der Stiftung Lesen aufmerksam machen. Diese hat es sich zum Ziel gesetzt, Kinder und junge Eltern durch die Vergabe von altersgerechten Büchern zum (Vor-)Lesen zu animieren und begeistern. Auf diese Weise lässt sich die Liebe zum Lesen und zum Buch ganz hervorragend befördern.

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Für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ist eine gesunde Sprachentwicklung inklusive Textkompetenz eine der Grundlagen für den Bildungserfolg. Deswegen setzen wir uns nicht nur aus integrations-, sondern auch aus inklusionspolitischen Gründen für die Förderung des Spracherwerbs ein. So wollen wir die Sprachbildung in Kitas und Schulen stärken. Sie muss frühzeitig ansetzen, in den Alltag der Kinder und Jugendlichen integriert sein und ihre Familiensprachen mit einbeziehen. Bei der Sprachbildung und Sprachförderung in den Kindertagesstätten setzen wir auf Chancengleichheit, Integration und Sprachförderung von Anfang an. Hierfür müssen die Bundesmittel für die Sprachförderung massiv aufgestockt werden, um deutlich mehr Kinder zu erreichen.
Bereits in Kindertagesstätten muss der Grundstein für spätere Medienkompetenz gelegt werden. Medienbildung muss sich wie ein roter Faden durch alle staatlichen oder staatlich geförderten Bildungsangebote ziehen. Wir fordern, Medienpädagogik als verpflichtenden Teil in die Ausbildung nicht nur von Lehrerinnen und Lehrern, sondern auch von Erzieherinnen und Erziehern sowie anderen pädagogischen Berufen zu integrieren sowie flächendeckend entsprechende Weiterbildungen für pädagogisches Fachpersonal anzubieten.
Wir fordern, Medienbildung in den Lehrplänen der Schulen fest zu verankern, jedoch nicht als eigenes Schulfach, sondern als Querschnittsaufgabe. Konzepte, die Medienkompetenz als reines Abfragewissen verstehen, wie das bei den Ideen eines „Medienführerscheins“ der Fall ist, lehnen wir ab. Medienkompetenz erfordert erlebtes Lernen, Interaktivität, den Einsatz sowie die Nutzung von Medien in verschiedensten Situationen und muss immer weiter entwickelt werden. Nur dann ist es möglich, das breite Spektrum der Möglichkeiten und Chancen zu erfahren, welches die Medien (nicht nur das Internet!) bieten. Allerdings ist es wichtig, dass das Thema fest – sowohl in der Ausbildung für alle pädagogischen Berufe als auch in den Lehrplänen der Schulen – verankert wird. Darüber hinaus muss es entsprechende Weiterbildungsangebote für die verschiedenen Berufsgruppen geben.

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Für DIE LINKE ist Bildung ein Menschenrecht. Bildung trägt dazu bei, dass Menschen ihr Leben selbstbewusst, selbstbestimmt und selbständig gestalten und gesellschaftliche Zustände kritisch bewerten und verändern können. Deshalb muss jedem Menschen der Zugang zu Bildung ermöglicht werden – ein Leben lang. Der Zugang zu Bildung darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Das ist eine der Grundvoraussetzungen für Bildungsteilhabe. Bildung muss als öffentliche Aufgabe auch öffentlich finanziert werden.
Lesekompetenz ist ein wesentlicher Schlüssel zu jeglicher Bildung und Kultur, ist Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Zur Vermittlung von Bildungsinhalten und Kompetenzen bedarf es grundsätzlich einer entsprechenden Ausstattung und Zeit. Wir müssen die notwendigen Rahmenbedingungen (personell, sächlich, z.B. ausreichend gute Bücher, Technik, Computer etc., finanziell, räumlich, zeitlich) für Kitas, Schulen, aber auch außerschulischen Bildungseinrichtungen schaffen, damit sie überhaupt in der Lage sind, ihrem Bildungsauftrag nachzukommen. Bildungseinrichtungen müssen durch sinnvolle und nachhaltige Unterstützungs- und Kooperationssysteme (Schule – Kita/außerschulische Bildungseinrichtungen) in ihrer Arbeit gestärkt werden (motivierende Arbeit beim Heranführen an Literatur, Schulbibliotheken, Vorlesetage).
In den Schulen muss den Kindern und Jugendlichen umfassende Medienkompetenz durch medienpädagogisch und mediendidaktisch hoch qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer vermittelt werden. Demzufolge muss die Lehrerausbildung in qualitativer und quantitativer Hinsicht unbedingt verbessert werden. Medienpädagogik muss dabei ein fester Bestandteil des Curriculums sein. Medienpädagogik muss verpflichtend an Universitäten und Berufsbildungsschulen gelehrt werden. Gleiches gilt auch für die Erzieherinnen- und Erzieherausbildung an den Fachschulen.
Wir brauchen eine Gemeinschaftsschule, in der alle Kinder und Jugendlichen individuell gefördert werden können und kein Kind oder Jugendlicher zurückgelassen wird.
Wir setzen uns für Lehr- und Lernmittelfreiheit ein sowie für einen kostenlosen Zugang und offenen Austausch von digitalen Lehr- und Lernmitteln.

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piraten
Die Lese- und Medienkompetenz ist heutzutage der Zugang zu Wissen schlechthin. So forderten wir z.B. bereits bei der Landtagswahl in Niedersachsen in unserem Wahlprogramm die Förderung der Medienkompetenz in Schulen usw. Ziel ist hier neben dem Lesen aber vorrangig der Umgang mit den sogenannten „neuen Medien“.

