Eine Welt ist nicht genug – a universe for the content!

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Ganz nach dem Motto „Raus aus dem Elfenbeinturm“ bloggen Mainzer Studenten momentan auf dem Blog der Frankfurter Buchmesse. Transmedia Storytelling ist das überaus beliebte Buzzword.

von Alexandra Strohmeier

Wie es im wissenschaftlichen Bereich üblich ist, klärt Tanja Wen  zuerst was sich hinter diesem Begriff überhaupt verbirgt. Transmedia-Experte Henry Jenkins hilft ihr dabei ein bisschen.

Die Mainzer Studenten haben im Seminar auch festgestellt, dass Transmedia Storytelling kein neues Phänomen ist. Schon 1999 wurde rund um die Matrix-Trilogie eine transmediale Welt mit zusätzlichen begleitenden Kurzfilmen und einem Computerspiel erschaffen. Das Projekt war allerdings, im Gegensatz zur Trilogie selbst, nicht sonderlich erfolgreich. Kein Wunder, hat ja auch fast niemand was davon mitbekommen.

Einen guten Eindruck davon, wie sich eine Geschichte rasant in der Medienwelt entfalten kann, liefert ein Werbevideo zum Intel Core i5:

Warum ist transmediales Erzählen also einer der aktuellen Hypes der Branche? Die Frage lässt sich leicht beantworten. Erstens schaffen (gar nicht mehr so) neue Medien neue Möglichkeiten, die genutzt werden wollen. Zweitens geht es wie immer schlussendlich ganz schnöde um Money Money Money. All die verschiedenen Medien brauchen Inhalte und die Verlagsbranche ist eine reine Schatzkammer an Geschichten, Phantasiefiguren und Erzählstoffen.

Was wir alle schon lange wissen und lieben: Bücher eröffnen Welten, warum sollten diese Welten also nicht weitergetragen, ausgefüllt, entwickelt und bereichert werden. Mehr noch, die Welten können schon während der Entstehung verschmelzen oder durch ihre Verknüpfung Geschichten erst hervorbringen. Lizenzen werden verkauft, Branchen vernetzt und Dinge weitergedacht. In alle Richtungen winkt das Geschäft.

Kritische Stimmen sprechen dabei auch vom Ausschlachten der Stoffe, der zerstörenden Wirkung der Ausgestaltung auf die Phantasie und dem bösen Kommerz. Und wer kennt nicht den Ärger, wenn der Kinobesuch so gar nicht dem eigenen Kopfkino entspricht. Bei guter Umsetzung können transmediale Erzählwelten den Lesern, Spielern, Nutzern und Kunden aber einfach verdammt viel Spaß bringen und alle Seiten (nicht nur monetär) bereichern.

Wer gerne noch mehr zum dem Thema lesen möchte, dem würde ich das kleine eBook empfehlen, in dem das Team der stART11-Conference  zusammengestellt hat:

Es beinhaltet 5 spannende Artikel mit einer guten Mischung aus Theorie und Praxis und hilfreichen Tipps zu den richtigen digitalen Werkzeugen für transmediales Erzählen. Dabei kommen unter Anderem Dorothea Martin und Frank Tentler zu Wort.

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Ein Gedanke zu “Eine Welt ist nicht genug – a universe for the content!

  1. Pingback: Transmedia Storytelling im Nachwuchs- und im Buchmesseblog : πάντα ῥεῖ – Alles fließt.

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