 

– Eine Initiative vom Nachwuchs für den Nachwuchs und die Branche. Gestartet von den Nachwuchssprecherinnen Jana Zawadzki und Lisa Maria Keil und ihrem Vorgänger Tony Stubenrauch. –

Fragen an die Parteien: 2. Wettbewerbsverzerrungen

2. Wettbewerbsverzerrungen

Die Kultur- und Kreativwirtschaft trägt laut Monitoring des Bundeswirtschaftsministeriums in Deutschland schätzungsweise knapp 63 Milliarden Euro (2,4 Prozent) zur volkswirtschaftlichen Gesamtleistung (Bruttowertschöpfung) bei. Damit ist sie vergleichbar mit den großen Industriesektoren Automobil, Maschinenbau und Chemie. Aus unserer Sicht muss es Ziel jeder Politik sein, Deutschland zu einem der international führenden Standorte der Kreativwirtschaft auszubauen. Der nationale Wettbewerb wird allerdings derzeit zugunsten globaler Internetkonzerne verzerrt, die häufig die nationalen Rechte und Pflichten nicht achten und in vielen Fällen durch internationale steuerliche Regelungen bevorteilt werden. Für den Buchhandel sind diese Wettbewerbsverzerrungen existenzgefährdend und fördern monopolartige Strukturen.

Fragen:
a) Wie wollen Sie die Kultur- und Kreativwirtschaft insgesamt in Deutschland stärken und ihr Potential fördern?
b) Welche Maßnahmen wollen Sie gegen die genannten Wettbewerbsverzerrungen ergreifen, um die vielfältige Struktur von lokalen Einzelhändlern zu wahren, die kulturelle und wirtschaftliche Verantwortung in ihrer Region übernehmen, und wie wollen Sie einer zunehmenden Verödung der Innenstädte – die nicht nur den Buchmarkt betrifft – entgegenwirken?

cducsu
a) Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist nicht nur eine vielfältige Branche, sie bringt auch kulturell und wirtschaftlich bedeutende Produkte und Dienstleistungen hervor. Um diese Branche weiter voranzubringen, werden wir die „Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft“ fortführen. Außerdem werden wir die Zusammenarbeit von Kultur und Tourismus fördern. Denn die Verbindung von kulturellen Angeboten mit der Kreativwirtschaft trägt dazu bei, Städte und Regionen attraktiver zu machen.

b) Die Buchhandlungen in Deutschland sind nicht nur einfach Geschäfte, in denen Bücher verkauft werden. Sie sind durch Lesungen und Veranstaltungen auch Orte der Begegnung und Stätten der Kultur, die erhalten werden sollten. Ob und wie eine staatliche Förderung des inhabergeführten und darum unabhängigen Buchhandels erfolgen kann, wirft jedoch ordnungspolitische Fragen auf, die noch nicht geklärt sind. Dessen ungeachtet nehmen CDU und CSU das Anliegen sehr ernst und werden diskutieren, wie insbesondere kleine, inhabergeführte Buchhandlungen unterstützt werden können.

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spd
a) Im Regierungsprogramm der SPD nimmt die Kultur- und Kreativwirtschaft einen hohen Stellenwert ein. Unter der Überschrift „Den wirtschaftlichen Erfolg unseres Landes sichern“ heißt es: „Kreativität ist der Rohstoff des 21. Jahrhunderts mit immensen Wachstums- und Beschäftigungspotenzialen. Wir werden zusammen mit Kreativen die Rahmenbedingungen schaffen, um diese Potenziale zu entfalten und gleichzeitig sozial besser abzusichern.“ Zudem wird ausgeführt: „ Die Kreativbranche wird immer wichtiger für den Erfolg unserer Wirtschaft. Wir wollen die Kreativwirtschaft noch stärker fördern und ausbauen. Unsere Maßnahmen für einen Kreativpakt: Der Innovationsbegriff in den Förderprogrammen der Wirtschafts- und Infrastrukturförderung muss für die Kreativwirtschaft angepasst und geöffnet werden, die bestehenden Existenzgründungsprogramme des Bundes hinsichtlich Eigenkapitalanteil-Forderungen, Anerkennung von Immaterialgütern, Beratung und Qualifizierung müssen an die Bedürfnisse der Kreativwirtschaft angepasst und dabei neben der Gründungs- auch die Wachstumsphasen der Unternehmen berücksichtigt werden“.
Auch im Kapitel „Kultur-, Medien und Netzpolitik“ des SPD-Regierungsprogramms gehen wir auf die Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft ein und machen deutlich, mit welchen konkreten Maßnahmen wir einerseits die wirtschaftliche und soziale Lage der Kultur- und Kreativschaffenden verbessern und andererseits die Potenziale der Kultur- und Kreativwirtschaft fördern wollen. Damit werden zentrale Punkte des von der SPD-Bundestagsfraktion erarbeiteten Kreativpaktes (http://www.spdfraktion.de/kreativpakt) aufgegriffen. Die in diesem Konzept gemeinsam mit Kreativschaffenden, Unternehmern und Wissenschaftlern erarbeiteten Vorschläge setzen wir um.

b) Laut dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels ist der überwiegende Teil der Buchhandlungen in Deutschland von kleiner bzw. mittlerer Größe und wirtschaftlich unabhängig, d.h. der Buchhandel ist stark mittelständisch geprägt. Die vielfältigen öffentlichen Programme zur Fördrung des Mittelstandes (u.a. Existenzgründungsförderung sowie Beschäftigungs- und Umweltförderung) werden aber nach Aussagen des Börsenvereins noch verhältnismäßig selten genutzt. Die SPD setzt sich für einen starken Mittelstand in Deutschland ein. Um den Mittelstand zu stärken, hat SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück die „Siegener Thesen – Politik für den deutschen Mittelstand“ vorgestellt, die in das SPD-Regierungsprogramm eingeflossen sind.
Gleichwohl gibt es für den traditionellen Buchhandel in Deutschland eine besondere und aktuell auch besorgniserregende Situation. In den letzten zehn Jahren sind knapp ein Viertel der inhabergeführten Buchhandlungen in Deutschland verschwunden, etwa 40 Prozent weniger Ausbildungsplätze als noch 2008 stehen zur Verfügung. Orientiert an dem Beispiel Frankreichs wird daher die Forderung nach direkter staatlicher Unterstützung laut, ergänzend zu den bereits bestehenden Instrumenten der Buchpreisbindung und des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes.
Die SPD anerkennt und unterstützt die besondere Rolle des lokalen, traditionellen Buchhandels. Die vielen kleinen Buchhandlungen mit ihrer besonderen Qualität der Beratung und des Angebots sind ein wesentlicher Bestandteil der kulturellen Vielfalt unseres Landes. Um diese zu schützen, wird zu prüfen sein, welche Instrumente und Maßnahmen über die bereits bestehenden hinaus notwendig und umsetzbar sind. In diesem Zusammenhang ist die Buchpreisbindung ein wichtiges Instrument, welches aus Sicht der SPD uneingeschränkt gilt. Vor dem Hintergrund der Kartellrechtsprüfung der EU-Kommission für den Absatz von E-Büchern und die damit verbundene Frage der Preisbindung für E-Büchern wird allerdings deutlich, dass ein Regelungsbedarf besteht, der vor allem für den stationären Buchhandel von existentieller und für die kulturelle Vielfalt in Deutschland von grundlegender Bedeutung ist. Daher ist eine Klarstellung zu prüfen, die die Buchpreisbindung für E-Books und damit auch für den grenzüberschreitenden Handel mit E-Books zweifelsfrei festschreibt.
Gerade ausländische Online- Unternehmen stehen wegen globaler Steuergestaltung und aggressiver Steuerplanung in den Schlagzeilen. Sie, wie viele andere international tätige Konzerne, drücken in nicht akzeptabler Art und Weise ihre Steuerbelastung. Gleichzeitig – und das ist ebenfalls nicht akzeptabel – sichern sie sich Wettbewerbsvorteile gegenüber – oftmals mittelständischen – Unternehmen, die diese Möglichkeiten nicht in gleichem Umfang haben. Die aktuelle Bundesregierung tut sowohl auf nationaler als auch auf europäischer bzw. internationaler Ebene zu wenig dagegen und versäumt es so, im Bereich des Steuerrechts fairere Wettbewerbsbedingungen herzustellen. Wir werden in Regierungsverantwortung hier eine klar offensivere Gangart einschlagen. Wir nehmen keine Rücksicht auf Steuerhinterzieher und massive Steuergestalter und -vermeider.

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fdp
Wir verweisen auf unser Wahlprogramm, in dem wir formulierten: „Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist ein wichtiger Innovationsmotor, dessen Beitrag wir stärker gewürdigt wissen wollen. Wir wollen dafür sorgen, dass Selbstständige und Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft einen besseren Zugang zu Fremdkapital erhalten und werden Unternehmen bei der Erschließung ausländischer Märkte unterstützen. Kultur- und Kreativwirtschaft sind ohne den Schutz geistigen Eigentums nicht denkbar. Verletzungen des geistigen Eigentums im Internet sollen ebenso konsequent und wirksam bekämpft werden wie Verletzungen des Urheberrechts in der analogen Welt. Bestehende Rechtsunsicherheiten in einer digitalisierten Welt sind durch ein modernes Urheberrecht auszuräumen. Dieses muss den Interessenausgleich zwischen Urhebern und Rechteinhabern sowie Nutzern und Diensteanbietern fair gestalten. Gleichzeitig muss es die unzensierte Kommunikation, den freien Informationsfluss und den Zugang zu Wissen und Innovationen ermöglichen.“ Zudem konnten wir die erfolgreiche Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung im Bundeswirtschaftsministerium verstetigen und im Jahr 2013 sogar um eine Million Euro aufstocken. Wir wollen die Initiative weiterführen und ausbauen. Des Weiteren streben wir an, den Innovationsbeitrag der Kultur- und Kreativwirtschaft näher zu untersuchen und eine Erweiterung des bestehenden Innovations- begriffs um nichttechnologische Elemente zu prüfen, um auf diesen Weg bestehende Finanzierungsinstrumente für die Kultur- und Kreativwirtschaft zu erschließen. Für weitere Informationen verweisen wir auf unseren Antrag: Wettbewerbsfähigkeit der Kultur- und Kreativwirtschaft weiter erhöhen – Initiative der Bundesregierung verstetigen und ausbauen.“ (BT-Drs. 17/12383). Wir erkennen die volkswirtschaftliche Bedeutung des Buchmarktes an. Die Instrumente Buchpreisbindungsgesetz sowie den ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Bücher halten wir für absolut wichtig und für eine gute Unterstützung der Branche.

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a) Kultur- und Kreativwirtschaft ist nicht nur ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, der 1 Millionen Arbeitsplätze sichert, sie ist identitätsbildend und definiert uns als eigenständige, demokratische Gesellschaft. Politik kann nur die Rahmenbedingungen schaffen. Uns ist es wichtig, möglichst gute Rahmenbedingungen für die Kultur- und Kreativwirtschaft zu schaffen. Für die in der Regel sehr kleinen Unternehmen sind diese noch nicht optimal. Sie müssen im Hinblick auf drei Bereiche verbessert werden. Einfache, entbürokratisierte Existenzgründungen, barrierefreie und transparente Zugänge zu klassischen Wirtschaftsförderungen und Netzwerken sowie eine verbesserte soziale Lage der Kreativen, Künstlerinnen und Künstler.
Existenzgründungen in diesem hochinnovativen Bereich zu unterstützen liegt im ureigensten Interesse unseres Staates. Über die zu evaluierende Arbeit der Initiative Kultur- & Kreativwirtschaft der Bundesregierung hinaus, muss die Arbeit der lokalen und regionalen Förderzentren mit den Arbeitsagenturen und den Liegenschaftsverwaltungen besser koordiniert und an die speziellen Anforderungen der Kultur- und Kreativwirtschaft angepasst werden, dazu gehört auch eine gute kulturelle Infrastruktur, ein flächendeckender Breitbandzugang (Universaldienstverpflichtung) und ein verbessertes, offeneres Ausbildungswesen. Wir wollen wir die Länder und Kommunen seitens des Bundes so entlasten, dass Mittel für kulturelle und bildungspolitische Aufgaben frei werden. Das Patentrecht entwickeln wir weiter, denn es soll die Kultur der Selbständigkeit befördern und nicht hemmen. Der Patentschutz soll sich auf neue Produkte und Ideen beschränken und nicht als Mittel gegen NeugründerInnen eingesetzt werden können. Das müssen wir innerhalb der EU regeln: Wir setzen uns daher für eine Reform des europäischen Patentwesens und die Kontrolle durch das Europäische Parlament ein.
Wirtschaftsförderung muss wesentlich flexibler auf die Kultur- und Kreativwirtschaft zugehen und die klassischen, oft sehr schwerfälligen Instrumente anpassen. Dazu gehört auch ein leichterer Zugang zu Fonds, Bürgschaften, Darlehen und Mikrokrediten. Das sind oft kleinteilige, spezielle Anforderungen, etwa die Öffnung des Innovationsbegriffes in den Programmen der Wirtschafts- und Infrastrukturförderung, die Gleichstellung der im Kultur- und Kreativbereich tätigen Genossenschaften oder der gezielte Ausbau des Gründerzuschusses.
Soziale Sicherheit: Kulturschaffenden in Deutschland brauchen angemessene soziale, steuerliche und rechtliche Rahmenbedingungen. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzen sich für Mindestabsicherungen und Honoraruntergrenzen für alle ausgebildeten Kreativen und Kulturschaffenden ein, damit sie trotz löchriger Erwerbsbiografien bei der Arbeitslosenversicherung und dem Krankengeldanspruch abgesichert sind. Bei der Einführung der Bürgerversicherung erhalten wir die Prinzipien der Künstlersozialversicherung, zu deren Stärkung und solidarischer Finanzierung wir eine regelmäßige Überprüfung der Kultur- und Kreativwirtschaft, wie bei anderen Unternehmen auch, befürworten.
Wir wollen das Urhebervertragsrecht dahingehend reformieren, dass eine angemessene Vergütung für Werkschaffende auch durchgesetzt werden kann, durch Auskunftsrechte, Verbandsklagerechte und verbindliche Schiedssprüche.

b) Momentan genießen viele Großkonzerne einen signifikanten Wettbewerbsvorteil, da sie durch Steuergestaltung ihre Steuerlast auf ein Minimum reduzieren können. Wir wollen eine gleichmäßige Unternehmenssteuerbelastung unabhängig von Größe, Branche und internationaler Ausrichtung. Wir werden der Möglichkeit zur Steuergestaltung großer Konzerne einen Riegel vorschieben. Denn kleine und mittlere, lokal wirtschaftende Unternehmen haben diese Steuergestaltungsmöglichkeiten nicht. Sie zahlen ihre Steuern, während multinationale Unternehmen sich ihrem Beitrag teilweise entziehen. Diese Schieflage ist unvereinbar mit dem Prinzip der Steuergerechtigkeit. Wir wollen Transparenz erhöhen, indem wir länderbezogene Offenlegungspflichten, das sogenannte Country-by-Country Reporting einführen. So wird deutlich, wenn ein internationaler Konzern seine Gewinne in Steueroasen verschiebt. Mit einer Quellensteuer verhindern wir steuerliche Ausweichmanöver großer Konzerne, die zum Beispiel durch Zahlung von Lizenzgebühren ins Ausland der nationalen Besteuerung entgehen. Auf europäischer Ebene brauchen wir eine gemeinsame Bemessungsgrundlage und Mindeststeuersätze.
Wir wollen den inhabergeführten Einzelhandel als wichtiges Element lebendiger Innenstädte stärken. Das Bauen auf der grünen Wiese wollen wir eindämmen, kompakte durchmischte Städte mit lebendigen Innenstädten und kleinteiligem Gewerbe sind unser Ziel. So setzen wir uns für eine Modernisierung der Baunutzungsverordnung und des Planungsrechts ein.

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a) Wichtig ist uns, dass die bestehenden Existenzgründerprogramme und Beratungsangebote sowie die Mittelstandspolitik künftig stärker auf die speziellen Anforderungen von Klein- und Kleinstunternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft ausgerichtet werden. Eine solche Förderung steht im Einklang mit dem übergeordneten Ziel des Erhalts einer möglichst großen kulturellen Vielfalt, die den besten Schutz gegen Monopolisierungstendenzen darstellt. Und wir wollen, dass die sozialen Probleme der Beschäftigten stärker Berücksichtigung finden. Hier sehen wir einen Schwachpunkt in der bisherigen Arbeit der Bundesregierung. Die soziale und wirtschaftliche Situation der Künstlerinnen und Künstler, künstlerisch Kreativen und Kulturschaffenden, die sich gerade in den neuen Bereichen der Kreativwirtschaft überwiegend in prekärer sozialer Situation befinden, muss dringend verbessert werden. Dies haben wir in mehreren Anträgen thematisiert. So fordern wir ein „Fair-Work-Siegel für Computerspiele“ (BT-Drs. 16/8178) und die Koppelung von Filmfördermitteln an die Einhaltung sozialer Mindeststandards für die Beschäftigten (BT-Drs. 16/10889). Auch künftig wird dies ein Schwerpunkt der Arbeit der Linksfraktion sein.
Eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Kultur- und Kreativwirtschaft kann jedoch eine Kulturpolitik nicht ersetzen, die alle drei Bereiche der Kultur- und Kreativszene umfasst: den privatwirtschaftlichen Sektor, den frei-gemeinnützigen und den Bereich der öffentlichen Förderung. Die drei Bereiche sind eng verwoben, und Kreative sind in allen drei Bereichen tätig.

b) Dass die lokale Wirtschaft Probleme bekommt, wenn Kunden zunehmend im Netz einkaufen, ist unbestritten. Es ist aber aus unserer Sicht kein Problem, dass ausschließlich Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft betreffen würde, sondern den lokalen Einzelhandel insgesamt. Was den Buchhandel betrifft, so unterstützt der Staat ihn bereits durch einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz und die Buchpreisbindung. Insbesondere die Buchpreisbindung ist dabei ein nicht zu unterschätzendes Instrument. Schließlich hat auch ein Unternehmen wie Amazon den Kunden gegenüber keinen Preisvorteil. In anderen Branchen, in denen es keine Preisbindung gibt, ist die Konkurrenz, die dem Einzelhandel durch große Versandshops erwächst, beträchtlich größer. Beispielsweise gibt es schon heute kaum noch lokale, mittelständische Elektronikläden. Eine staatliche Subventionierung des lokalen Einzelhandels wäre aber sicher nicht die richtige Antwort auf ein Problem, das letztlich im Rahmen der Globalisierung der Märkte entstanden ist.
Grundsätzlich und jenseits von branchenspezifischen Sonderregeln setzt die LINKE sich deshalb für eine Stärkung der lokalen und regionalen Wirtschaft im globalisierten Wettbewerb ein. Darüber hinaus sind wir der Ansicht, dass jene, die von der „Abwanderung“ ihrer Klientel ins Netz betroffen sind, verstärkt auf Werbemaßnahmen setzen sollten, die geeignet sind, ein Bewusstsein für die Bedeutung regionaler Infrastruktur zu schaffen. Spätestens seit den Diskussionen über Arbeitsbedingungen im Versandhandel hat der lokale Einzelhandel gute Chancen, das Prinzip buy local in einer Weise attraktiv zu machen, wie es im Bereich Bio oder Fair Trade bereits gelungen ist. Was die Buchbranche angeht, könnten die Verlage die Buchhandlungen bei der Umsetzung einer solchen Strategie unterstützen.

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piraten
a) Bedingt durch das Internet hat sich die Situation der Kultur und Kreativwirtschaft an vielen Stellen grundlegend verändert. Wichtigste Aufgabe muss es also sein, neue Geschäftsmodelle für Kreative zu finden und vor allem zu fördern. Ein Festhalten an alten Geschäftsmodellen und insbesondere ein Durchsetzen von in unseren Augen überholten Rechtsansprüchen gegenüber Privatpersonen wird es mit uns nicht geben.

b) Hier muss sich der Buchmarkt den neuen technischen Gegebenheiten stellen. Wir sehen dies nicht als Wettbewerbsverzerrung, sondern vielmehr als einen unumkehrbaren Wandel. Hier muss die Branche lernen mit dieser Situation umzugehen. Dies wird in unseren Augen insbesondere den klassischen Buchdruck in Papierform selbst hart treffen. Andere wiederum werden gewinnen, denn so können gerade unbekanntere Autoren durch die neuen technischen Möglichkeiten jederzeit selbständig veröffentlichen.

– Eine Initiative vom Nachwuchs für den Nachwuchs und die Branche. Gestartet von den Nachwuchssprecherinnen Jana Zawadzki und Lisa Maria Keil und ihrem Vorgänger Tony Stubenrauch. –

Fragen an die Parteien: 1. Buchpreisbindung

1. Buchpreisbindung

Einer der wichtigsten Garanten für die kulturelle Vielfalt und die nachhaltige Produktions- und Vertriebsstruktur von Büchern in Deutschland ist die Buchpreisbindung für gedruckte und elektronische Werke. Unter anderem durch die Verhandlungen zum Freihandelsabkommen der EU mit den USA sehen wir die Buchpreisbindung gefährdet.

Frage: Werden Sie sich in diesem Zusammenhang in der nächsten Legislaturperiode für die Ausnahme des Kultursektors aus dem Freihandelsabkommen einsetzen, wie sie beispielsweise Frankreich fordert?

cducsu
Für CDU und CSU ist die Freundschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika ein Grundpfeiler unserer internationalen Zusammenarbeit. Wir haben die Chance, die nordatlantische Partnerschaft weiter zu festigen und mehr Wachstum und Arbeitsplätze auf beiden Seiten des Atlantiks zu schaffen, indem wir Handelshemmnisse im Rahmen einer transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft abbauen. CDU und CSU wollen in diesem Zusammenhang prüfen, ob im geplanten Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) der Kultur- und Medienbereich ausgeklammert werden kann. Von daher unterstützen wir insbesondere das gemeinsame Schreiben von 15 europäischen Kulturministern, initiiert von Staatsminister Bernd Neumann, an die irische EU-Ratspräsidentschaft. Die Kulturminister fordern darin die Herausnahme kultureller und audiovisueller Dienstleistungen aus allen Liberalisierungszusagen für den Handel.

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spd
Die SPD hat sich sowohl im Deutschen Bundestag – hier im Übrigen als einzige Fraktion (siehe Antrag auf Drucksache 17/13732, unter http://www.bundestag.de), als auch im Bundesrat klar und deutlich dafür ausgesprochen, den audiovisuellen und kulturellen Bereich aus den Verhandlungen über ein Mandat für Verhandlungen über ein transatlantisches Handels- und Investitionsabkommen (TTIP) zwischen den USA und der EU auszunehmen. Diese Position teilt die Mehrheit im Europäischen Parlament, welches in seiner Entschließung zu den Verhandlungen der EU mit den Vereinigten Staaten von Amerika über ein Handels- und Investitionsabkommen (2013/2558(RSP), verfügbar unter: http://www.europarl.europa.eu) gefordert hat, Dienste mit kulturellen oder audiovisuellen Inhalten, auch online, aus dem Verhandlungsmandat auszuklammern. Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat entgegen den Verlautbarungen einzelner Stimmen aus der Union nichts dafür getan, den besonderen Charakter kultureller Güter und damit auch der Buchpreisbindung zu schützen

Von verschiedener Seite wird – völlig zu Recht – befürchtet, dass wichtige kultur-, medien- und netzpolitische Aspekte von TTIP betroffen, d.h. einer Liberalisierung unterworfen werden könnten: bspw. Regelungen zum sog. “geistigen Eigentum” (befürchtet wird, dass Patente und Urheberrechte  durch US-amerikanische Fair-Use-Regelungen“harmonisiert” werden und damit bspw. im Filmbereich wichtige Investitionsanreize verloren gehen könnten), die Stellung der Verwertungsgesellschaften und des öffentlichen Rundfunks, die Buchpreisbindung sowie vergleichbare Schutzmaßnahmen und Subventionen, die bspw. die Filmwirtschaft in Deutschland und anderen europäischen Ländern unterstützen sowie der ermäßigte Mehrwertsteuersatz für kulturelle Güter.

Vor diesem Hintergrund wird sich die SPD dafür einsetzen, dass der von Frankreich in den Verhandlungen über das Mandat erreichte Kompromiss dazu führt, dass der audiovisuelle und kulturelle Bereich aus den Verhandlungen zwischen der EU und den USA außen vor bleibt.

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fdp
Die geplante Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) zwischen der EU und den USA bietet für Deutschland und die anderen EU Staaten Wachstumsmöglichkeiten und Chancen, die weit über den wirtschaftlichen Austausch im traditionellen Sinne hinausgehen. Das nun beschlossene Mandat bietet – wie von der Bundesregierung gewünscht – ausreichend Flexibilität für den Verlauf der Verhandlungen; audiovisuelle Dienstleistungen wurden zunächst ganz rausgenommen. Für die Sicherung der kulturellen Vielfalt gibt es eine Reihe von Absicherungen: Erstens wurde sichergestellt, dass alle bestehen- den Maßnahmen auf EU-Ebene und auf Ebene der Mitgliedstaaten beibehalten werden können. Zweitens beinhaltet das Mandat keine Vorfestlegungen im Bereich Kultur, Verpflichtungen einzugehen. Zudem können Verpflichtungen im Bereich Kultur in Deutschland nur mit den Ländern eingegangen werden. Drittens wird auch in Zukunft für die EU oder die Mitgliedstaaten ein angemessener Spielraum für neue Maß- nahmen zur Wahrung der kulturellen Diversität garantiert.

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Bücher sind wichtiger Bestandteil unseres kulturellen Erbes, sowohl des schon bestehenden, als auch des zukünftigen, kulturellen Erbes. Sie bestimmen maßgeblich unsere Identität und beinhalten das gesammelte, auch kulturelle Wissen unserer Gesellschaft. Für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sind Bücher deswegen nicht nur Wirtschaftsgüter, sondern auch Kulturgüter. Der Doppelcharakter als Kultur- und Wirtschaftsgut wurde von der EU durch die Unterzeichnung der UNESCO-Konvention anerkannt. Dieser völkerrechtlich bindenden Grundlage zum Schutz und zur Förderung der kulturellen Vielfalt sind Deutschland und die EU verpflichtet.

Wir setzen uns auf nationaler wie europäischer Ebene explizit für den Schutz von Kultur und kulturbezogenen Dienstleistungen ein. Neben dem Europäischen Parlament und dem Bundesrat forderte auch unsere Bundestagsfraktion, die Bereiche audiovisuelle Medien und Kultur aus den Verhandlungen für das Freihandelsabkommen auszunehmen und hat einen entsprechenden Antrag in den Bundestag eingebracht (BT-Drucksache 17/13925). In dem Antrag wird die Bundesregierung aufgefordert, ihr Abstimmungsverhalten zum Verhandlungsmandat ebenso wie zum Abkommen selbst im Rat unter anderem von einer Bereichsausnahme für audiovisuelle Medien und Kultur abhängig zu machen.

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DIE LINKE steht dem TTIP-Abkommen grundsätzlich skeptisch gegenüber. Es zielt auf eine Freihandelszone, die zwischen den teilnehmenden europäischen Staaten und den USA entstehen soll. Der Abbau von Einfuhrbeschränkungen für Produkte und die Normierung von Produkt- und Verbraucherschutzstandards soll Handelshemmnisse beseitigen und dadurch die Handelskosten für gegenseitigen Importe senken. Davon erhofft man sich im Rahmen des Welthandels Vorteile gegenüber all jenen Staaten, die an dem Abkommen nicht beteiligt sind. Hier sind in erster Linie die BRIC-Staaten zu nennen, deren sich rasch entwickelnde Produktion zunehmend zu einer Konkurrenz für die europäischen Staaten wird. Aber auch die Länder des Südens werden es im globalen Wettbewerb schwerer denn je haben. Eine Studie von GED und Bertelsmann Stiftung zu den makroökonomischen Folgen des geplanten Abkommens (http://tinyurl.com/lvrnu7t) hat gezeigt, dass jene Länder, die nicht mit am Verhandlungstisch sitzen, durch das Abkommen realökonomische Verluste („dramatic losses in market share“) erleiden werden. TTIP zielt also darauf ab, einen transatlantischen „closed shop“ zu etablieren, nicht etwa auf ein level playing field friedlichen Welthandels.
Bereits im Vorfeld der Verhandlungsvorbereitungen und beim Abstimmen des europäischen Verhandlungsmandats, aber auch während der ersten Verhandlungsrunde Mitte Juli 2013 gab es deshalb laute Stimmen aus den Bereichen Kultur, Landwirtschaft, Medizin aber auch aus der Bürgerrechtsbewegung. Es wurden in all diesen Bereichen Forderungen laut, zumindest bestimmte Güter, Dienstleistungen oder Regulierungen aus dem Anwendungsbereich des Abkommens auszunehmen. Schien zunächst noch eine generelle „kulturelle Ausnahme“ denkbar, ließ die Bundesregierung sich letztlich darauf ein, lediglich audiovisuelle Dienstleistungen aus den Verhandlungen auszuklammern. Selbst dieser Kompromiss ist unlängst von EU-Handelskommissar De Gucht in Frage gestellt worden. DIE LINKE wird sich auch in der nächsten Legislatur weiter für eine möglichst umfassende kulturelle Ausnahme einsetzen, die insbesondere auch den Bereich des geistigen Eigentums umfasst.

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piraten
Das Freihandelsabkommen der EU mit den USA sehen die PIRATEN als einen Rückfall in die „Kleinstaaterei“, einen Versuch, hauptsächlich von Seiten der USA, Welthandelsabkommen zu torpedieren im Sinne von „teile und herrsche“. Deshalb ist jede Entwicklung, innerhalb der EU sich auf gemeinsame Regeln zu einigen, besonders wichtig.

– Eine Initiative vom Nachwuchs für den Nachwuchs und die Branche. Gestartet von den Nachwuchssprecherinnen Jana Zawadzki und Lisa Maria Keil und ihrem Vorgänger Tony Stubenrauch. –

„Es geht immerhin um unsere Zukunft“ Interview zu den Wahlprüfsteinen

Der Nachwuchs der Buchbranche hat Wahlprüfsteine für die Bundestagswahl initiiert. Nachgefragt bei den beiden Nachwuchssprecherinnen Jana und Lisa sowie ihrem Amtsvorgänger Tony Stubenrauch:

Was war eure Intention Wahlprüfsteine zu formulieren?

Lisa: Matthias Ulmer hat die Idee an uns ran getragen und wir dachten uns, dass das eine Chance ist, die man nicht jeden Tag bekommt. Zu dritt beschlossen wir, ein gemeinsames Projekt daraus zu machen.

Tony: Bei der Übergabe an Jana und Lisa haben wir von der Idee gehört und daraufhin die Wahlprüfsteine initiiert. Als Vorgänger von Lisa und Jana als Nachwuchssprecher konnte ich mit meinen gesammelten Erfahrungen und den Kontakten noch helfen. So war es ein schöner Schlusspunkt in der Arbeit als Nachwuchssprecher für mich und ein toller Anfang für Jana und Lisa.

An welche Parteien habt ihr die Fragen verschickt?

Jana: Wir haben sie an alle Parteien im Bundestag sowie an die Piraten-Partei verschickt.

Was erwartet ihr euch? Hängt vielleicht sogar euer eigenes Kreuz auf dem Wahlzettel von den Antworten ab?

Jana: Bei mir schon, da ich Erstwählerin bin und sie mir eine gute Orientierung bieten, welche Standpunkte die Parteien zu buchnahen Themen vertreten. Dennoch sollte man nicht nur auf diese Antworten schauen, sondern das gesamte Parteiprogramm bei der Wahl im Blick haben.

Was zeichnet die Fragen als die Fragen des Nachwuchses aus?

Lisa: Das Besondere an den Wahlprüfsteinen ist, dass sie mit über 1000 Nachwüchsler abgestimmt wurden und damit ein Fragenkompendium des gesamten Nachwuchses zustande gekommen ist.

Tony: Ich war überrascht, wieviele Rückmeldungen wir innerhalb kurzer Zeit bekommen haben. An den ausführlichen und hilfreichen Antworten haben wir gemerkt, dass die angeschriebenen Nachwüchsler sich sehr intensiv mit dem Entwurf der Fragen auseinander gesetzt haben und fundierte Meinungen haben. Es geht immerhin um unsere Zukunft.

Wo und wann werden Antworten veröffentlicht?

Tony: Natürlich ab sofort in einer Serie auf dem Nachwuchsblog!! Wir werden sie außerdem erneut über den Nachwuchsnewsletter verschicken und die Branchenpresse informieren. Zudem wollen wir bei anderen Terminen wir zum Beispiel dem Nachwuchstreffen in Berlin am 14. September darüber sprechen.

Jana: Einfach überall da, wo man Nachwuchs erreichen kann!

Habt ihr bei der Entwicklung der Fragen Unterstützung bekommen? Wer half euch?

Lisa: Matthias Ulmer und Birgit Reuss vom Berliner Büro guckte über den Fragenkatalog drüber, die Abteilung Berufsbildung, vorrangig Frau Kolb gab Tipps.

Jana: Und natürlich gaben uns die Nachwüchsler Rückmeldung, ob wir die richtigen Fragen ausgewählt haben und machten uns auf vergessene Aspekte aufmerksam.

Habt ihr für Unentschiedene noch einen Tipp zur Wahl?

Tony: Ich denke die Wahlprüfsteine und der Wahl-O-Mat können bei der Entscheidung helfen.

Hier findet ihr die Wahllprüfsteine:
13-08-26 Nachwuchs-Presseinformation_inkl Wahlprüfsteine
Die Antworten der Parteien werden ab morgen in einer 7-Tage-Serie hier veröffentlicht.

– Eine Initiative vom Nachwuchs für den Nachwuchs und die Branche. Gestartet von den Nachwuchssprecherinnen Jana Zawadzki und Lisa Maria Keil und ihrem Vorgänger Tony Stubenrauch. –

E-Book-Showroom auf den Berliner Buchtagen 2013

Die e-Book AG und ihr Showroom für schöne e-Books

Umblättern, Notizen machen, Filme abspielen – Was muss ein E-Book leisten, damit es einen echten Mehrwert für den Nutzer bietet? Diese Frage stellten wir uns und der Branche in unserem „E-Book-Showroom“ auf den Buchtagen 2013 in Berlin.

Das Ergebnis war eindeutig: Pony Zauberfee ging als klarer Sieger aus der Abstimmung hervor. Das Konzept mit Sounds, Animationen und einer Mitlese-Funktion kam sehr gut an.

Auf den folgenden Plätzen landeten die E-Book-Soap So verliebt, so verwirrt, so schön, der Reisebericht The Incredible Ride und das Was-ist-Was-E-Book Pferde. All diese Bücher kombinieren kurze Videosequenzen, Bildfolgen und Sounds. Die Panel-View-Funktion (am Beispiel der Schlümpfe), die es ermöglicht, Bilder vergrößert darzustellen, erhielt hingegen nur eine Stimme.

Während unseres Showrooms haben wir gemerkt, wie groß das Interesse am Thema „E-Book“ ist. Die Rezipienten sind bereit, Neues auszuprobieren. Vor allem multimediale und interaktive Eingriffsmöglichkeiten kommen gut an.

Hier erzählen Richard und Franziska mehr zu dem Showroom:

http://www.youtube.com/watch?v=OOcEr415QIk&feature=youtu.be

Interview mit den Nachwuchssprecherinnen

Gut einen Monat seid ihr jetzt im Amt – was hat sich seit dem an eurem Arbeitsalltag geändert bzw. welches Feedback habt ihr von euren Arbeitgebern erhalten?

Lisa: Na ja, an meinem Arbeitsalltag hat sich eher dahingehend was geändert, dass ich meine Ausbildung abgeschlossen und ein berufsbegleitendes Studium begonnen habe. Und das Feedback von meinem Arbeitgeber war sehr positiv.

Jana: An meinem Arbeitsalltag hat sich soweit nichts geändert, klar, es stehen ein paar Termine an, an denen ich auch an meinem Arbeitsplatz vertreten werde, damit ich die Termine wahrnehmen kann, aber ansonsten gehe ich meiner Ausbildung ganz normal weiter nach. Von der Arbeit gab es durchweg eine positive Rückmeldung.

Gab es ein „Übergabe-Gespräch“ mit Tony Stubenrauch? Wenn ja, welche Tipps hat er euch mitgegeben?

Ja, wir hatten ein Übergabe-Gespräch mit Tony. Ich glaube, was ihm und auch uns wichtig war, war seine Ermutigung, alles auszuprobieren, wozu wir Lust haben und auch vor nichts sofort zurückzuschrecken. Außerdem hat er uns geraten, anfallende Arbeiten zum Beispiel auch an die AGs weiterzugeben oder Kooperationsprojekte daraus zu machen.

Lisa Maria Keil (links) und Jana Zawadzki (rechts)

Welche Anregungen und eventuell auch neuen Ideen nehmt ihr vom Nachwuchsparlament mit?

Lisa: Ich fand es toll, dass die Azubis sich Gedanken gemacht haben zu den Inhalten ihrer Ausbildungen und nicht einfach alles als gegeben hinnehmen. Einige ihrer Vorschläge werden wir sicherlich mitnehmen können zum Berufsbildungsausschuss. Erstmal fand ich es toll, dass auch dieses Jahr wieder eine große Nachfrage an das Nachwuchsparlament ging, was mich ermutigt in unserem neuen Amt.

Jana: Auch das Kennenlernen anderer Azubis aus anderen Buchhandlungen und Verlagen finde ich immer wieder aufregend, was mich bestärkt in der Arbeit, dass wir uns alle mehr verknüpfen müssen.

Was steht nun als erstes auf eurer To-Do-Liste?

Im Moment erarbeiten wir zusammen mit Tony Wahlprüfsteine für die kommende Bundestagswahl. Wir möchten die Präsenz des Nachwuchsparlamentes sowie die Einbindung des Nachwuchses in den Unternehmen weiter verstärken.

Ferner wollen wir auch das begonnene Patenschaftsprogramm weiterführen und ausbauen.

Wart ihr zufrieden mit dem Ablauf des diesjährigen Nachwuchsparlaments? Was könnte man nächstes Jahr noch besser machen?

Der Vorschlag der Teilnehmer, das Programm noch stärker mit dem der Buchtage zu verknüpfen, um mehr gemeinsame Anhaltspunkte zu schaffen, ist es auf jeden Fall wert, in Betracht gezogen zu werden. Auch wollen wir den Tagesablauf  etwas anders gestalten, damit wir die zwei Tage, die uns zur Verfügung stehen, noch besser nutzen können.

Und wie kann man mit euch am besten in Kontakt treten?

Am besten über die neue E-Mail-Adresse nachwuchssprecher@gmx.org.

Wie könnte eigentlich ein Marketingkonzept für digitale Produkte aussehen?

Bericht vom Workshop der AG Digital auf dem Nachwuchsparlament –

Von Isabel Salcher

Nachdem uns zu dieser Fragestellung schon viele tolle Bewerbungspräsentationen erreichten, war das auch die zentrale Frage unseres Workshops am Freitag.

Unsere Referentinnen, Tina Pfeifer (Referentin Online/Social Media; Bastei Lübbe) und Claudia Feldtenzer (Presseleitung; Reclam), gaben zuerst einen kleinen theoretischen Überblick über Marketing für digitale Produkte im Allgemeinen sowie bei Reclam und Bastei Lübbe im Speziellen. Dabei gewannen die Teilnehmer einen spannenden Einblick in die Arbeit der beiden Verlage.

Mit diesem Know-How gewappnet, konnten die Workshop-Teilnehmer danach in die Gruppenarbeitsphase starten. Ziel war es, dass jede Gruppe in einer Abschlusspräsentation ein Marketingkonzept für ein digitales Produkt vorstellt. Beworben werden sollten Schiller: Wilhelm Tell (Reclam XL), König: Zu Fuß – Eine Geschichte des Gehens, die Horror Factory von Bastei Entertainment sowie eine App zu Lauras Stern. Und trotz der Kürze der Zeit, wurden zum Abschluss sehr kreative und durchdachte Konzepte vorgestellt, von denen auch die Profis beeindruckt waren.
Mit diesen positiven Eindrücken vom Abschluss des Workshops und des Nachwuchsparlaments, starten wir mit vielen Ideen in die Vorbereitungen für das nächste Nachwuchsparlament.

Die Mitgliederzahl der AG Digital hat sich leider stark reduziert. Also wer Lust hat bei uns mitzuwirken, kann sich gerne melden unter Nachwuchsparlament.AGDigital@gmail.com oder bei mir: isabel.salcher@googlemail.com.

Hier finden sich Videos aller Workshops.

Videos vom Nachwuchsparlament

Wie sehen eigentlich schöne E-Books aus? Das zeigte die E-Book-AG in ihrem Showroom für schöne e-Books:

(Franziska Kunze & Richard Haupt)

Round Table Session „Kreative Inhalte für Fachthemen auf Facebook“:

(Bastian Scherbeck & Rebekka Kirsch)

Am Freitag standen dann die Workshops der AGs auf der Tagesordnung:

„Marketing für digitale Produkte“, AG Digital

(Birgit Grundler & Maike Oettel)

(Jost Schmidt)

„Wie sieht das Lesen von morgen aus? Prototypenbau mit Design Thinking“ , AG Generationenmanagement

(Max Farr)

„Selfpublishing“, E-Book AG

(Lukas Weidenbach)

Und was hat eigentlich Michael Dreusicke auf dem Nachwuchsparlament gemacht?

 

 

Bildergalerie Nachwuchsparlament